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Pädagogische Psychologie (Fach) / 4b LUL Methoden (Lektion)

Methoden

Diese Lektion wurde von AnnaCy erstellt.

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  • Nach der besten Unterrichtsmethode zu fragen... „Nach der besten Unterrichtsmethode zu fragen ist wie nach dem besten Werkzeug zu fragen – Hammer, Schraubenzieher, Messer oder Zange. Beim Unterrichten wie beim Handwerken hängt die Auswahl der Werkzeuge von der Aufgabe ab und von den Materialien, mit denen gearbeitet wird.“  (Bransford et al 
  • Welche Formen lehrergelenkten Unterricht kennen Sie? Nennen und erläutern Sie •Frontalunterricht  –Direkte Instruktion  –+ Vermittlung von sehr vielen Informationen innerhalb kurzer Zeit möglich  –- fördert passive & rezeptive Lernhaltungen  •Darbietender Unterricht  –Präsentationsphase der direkten Instruktion  –Frontale, individuelle oder kooperative Organisationsformen  •Unterrichtsvortrag  –Prototyp des frontalen-darbietenden Unterrichtens  –Gut, wenn sachbezogene Klarheit & unterstützender Einsatz von aufmerksamkeitssteuernden Elementen gegeben ist  •(gelenktes) Unterrichtsgespräch  •Unterrichtsdiskussion 
  • In welchen Phasen lässt sich direkte Instruktion unterteilen Über Lernziele informieren  Rückblick & Prüfung von Lernvoraussetzungen  Darbietende Stoffvermittlung  Angeleitetes Üben & Verstehensprüfung / Lernüberwachung & Rückmeldung Selbständiges Üben
  • Inhalte eines Lehrer-Trainingsprogramms zu den Prinzipien Direkter Instruktion im Mathematikunterricht 1.Wiederholung (jeweils 8 Minuten, außer montags)  2.Stoffvermittlung (ca. 20 Minuten)  3.Stillarbeit (ca. 15 Minuten)  4.Hausaufgaben  5.Zusätzliche Wiederholungen  –Montag: 20Min zu Beginn, Inhalte, Fertigkeiten und Konzepte der letzten Woche  –Jeder 4. Montag: Inhalte, Fertigkeiten und Konzepte des letzten Monats 
  • Welche darstellende Methoden kennen Sie? Nennen Sie drei •Direkte Erklärungen  •Darstellendes Unterrichten  •Advance Organizer 
  • Direkte Erklärungen (McCormick & Pressley, 1997) •wurde ursprünglich von Duffy u.a. zur Förderung der Lesekompetenzen entwickelt  •Schwerpunkt liegt auf scaffolding: Modellieren i.S. eines Lerngerüsts, in dem Anleitungs- und Steuerungskomponente mit selbständigen Üben und schrittweiser Übernahme eigener Verantwortlichkeit verbunden wird.  •Methode des lauten Denkens  •Ähnlichkeiten zum reziproken Lehren und der kognitiven Meisterlehre 
  • Was wird unter scaffolding verstanden? scaffolding: Modellieren i.S. eines Lerngerüsts, in dem Anleitungs- und Steuerungskomponente mit selbständigen Üben und schrittweiser Übernahme eigener Verantwortlichkeit verbunden wird. 
  • Darstellendes Unterrichten (expository teaching; Ausubel, 1968 •Ziel des expositorischen Unterrichts ist der Aufbau einer neuen, stabilen und hierarchisch, von konkret zu abstrakt, geordneten Wissensstruktur.  •Prinzip der progressiven Differenzierung, indem die unterrichtliche Stoffdarbietung vom Allgemeinen zum Besonderen fortschreitet, z.B. mittels Regel-Beispiel-Regel-Technik:  1.Eine grundlegende Regel wird anhand einiger Beispiele illustriert (deduktives Prinzip)  2.Aus den Beispielen lässt sich leicht eine weitere Regel ableiten (induktives Prinzip) oder der Geltungsbereich präzisieren  •Integrierendes Verbinden der einzelnen Lerninhalte  •Sequentielle, sachlogische Organisation der Stoffdarbietung 
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  • Erklären Sie das Prinzip der progressiven Differenzierung •Prinzip der progressiven Differenzierung, indem die unterrichtliche Stoffdarbietung vom Allgemeinen zum Besonderen fortschreitet, z.B. mittels Regel-Beispiel-Regel-Technik:  1.Eine grundlegende Regel wird anhand einiger Beispiele illustriert (deduktives Prinzip)  2.Aus den Beispielen lässt sich leicht eine weitere Regel ableiten (induktives Prinzip) oder der Geltungsbereich präzisieren 
  • Von der Direkten zur Adaptiven Instruktion •Adaptivität ist keine eigene Lehrmethode und auch kein charakteristisches Merkmal der darstellenden Methoden, ABER  •Das Problem der Anpassung des unterrichtlichen Vorgehens an die oft sehr heterogenen Lern- und Leistungsvoraussetzungen ist zentrales Thema des Lehrens.  •Als adaptiv gilt Unterricht dann, wenn es gelingt, den vorhandenen Unterschieden in geeigneter Weise Rechnung zu tragen, v.a. durch Formen der Individualisierung bzw. Binnendifferenzierung und durch besondere Maßnahmen der lernprozessbegleitenden Unterstützung. 
  • Modell der Adaptation in pädagogischen Zusammenhängen (nach Leutner, 1992) •Adaptationszweck  –Fördermodell vs.  –Kompensations- bzw. Präferenzmodell  •Art einer Adaptationsmaßnahme  •Adaptationsrate (zeitlicher Abstand zwischen solchen Maßnahmen oder Entscheidungen)  Starke interindividuelle Unterschiede erschweren die Umsetzung der Lernzeitdifferenzierung unter den Bedingungen des Schulklassenunterrichts  Anpassung von Lernziel und/oder Lehrmethode auf die Lernenden  Mikro- vs. Makroadaptation 
  • Modell der Adaptation in pädagogischen Zusammenhängen (nach Leutner, 1992) •Adaptationszweck  –Fördermodell vs.  –Kompensations- bzw. Präferenzmodell  •Art einer Adaptationsmaßnahme  •Adaptationsrate (zeitlicher Abstand zwischen solchen Maßnahmen oder Entscheidungen)  Starke interindividuelle Unterschiede erschweren die Umsetzung der Lernzeitdifferenzierung unter den Bedingungen des Schulklassenunterrichts  Anpassung von Lernziel und/oder Lehrmethode auf die Lernenden  Mikro- vs. Makroadaptation 
  • Methode des programmierten Unterrichts nach Skinner Prototyp einer mikroadaptiven Maßnahme  •Aufteilung des Lerninhalts in kleine Einheiten, mit je einer einfachen Frage pro Einheit  •Schüler erarbeiten Antwort in eigenem Tempo  •Unmittelbare Rückmeldung auf Antwort  •Lerneinheiten sind nach 90/90-Kriterium gestaltet: 90% der Lernenden sollen 90% der Lernaufgaben richtig lösen können. 
  • Learning for Mastery (Bloom, 1976) •Konzept des zielerreichenden Lernens  •Basiert auf John B. Carrolls (1962) Überlegungen zur Bedeutsamkeit der aktiven Lernzeit für den Schulerfolg  •Individualisiertes, an die Lernvoraussetzungen angepasstes Lernen  „Alle Schüler schaffen es!“  •Zentrale Adaptivitätsmaßnahme: unterschiedliche Lernzeiten zur Bewältigung vorgegebener Lernaufgaben  Herausforderungen:  „Robin-Hood-Effekte“  „Zeitgeschenke“ müssen auch angenommen werden, nicht die zeitadaptiv zugestandene sondern die tatsächlich zielbezogen genutzte Zeit ist entscheidend 
  • Lernen durch Explorieren & Experimentieren •Eine Frage formulieren  •Hypothesen aufstellen (ein Ergebnis prognostizieren)  •Ein Experiment durchführen (auch über Computersimulation)  •Anhand der Ergebnisse eine Gesetzmäßigkeit erkennen  •Die entdeckte Gesetzmäßigkeit auf andere Situationen anwenden (Transfer) 
  • Methode des gelenkten kooperativen Lernens Fragestellungen zielen auf das Generieren interner & externer Verknüpfungen bzgl. neu präsentierter Lerninhalte:  •Was wäre ein Beispiel für …?  •Worin unterscheiden sich …?  •Was würde passieren, wenn …?  •Erkläre, warum …! 
  • Die Ausubel-Bruner-Kontroverse •Prinzipien eines offenen Unterrichts: Differenzierung, Individualisierung & Selbsttätigkeit  •Kritik: Das reine Entdeckungslernen sei  –ineffizient, weil zeitraubend;  –diskriminierend, wegen systematischer Benachteiligung der Lernschwächeren;  –unverantwortlich, weil materiale Wissensinhalte zugunsten des Erwerbs formaler Schlüsselqualifikationen vernachlässigt werden;  –Gefahr der Ausbildung sach-inhaltlicher Fehlkonzepte.  Fazit: explorierende Verfahren bedürfen einer behutsamen Lenkungskomponente, um ihr Potenzial entfalten zu können 
  • Nennen Sie drei Eigenschaften des kooperativen Lernens •Arbeit in Kleingruppen (2-5 Lernende)  •Aktives, selbständiges & soziales Lernen  •Lernerzentriert  •Sonderformen:  –peer-assisted learning (PAL) (dyadisch)  –peer learning (PL)  –peer tutoring (PT) 
  • Warum kooperative Methoden? •Soll helfen, nicht nur kognitive, sondern auch motivationale und emotionale Lernziele zu erreichen.  •Qualität & Anwendbarkeit des erworbenen Wissens soll verbessert werden.  •Entfaltung von sozialintegrativen Wirkungen 
  • Nennen Sie drei Basismerkmale des kooperativen Lernens 1.Positive Interdependenz  2.Individuelle Verantwortlichkeit  3.Förderliche Interaktionen  4.Kooperative Arbeitstechniken  5.Reflexive Prozesse 
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  • Geben Sie ein Beispiel für kooperative Methoden •Gruppenrecherche  •Skriptkooperation  •Gruppenrallye  •Gruppenpuzzle 
  • Beispiel: Skriptkooperation Cooperative Integrated Reading and Composition (CIRC; Stevens et al., 1987 •dient dem Üben von Lesen und Schreiben  •Es werden Gruppen gebildet, und Paare innerhalb der Gruppen, die zusammen an Texten arbeiten.  –Die Schüler lesen sich gegenseitig vor, treffen Vorhersagen über das Ende einer Geschichte, fassen zusammen etc.  –Bei dem Verfassen eigener Texte findet eine gegenseitige Beratung statt.  •Leistungsfeststellung findet in Quiz-Form statt, wobei die Schüler gegenseitig vorher einschätzen müssen, ob der Partner für das Quiz bereit ist.  •Belohnungen sind z.B. Zertifikate, die an die Gruppe als Ganzes verliehen werden. 
  • Beispiel: Gruppenpuzzle -Erste Phase Gruppenpuzzle:Stammgruppen,Erstinformation, Problemstellung -Zweite Phase:Expertengruppe,spezifische Themen -Dritte Phase:Stammgruppen,Gegenseitige Information über Arbeitsergebnisse -Vierte Phase:individuelle Wissensprüfung -Fünfte Phase:Evaluation und Integration
  • Fazit: kooperative Methoden Vor allem dann wirksam, wenn  •den Lernenden ein höheres Maß an Autonomie übertragen wurde und  •interdependente Belohnungssysteme eingesetzt wurden, also Gruppenbelohnungen auf Grundlage individueller Leistungsfortschritte.  Leistungsschwächere Schüler profitieren am meisten von heterogenen Lerngruppen,  durchschnittliche von homogenen Gruppen und  für leistungsstarke Schüler macht es keinen Unterschied, ob die Lerngruppe homo- oder heterogen zusammen gesetzt ist. 
  • Prozessmodell der Selbstregulation (nach Zimmerman, 1998) a) Beobachtung & Bewertung eigenen Lernverhaltens  -> b) Zielsetzung & strategisches Planen  -> c) Strategieeinsatz & Überwachung -> d) Bewertung der Effektivität des Strategieeinsatzes
  • Drei Schichten der Selbstregulation (nach Zimmerman, 1998) Regulation des Selbst Ziele & Ressourcen  Regulation des Lernprozesses  Metakognitives Wissen & metakognitive Strategien Regulation der Informations-verarbeitungsprozesse Kognitive Strategien Ziele & Ressourcen
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