Sozialpsychologie (Fach) / Klausur (Lektion)

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KLausur

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  • können das Investitionsmodell von Rusbult darstellen, erläutern und auf praktische Anwendungsfelder übertragen. Folie
  • können die Equity-Theorie von Adams darstellen, erläutern und auf praktische Anwendungsfelder übertragen. Ergänzt den Gedanken der Gerechtigkeit oder Ausgewogenheit zu den bisherigenModellen Annahme, dass es in Beziehungen nicht um ein bestmögliches eigenes Kosten-NutzenVerhältnis geht, sondern dass ein ausgewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis beiderPartner angestrebt wird Bei Unausgewogenheit sind nach diesem Modell beide Partner unzufrieden undstreben eine Veränderung an.
  • können die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den drei genannten Theorien der Zufriedenheit mit Beziehungen erläutern und praxisorientierte Schlussfolgerungen daraus ableiten. FOlie
  • wissen was man unter prosozialem Verhalten und Altruismus versteht.  Prosoziales Verhalten:Handlungen mit dem Ziel, einem anderen Menschen Vorteile zuverschaffenDer Helfer ist dabei nicht durch professionelle Pflichtenmotiviert. Zwei Unterformen des prosozialen Verhaltens Prosoziales Verhalten (auch) aus Eigeninteresse (z.B. aufgrundHoffnung auf späteren Nutzen) Altruismus: „Wunsch…, einem anderen Menschen zu helfen,selbst wenn es dem Helfenden einen Nachteil bringt“ (Aronson,Wilson & Akert, 2014, S. 397)
  • können Organizational Citizenship Behaviour (OBC) als Form prosozialen Verhaltens beschreiben und an diesem Beispiel begründen, warum prosoziales Verhalten in der Wirtschaftspsychologie relevant ist. Organizational Citizenship Behaviour (OCB) als wichtiges Konstrukt in der Arbeitsund Organisationspsychologie OCB: freiwilliges Verhalten in Form von zusätzlichem Engagement innerhalb derOrganisation, über die arbeitsvertraglich geregelten Aufgaben und Pflichten hinaus Beispiel: freiwillige Unterstützung von Kollegen
  • können erläutern, unter welchen Bedingungen auf Basis der Theorie des sozialen Austauschs prosoziales Verhalten auftritt, und können dieses Wissen auf praktische Anwendungsgebiete übertragen. Nach der Theorie des sozialen Austauschs versuchen Menschen, das Verhältnis vonNutzen zu Kosten zu maximieren. Prosoziales Verhalten verursacht in der Regel Kosten(z.B. physische Gefahr, Schmerzen, Peinlichkeit, Zeitaufwand) Welchen Nutzen kann prosoziales Verhalten bringen? Investition in die Zukunft (aufgrund Reziprozitätsnorm) Verminderung des Leidens des Zuschauers soziale Achtung gesteigertes Selbstwertgefühl Prosoziales Verhalten dann, wenn der Nutzen die Kosten übersteigt bzw. wenn dasKosten-Nutzen-Verhältnis günstiger ist als bei den Handlungsalternativen → wahren Altruismus gibt es nach dieser Theorie nicht! Aber: erklärt nicht, warum Menschen ihr Leben für andere in Gefahr bringen / opfern
  • können erläutern, unter welchen Bedingungen auf Basis der Empathie-Altruismus-Hypothese prosoziales Verhalten auftritt, können die Studie von Toi und Batson dazu beschreiben, und können dieses Wissen auf praktische Anwendungsgebiete übertragen. Empathie-Altruismus-Hypothese:Altruismus (selbstlose Hilfe) dann, wenn wir Empathie für den Empfänger der Hilfeempfinden Empathie: „Fähigkeit zu kognitivem Verstehen … und affektivem Nachempfinden dervermuteten Emotionen eines anderen Lebewesens“ (Altmann, 2014)
  • können die personenbedingten und situationsbedingten Einflussfaktoren prosozialen Verhaltens nennen, erläutern und auf praktische Anwendungsbeispiele übertragen. Warum helfen manche Menschen mehr als andere? Altruistische Persönlichkeit (aber nur relativ geringer Einfluss) Geschlechtsspezifische Unterschiede Männer: eher ritterliche heldenhafte Taten Frauen: eher Hilfsbereitschaft im Rahmen enger, langfristiger Beziehungen Kulturelle Unterschiede: Hilfsbereitschaft variiert entsprechend kultureller Werte(z.B. Wert „simpatía“) Religiosität: religiöse Menschen helfen in öffentlichen Situationen mehr alsnichtreligiöse, in nichtöffentlichen Situationen kein Unterschied Stimmungseinflüsse*: Höhere Hilfsbereitschaft in guter Stimmung Z.T. auch höhere Hilfsbereitschaft in schlechter Stimmung (insbesondere bei schlechtemGewissen)
  • Teil 2 Wann helfen Menschen? Situationsbedingte Einflussfaktoren: Ländliche vs. städtische Umgebung (Urban-Overload-Hypothese): in dichtbesiedelten städtischen Gebieten sind Menschen aufgrund von Reizüberlastungweniger hilfsbereit Mobilität: Menschen die lange an einem Ort leben zeigen eher prosoziales Verhalten Art der Beziehung: Gemeinschaftsbeziehung vs. Austauschbeziehung:In Gemeinschaftsbeziehungen Bedürfnisse des Hilfsbedürftigen im Mittelpunkt, inAustauschbeziehungen die eigenen Vorteile Auswirkung von Medien: Veränderung des prosozialen Verhaltens durch prosozialeVideospiele oder Liedtexte Anzahl der Zuschauer (Bystander-Effekt): Je größer die Zahl der Zuschauer, destogeringer die Wahrscheinlichkeit der Hilfeleistung beim Einzelnen
  • Folie gucken Prozess Folie gucken Prozess
  • kennen die Definition von Aggression mit ihren zwei Unterformen (feindselige und instrumentelle Aggression) und können diese an praktischen Beispielen erklären. Aggression als „absichtsvolles Handeln […], das darauf abzielt, jemandem einenkörperlichen oder psychischen Schmerz [oder Schaden] zuzufügen.“(Aronson, Wilson & Akert, 2014, S. 433) Feindselige Aggression:Aggression aufgrund von Gefühlen des ÄrgersZufügen von Schaden oder Schmerz als primäres Ziel Instrumentelle Aggression:benutzt das Zufügen von Schaden oder Schmerzals Mittel zu einem anderen ZweckWichtig ist:- Aggression ist ein Verhalten (kein Motiv und kein Affekt wie etwa Ärger, Wut, Hass).- Zufälliges, versehentliches Schädigen gilt nicht als Aggression.Bezug zur Wirtschaftspsychologie?
  • können die physiologischen Einflüsse auf Aggression nennen und erläutern. Aggressionsförderung durch physiologische Einflüsse: Alkohol Verringerung von Hemmungen Beeinträchtigung von Prozessen derInformationsverarbeitung Fehlwahrnehmung und -interpretation vonSituationen körperliches Unwohlsein (z.B. Schmerz oder Hitze) automatische Flucht- oder Kampfreaktion wenn Flucht nicht möglich, dann Kampf
  • können die physiologischen Einflüsse auf Aggression nennen und erläutern. Aggressionsförderung durch physiologische Einflüsse: Alkohol Verringerung von Hemmungen Beeinträchtigung von Prozessen derInformationsverarbeitung Fehlwahrnehmung und -interpretation vonSituationen körperliches Unwohlsein (z.B. Schmerz oder Hitze) automatische Flucht- oder Kampfreaktion wenn Flucht nicht möglich, dann Kampf
  • önnen den Einfluss sozialer Situationen auf Aggression (Frustration-Aggressions-Hypothese, direkte Provokation, aggressive Hinweisreize) erläutern. Aggressionsförderung durch bestimmte soziale Situationen: Frustration Frustrations-Aggressions-Hypothese: Frustration erhöht die Wahrscheinlichkeit eineraggressiven Reaktion Frustration: Gefühl, an der Erreichung eines Ziels gehindert zu werden(besonders aggressionsfördernd, wenn kurz vor Zielerreichung und unerwartet) Frustration entsteht auch durch relative (aber nicht durch absolute) Deprivationrelative Deprivation: „Die Wahrnehmung, dass man selbst weniger hat, als einemzusteht, oder weniger als das, worüber andere Menschen in einer ähnlichen Situationverfügen“ (Aronson et al., 2014, S. 467) Direkte Provokation durch aggressives Verhalten anderer Aggressionsobjekte als HinweisreizeVorhandensein aggressiver Hinweisreize (z.B. Waffen) fördert aggressives Verhalten
  • können erläutern, wie Aggression gemäß der Theorie des sozialen Lernens entsteht. Theorie des sozialen Lernens (Modelllernen nach Bandura):Erlernen von Sozialverhalten durch Beobachtung und Nachahmung anderer  Aggression erlernt durch Beobachtung aggressiven Verhaltens anderer in der Realität in den Medien
  • können mögliche Wege zur Reduzierung und Prävention von Aggression nennen, auf praktische Anwendungsgebiete übertragen und in ihrer Wirksamkeit diskutieren. Auslösende Bedingungen reduzieren(Alkohol, körperliches Unwohlsein, Frustration, Provokation, aggressive Hinweisreize,aggressive Vorbilder) Bestrafung Problem: schwere, aggressive Strafen wirken aggressionsfördernd Bestrafung muss rasch und verlässlich erfolgen um abschreckend zu wirken Katharsis-Hypothese Annahme der Verringerung von Aggression durch Abreagieren widerlegt – Gegenteil ist der Fall! Prävention durch Entschuldigung(aufrichtig, Verantwortung für die entstandene Situation übernehmen) Nicht-aggressive Vorbilder Training, Erlernen von Problemlösungsstrategien Aufbau von Empathie
  • wissen wie Vorurteile definiert werden können und wie die Begriffe Vorurteil, Stereotyp und Diskriminierung zusammenhängen. Vorurteil als „feindselige oder negative Einstellung gegenüber den Mitgliedern einerbestimmten Gruppe, […] allein aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu dieser Gruppe“(Aronson, Wilson & Akert, 2014, S. 513) Kognitive Komponente: Stereotyp (Menge von Überzeugungen bezüglich der individuellenMerkmale der Mitglieder einer bestimmten sozialen Gruppe) Affektive Komponente: negative Emotionen Verhaltenskomponente: Diskriminierung („ungerechtfertigte negative oder schädlicheVerhaltensweise gegenüber Mitgliedern einer Gruppe nur wegen ihrer Zugehörigkeit zu dieserGruppe“; Aronson, Wilson & Akert, 2014, S. 513)
  • Auswirkungen von Vorurteilen FOLIE
  • können die Mechanismen der Entstehung von Vorurteilen nennen und erläutern. Soziale Kategorisierung: Kategorisierung von Menschen in Gruppen führt zu Ingroup-Outgroup-Effekten(Eigengruppenbevorzugung, wahrgenommene Fremdgruppenhomogenität) Konformitätseffekte: Menschen übernehmen die vorherrschenden Vorurteile in ihrer Gruppe/Gesellschaft Attributionsfehler: fundamentaler Attributionsfehler: Überschätzung dispositionaler Faktoren bei derBeurteilung des Verhaltens anderer (internale Attribution) ultimativer Attributionsfehler: Verallgemeinerung dispositionaler Attributionen voneinzelnen Gruppenmitgliedern auf eine gesamte Gruppe von Menschen bei nicht stereotypem Verhalten situationsbezogene Attribution, um das Stereotypaufrecht zu erhalten Theorie des realistischen Gruppenkonflikts: Vorurteile als unvermeidbare Nebenwirkung realer Konflikte zwischen Gruppen aufgrundbegrenzter Ressourcen (wirtschaftliche Ressourcen, Macht, Status) Sündenbockmechanismus: Verdrängung der Ursache von Aggression und Verlagerung aufFremdgruppe
  • wissen warum die Messung impliziter Vorurteile relevant ist und können Möglichkeiten der Messung impliziter Vorurteile (insbesondere den IAT) nennen und erläutern. Problematik: Vorurteile werden aufgrund sozialer Normen oft nicht explizit geäußert(z.B. sozial erwünschte Antworten in Befragungen), sind aber implizit dennochvorhanden und beeinflussen das Verhalten. Verfahren zur Messung impliziter Vorurteile wichtig Bogus-Pipeline-Verfahren: durch Anschluss an angeblichenLügendetektor ehrlichere Antworten Impliziter Assoziationstest (IAT): Antwortgeschwindigkeit alsIndikator für Assoziationsstärke zwischen Reizen Beobachtung des Verhaltens der Person in einem Zustand,in dem sie sich nicht mehr komplett unter Kontrolle hat(z.B. Stress, Wut)  Aktivierung impliziter Vorurteile
  • können die Möglichkeit zum Abbau von Vorurteilen durch Kontakt (Kontakthypothese) erläutern und die Bedingungen der Wirksamkeit von Kontakt zum Abbau von Vorurteilen nennen und auf praktische Anwendungsfelder übertragen. Kontakthypothese: Abbau von Vorurteilen durch Kontakt zwischen den Mitgliedernverschiedener Gruppen Aber: Kontakt allein reicht nicht aus und kann bestehende negative Einstellungensogar verschärfen Bedingungen, unter denen Vorurteile durch Kontakt abgebaut werden können: gemeinsames Ziel wechselseitige Abhängigkeit gleicher Status zwangloser zwischenmenschlicher Kontakt mehrere Kontaktpersonen aus der „anderen“ Gruppe soziale Normen der Gleichheit Beispiel für Abbau von Vorurteilen durch Kooperation: Jigsaw-KlasseForm des kooperativen Lernens, bei der Kinder aus unterschiedlichen ethnischenGruppen zusammenarbeiten
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