Biologische Psychologie (Fach) / Bewusstseinszustand/Verlust (Lektion)

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  • Unterschied bzw. Zusammenhang zwischen Bewusstseinszustand und -Inhalt Zustand: Was man verliert, wenn man Bewusstsein verliert Inhalt: Was bewusst abgebildet wird: Gedanken, Objekte, Wünsche, Rezeptortypen.. Bewusster Zustand --> Voraussetzung für bewusste Inhalte 
  • Generelle Anästhesie = .... . Führt zu: Vollnarkose  Bwusstlosigkeit
  • Lokale Anästhesie hingegen bewirkt: verhinderung der bewussten Abbildung der Empfindung in derjenigen Körperpartie --> Potenziellen Bewusstseinsinhalt 
  • Unspezifische Prozesse/Strukturveränderungen Bei Bewusstsein sein, gleich was man erlebt. 
  • spezifische Prozesse und Strukturen die Inhalte meines Bewusstseins sind durch spezifische (ihnen entsprechende Strukturen oder Prozesse) definiert --> zb. Essen, Tischtennis 
  • Generelle Anästhesie: Wir bewirkt durch: Das führt dazu, dass.. Vielzahl chemisch völlig unterschiedlicher Wirkmechanismen Führt dazu, dass es keine allgemein Akzeptierte Theorie der Anästhesie gibt 
  • Vorschläge für Allgemeine Theorie der Anästhesie (4) 1. Herabsetzung erregender und Verstärkung hemmender Synapsen (Franks & Lieb, 1994) 2. Interferenz mit NMDA-Synapsen (Flohr et al., 1998) 3. Superschlaf (Lydic & Biebuyck, 1994) 4. Interferenz mit quantenmechanischen Prozessen (Hameroff, 1998) Keiner dieser Ansätze verweist auf einen spezifischen Angriffsort der Stoffe im Gehirn.
  • angenommene neuronale Grundlagen der generellen Anästhesie: Reduktion von Hirndurchblutung und Stoffwechsel  --> entgegen dieser Hypothese: Verschiedene Anästhetika weisen überlappende Wirkungsorte auf 
  • Wo liegen die überlappenden Wirkungsorte der generellen Anästhesie? Mesencephale Formatio Reticularis und medialer Thalamus 
  • Thalamus wird auch genannt Torhüter des Bewusstseins 
  • Was passiert im Thalamus während der Narkose? Dissoziation von Feedforward & Feedback-Schleifen als Ursache der Bewusstseinsveränderung unter Narkose.
  • Evidenz für die besondere Rolle von formatio retikularis und Thalamus bei der Aufrechterhaltung des bewussten Zustands spricht auch: - thalamo-cortikalen Wechselwirkungen unter Anästhesie beeinträchtigt - EEG: bei tiefer Anästhesie langsame, hochamplitudige Muster , die auf thalamo-cortikale Synchronisation hinweisen; - 3Hz elektrische Stimulation unspezifischer thalamischer Kerne (z.B. n.reticularis thalami) induziert bei neurochirurgischen Patienten Absencen, die denen ähneln, die bei epileptischen Anfällen auftreten.
  • Gedächtnis unter Vollnarkose: Weckphasen? Erinnerung an welche Reize? Unmittelbares Wecken nicht möglich, Erinnerung an auditorische Reize wird geprüft mit Wörterlisten --> Wortstammvervollständigungsaufgaben 
  • Welche Art von Tests wird zur Gedächtnisleistungsüberprüfung während der generellen Anästhesie genutzt? Neben  indirekten Tests wie Wortstammvervollständigungsaufgaben werden auch direkte verwendet. Der Patient muss aus vorgelegten Wortpaaren jeweils das auswählen, das ihm während der Operation vorgespielt wurde.
  • Ergebnis der Gedächtnisprüfungen (44 Studien, Meta-Analyse): von direkten und indirekten Tests Abruferfolg signifikant zwischen 12 stunden, zwischen 12-36 auch noch deutlich  bei längeren Intervallen als 36 Std kein Erfolg --> Abruferfolg hängt ab von zwischen Stimulation und Test vergangener Zeit 
  • Gedächtniserfolg unabhängig von? Bedeutung bzw. Semantik der Inhalte 
  • Wessen Experiment weist nach, dass es doch um Bedeutung geht bei der Gedächtnisleistung während Anästhesie? Wodurch? LEVINSON, OP-Krisen-Vortäuschung, unter Hypnose nach einem Monat 40% wortwörtliche Wiedergabe, 40% Erinnerung, 20% Keine Erinnerung 
  • Ziele der Vollnarkose Anästhesie, Paralyse (Lähmung), Amnesie (Gedächtnis"Störung")  --> Bewusstseinsverlust nicht das zentrale Ziel 
  • Vier Haupttypen des pathologischen Bewusstseinsverlusts Koma, vegetativer Zustand, minimal bewusster Zustand, Locked-In-Syndrom 
  • Diagnose der 4 Haupttypen des pathologischen Bewusstseinsverlusts durch: 1) Verhaltensbeobachtung  2) Spontan-EEG/EKP 3) Messung des Hirnstoffwechsels 
  • Bei der Verhaltensbeobachtung, um die 4 Haupttypen des pathologischen Bewusstseinsverlusts zu diagnostizieren, nutzt man Welche Skala? Welche Faktoren unterscheidet diese? Glasgow Coma Scale (GCS) berücksichtigt  1) Augenöffnen 2) Motorik  3) Sprache 
  • Ursachen des Komas beinhalten ... metaolische, degenerative, toxische, traumatische Ursachen 
  • Merkmale des Komas: (Selbstbewusstsein, Zyklisches Augenöffnen, Reaktives Augenöffnen, Motorische Antworten, Sprachliche Äußerungen, Schmerzerleben, Spontane Atmung, EEG, Hirnstoffwechsel) Zustand andauernder Bewusstlosigkeit, ähnelt reglosem Zustand Selbstbewusstsein: nein Zyklisches Augenöffnen: nein Reaktives Augenöffnen: nein A1 Motorische Antworten: nein B1 Sprachliche Äußerungen: Grunzen C2 (Grunzen) Schmerzerleben: nein Spontane Atmung: schwach EEG: d, t (Delta, Theta)  Hirnstoffwechsel: 50%
  • Vegetativer Zustand beginnt, wenn der komatöse Zustand nicht innerhalb von .... Wochen behoben ist durch ... oder .... . Vegetativer Zustand beginnt, wenn der komatöse Zustand nicht innerhalb von 8 Wochen behoben ist durch Tod oder Erholung.
  • Merkmale des Vegetativen Zustands (Selbstbewusstsein, Zyklisches Augenöffnen, Reaktives Augenöffnen, Motorische Antworten, Sprachliche Äußerungen, Schmerzerleben, Spontane Atmung, EEG, Hirnstoffwechsel) Wach/Schlafphasen keine willkürlich auftretende Aktivität  Selbstbewusstsein:  nein Zyklisches Augenöffen:  ja Reaktives Augenöffnen:  ja Motorische Antworten: ja (B4) Sprachliche Äußerungen:  Wortsalat Schmerzerleben: nein Spontanatmung:  ja EEG: lokal a Hirnstoffwechselreduktion:  50-60%
  • Was beinhalten die Wachphasen des vegetativen Zustands? Augenöffnen: spontan oder auf Außenreize, Spontanatmung, verschiedene Reflexe, Episoden nicht-reflexiver Motorik, unverständlicher Wortsalat, Mimik
  • Was ist ein Ausschlusskriterium für die Diagnose von VZ? Beobachtung willkürlich erscheinender Aktivität 
  • Ursachen des VZ: Vielfältig sehr ausgedehnte bilaterale cortikale Zerstörung , thalamisch-hypothalamische oder tiefer gelegene Läsionen
  • Was ist eine Evidenz dafür, dass der bewusste Zustand bilateral angelegt ist? weder Zerstörung beider Schläfen-, beider Frontal-, beider Parietal- oder beider Okzipitallappen noch Entfernung einer Hirnhälfte führt zu Koma, doch wenn Thalamus/Hypothalamus ("Torhüter" des Bewusstseins) bilateral geschädigt sind, entsteht Koma/VZ
  • Infoverarbeitung im vegetativen Zustand anhand einer ..... von ... getestet. Fazit der Studie fMRT-Studie von Owen  Vergleichbare Aktivierungsmuster zwischen Zwei Vorstellungsaufgaben:  verbale Aufforderungen aufgenommen und so weit verarbeitet, dass tätigkeitsspezifische Muster im fMRT generiert wurden.
  • Minimaler bewusster Zustand: Kriterium relativ erhaltene Verhaltens- und Aktivierungsinseln 
  • Merkmale des Minimal bewussten Zustands: Zustand: MCS Selbstbewusstsein: ja Zyklisches Augenöffnen: ja Sprache: Wörter (passend) Motorreaktionen: ja Schmerzerleben: ja Spontanatmung: normal EEG: alpha, lokal gamma Hirnstoffwechselreduktion 40-50% - Prognose insgesamt Schlecht! 
  • Locked-In Syndrom: Wird wodurch verursacht? - Hirnstammläsion, die steuernde Kerne der vertikalen Augenbewegungen ausspart - durch die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), eine Degeneration der Motorneurone. 
  • Merkmale des Locked-In-Syndroms: 1) Bewusstsein, aber fast keien Handlung möglich  2) Steuerung der vertikalen Augenbewegungen noch möglich, sonst keine Motorreaktionen 3) I.d.R. keine Sprachliche Äußerung --> Kommunkation mühsam aber übr Computer-Brain-Interfaces möglich 4) Intakt: Selbstbewusstsein, zykl. Augenöffnen oder reaktives Augenöffnen, Schmerzerleben, Spontanatmung EEG: Fast normal Hirnstoffwechselreduktion: bis 25%
  • Was ist die Langzeitprognose von Locked-In Geringe Erholungschancen 
  • Einige der Bewusstseinsverlust-Zustände können auch als .... klassifiziert werden. dissoziativ