Sozialpsychologie (Fach) / Sozialpsychologie (Lektion)

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Sozialpsychologie

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  • Kann Erregung, die durch emotionale Ereignisse hervorgerufen wird nichtemotional attribuiert werden? Ja
  • Wo kann das Wissen darüber, dass Erregung, die durch emotionale Ereignisse hervorgerufen wird nichtemotional attribuiert werden kann, gewinnbringend angewendet werden? z.B. in der Therapie⇒ fehlangepasste emotionale Reaktionen einschätzenBeispiel:Personen mit leichten Schlafproblemen schlafen nach Placebo (Erregung) besser ein⇒ Attribution der Schlafprobleme auf externe Ursachen⇒ Änderung von Attributionen als therapeutisches Mittel
  • Was sind Attributionsverzerrungen nach Jones & Harris? Wohin werden Attributionen "verzerrt"? Systematische Verzerrungen bei der Sammlung von Daten zur Erklärung von Verhalten Attributionen von Verhalten stärker auf Dispositionen, als auf Situationen
  • Was sind Ursachen für Attributionsverzerrungen nach Jones & Harris, 1967? Ursachen: Situative Einflüsse schwerer zu bemerken Annahme, dass andere die eigenen Überzeigungen teilen (falscher Konsensus) Dispositionen als Erklärung kognitiv einfacher
  • Welche Annahmen hatte Ross et al. vor seiner Studie zu Attributionsverzerrungen zugunsten von Dispositionen? Annahmen: durch soziale Rollen haben Personen unterschiedliche Kontrolle in Situationen(Dozenten können bspw. fragen, was sie selbst gut wissen) Diesen Situativen Einflüssen wird bei der Attribution zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet⇒ Personen mit mehr Kontrolle wirken klüger
  • Wie war das Design, der Studie von Ross et al. zu Attributionsverzerrungen zugunsten von Dispositionen, 1977? Design: Versuchspersonen in Paare aufgeteilt: Fragender / Kanditat Allgemeinwissensquiz Fragende sollten sich 10 schwierige aber, machbare Fragen ausdenken Einschätzung des Allgemeinwissens nach dem Quiz⇒ Fragenden wurde von Kanditaten und Beobachteten höheres Allgemeinwissen unterstellt (Ergebnisse s. Abb.)
  • Wovon ging man früher im Kontext der Korrespondenzverzerrung aus? Inwiefern ist man heute schlauer? Früher: Fundamentaler Attributionsfehler⇒ nicht immer Schluss auf Persönlichkeit Sondern: Verzerrung ist abhängig von Salienz
  • Welche zwei Phasen beschreibt das Zwei-Phasen-Modell von Trope & Gaunt, 2000 im Kontext der Korrespondenzverzerrung? Verhaltensidentifizierung Kontrollierter Prozess der Hypothesenprüfung⇒ nimmt Ressourcen in Anspruch und ist bei kognitiver Belastung oberflächlich⇒ Saliente Information häufig personenbezigen
  • Worauf wird jeweils Erfolg bzw. Misserfolg der Selbstwertdienlichen Attributionsverzerrung zufolge zurückgeführt? Warum Attribuieren Handelnde tendenziell selbstwertdienlich? Erfolg: Begabung, Anstrengung Misserfolg: Schwere der Aufgabe⇒ positives Selbstbild
  • Im Austausch mit was konstruieren und interpretieren wir unser Selbst / unsere Identität? im Austausch mit dem sozialen Kontextbspw. wie wir uns anziehen, mit wem wir reden, was wir bei Facebook posten etc
  • Ist die Konstruktion des Selbst / unserer Identität ein subtiler Prozess? Ja, meistens
  • Was sind die Grenzen der Konstruktion unseres Selbst? Grenzen dieser Konstruktion: Biologische Merkmale Soziale Normen und Erfahrungen Fähigkeiten
  • Als was kann das Selbst gesehen werden? Selbst als Subjekt⇒ Aktiv, handelnder Teil des Selbst⇒ Anpassung der Lebensumstände Selbst als ObjektÜberzeugungen und Gefühle über das Selbst ⇒ Selbstwertgefühl
  • Was sind Strategien gemaß dem Selbstaufwertungsmotiv unseren Selbstwert zu erhöhen? Selbstwertdienliche Attributionen (Erfolg/Misserfolg) Selbstaufwertende Informationsverarbeitung Basking in reflected Glory
  • Wozu ist Introspektion hifreich? Wozu ist sie weniger hilfreich und warum? hilfreich: um zu wissen was wir fühlen und denken weniger hilfreich um herauszufinden, warum wir etwas fühlen und denken Nicht alle potenziellen Ursachen für Verhalten können  bewusst gemacht werden ungewollte Gedanken werden aus Gedächtnis ferngehalten, haben aber trotzdem Einfluss⇒ stereotype Normen Menschen neigen dazu, ihre positiven Eigenschaften und Kontrollmöglichkeiten zu überschätzen⇒ positiv, weil motivierend aber schlecht für Selbstbeobachtung
  • Was ist eine soziale Quellen der Selbsterkenntnis nach Festinger, 1954? sozialer Vergleich
  • Was sind die Grundannahme der Theorie der sozialen Vergleiche von Festinger, 1954? Grundannahmen der Theorie der sozialen Vergleiche Menschen haben das Motiv, ihre Fähigkeiten und Meinungen zu bewerten Vergleichen sich mit anderen Personen, wobei "objektive" gegenüber sozialen Kriterien bevorzugt werden(⇒ tatsächlich?) Vergleich eher mit Personen, die ähnliche Fähigkeiten und Meinungen haben wie wir selbst Menschen sind motiviert eigene Fähigkeiten zu verbessern
  • Wie wurde untersucht, ob Menschen eher objektive oder eher soziale Kriterien haben, wenn sie sich mit Anderen vergleichen? Was waren die Ergebnisse? Design: manipuliert: Feedback über ästhetisches Urteilsvermögen Bedingung 140% korrekte Antworten / 60% korrekte Antworten Bedingung 220% über Durchschnitt / 20% unter Durchschnitt AV: Aufgabenwahl, um 10 Dollar zu gewinnena) 20 weitere Ästhetikaufgaben Gewinn bei über 50% richttig b) 20 mal Roulette spielen Gewinn bei mind 50% rot Annahme: bei rein objektiver Wahl sollten Versuchspersonen, die überdurchschnittlich viele Aufgaben gelöst haben, weitere Ästhetikaufgaben wählen, andere eher Roulette Ergebnisse (s. Abb) ⇒ Wahl der Aufgabe teils irrational und eher von sozialem Vergleich, als     von objektiven Kriterien abhängig
  • Wozu dienen soziale Vergleiche? Zweck sozialer Vergleiche: Verbesserung des Selbst ⇒ Fähigkeiten Einschätzung des Selbst ⇒ Selbsterkenntnis Erhöhung des Selbstwertgefühls ⇒ Motivation
  • Wie erklärt eine Studie von Medevc et al., 1995 die verschiedene wahrgenommene Glücklichkeit von Bronzemedallien-/Silbermedalliengewinnern? Bronzemedailliengewinner wirken glücklicher als Silbermedalliengewinner Vergleich mit Verlierern ⇒ downward comparison ⇒ Self-Enhancement Silbermedalliengewinner wirken unglücklicher als Bronzemedalliengewinner Vergleich mit Gewinnern ⇒ upward camparison
  • Woraus setzt sich ein Selbstkonzept zusammen? Was tut es? Selbstkonzept kognitive Repräsentationen unserer Überzeugungen über unser Selbst gibt Erfahrungen Kohärenz und Bedeutung
  • Was sind Selbstschemata? Selbstschemata Elemente des Selbstkonzepts Mentale Strukturen, die helfen Erfahrungen zu organisierenbspw. Offenheit, Leistungsorientierung
  • Auf welche Art und Weise beeinflussen Selbstschemata Markus, 1977 zufolge die Verarbeitung von Informationen? Markus, 1977 zu Selbstschemata bestimmen wie Informationen verarbeitet werden Schemakongruente informationen schneller erkannt und als relevant wahrgenommen Selbstreferenz: Informationen, die mit Selbst zusammenhängen, werden gründlicher und tiefer verarbeitet
  • Was ist das Arbeitsselbstkonzept? Arbeitsselbstkonzept Teil des Selbst, der in einer Situation aktiv ist und Verhalten beeinflusst
  • Wie wird ein Arbeitsselbstkonzept aktiviert? Aktivierung Arbeitsselbstkonzept: Aufsuchen entsprechender Situation Salienz besonderer Merkmale in einer Situation = Distinktheit⇒ individuelle Unterschiede
  • Welche Negativen affektiven Konsequenzen hat eine Diskrepanz zwischen tatsächlichem Selbst und angestrebtem Idealselbst? Negativen affektiven Konsequenzen Traurigkeit Enttäuschung Frustration Depression
  • Welche Negativen affektiven Konsequenzen hat eine Diskrepanz zwischen tatsächlichem Selbst und Soll-Selbst? Negative affektive Konsequenzen Sorge Angst Schuldgefühle
  • Was ist Selbstwertgefühl? Worauf basiert es? Was steuert es? Selbstwertgefühl Gesamtbewertung von uns selbst auf einer positiv-negativ Dimension basiert auf Selbsteinschätzung in verschiedenen Bereichen und steuert diese:⇒ Personen mit positivem Selbstwertgefühl halten sich bspw. eher für     intelligent, liebenswert etc.
  • Als was kann das Selbstwertgefühl betrachtet werden? Wie sind die Unterscheidungen jeweils gekennzeichnet? Selbstwertgefühl als ... Trait ("Selbstwert")⇒ relativ stabil, mit altersbedingten Schwankungen State ⇒ temporärer Zustand, abhängig von Kontexteinflüssen (bspw. Erfolg/Misserfolg)
  • Womit maß Rosenberg, 1965 "Selbstwertgefühl"? Was genau wurde gemessen? Wie war die Operationalisierung? Rosenberg Self-Esteem-Skala (RSES, Rosenberg, 1965) Golbales Selbstwertgefühl als stabiles Persönlichkeitsmerkmal (trait) 10 Items, Score von 10 bis 40 "Alles in allem bin ich mit mir selbst zufrieden" "Ich fürchte, es gibt nicht viel, worauf ich stolz sein kann" etc. Hohe Werte ⇒ höheres Selbstwertgefühl typischer Mittelwert um 30 (Schmitt & Allik, 2005: M = 30,85, SD = 4,82) State Messungen durch Anpassung der Items möglich "Ich fürchte, es gibt nicht viel, worauf ich im Moment stolz sein kann"
  • Nenne Beispiele, durch die das Selbstwertgefühl beeinflusst werden kann! Was wiesen Crocker & Wolfe, 2001 diesbezüglich nach? Erfolg im Studium / Beruf Aussehen Soziale Eingebundenheit etc.Crocker & Wolfe, 2001: Aspekte sind unterschiedlich wichtig für Individuen!⇒ Wichtigkeit der Aspekte beeinflusst Effekte auf das Selbstwertgefühl
  • Wie war das Design in der Studie von Crocker er al., 2002 zum Zusammenspiel von Trait-Selbstwertgefühl und State-Selbstwertgefühl? Was waren Ergebnisse? Studie zum Zusammenspiel von Trait-Selbstwertgefühl und State-Selbstwertgefühl: VP: 37 Bewerber auf Graduiertenschule Variablen: RSES (Traits) Contingence-of-self-worth-Measures RSES-State-Version regelmäßig über 2 Monate "natürliche Manipulation": Mitteilung über Annahme / Ablehnung durch Graduiertenschule ⇒ Auf Selbstwertgefühl von Studierenden, deren Selbstwert auf akademischen Leistungen aufbaut, wirken entsprechende Erfolge/Misserfolge stärker auf das Selbstwertgefühl (Ergebnisse s. Grafik)
  • Aus was setzt sich das Selbst zusammen? Selbst setzt sich zusammen aus: persönlicher Identität ⇒ Ich als Individuum sozialer Identität ⇒ Ich als Teil der Gruppe⇒ Saliente Identität kann das Selbstkonzept beeinflussen
  • Wie war das Design in Lenningers Studie zu sozialer Identität und akademischem Selbstkonzept, 2015? Was waren Ergebnisse? Lenningers Studie zu sozialer Identität und akademischem Selbstkonzept, 2015 VP: 366 Studierende mit nichtakademischem Hintergrund UV: Salienz der Identität als Person / Studierende / Nichtakademiker AV: akademisches Selbstkonzept (Skala: 1-7)⇒ Akademisches Selbstkonzept der Studierenden mit sozialer Identität: Nichtakademiker gegenüber Studierenden mit sozialer Identität: Studierende signifikant "geringer"  (Ergebnisse s. Grafik)
  • Was ist "basking in reflected Glory" nach Cialdini et al., 1976? basking in reflected Glory Darstellung der Zugehörigkeit zu erfolgreichen Anderen zur Selbstaufwertung
  • Was Ergaben Feldstudien mit Studierenden in US-Colleges zu "basking in reflected Gloy"? Nach Sieg der Heimmannschaft:⇒ vermehrtes tragen von Teamfarben⇒ von Team wird vermehrt als "wir" gesprochen
  • Warum werten wir uns selbst auf? Selbstaufwertung korreliert positiv mit psychischer und geistiger Gesundheit Postiver Selbstwert hilft im Umgang mit Bedrohungen des Selbst⇒ Self-Affirmation, Steele, 1988⇒ Terror-Management-Theory, Gutenberg et. al, 1997
  • Was besagt die Soziometer Theorie von Leary et. al., 1995? Zu welchen Ergebnissen kamen diesbezügliche Metaanalysen von Blackhart et al.? Soziometer Theorie, Leary et al., 1995 Selbstwertgefühl resultiert aus wahrgenommener Anerkennung / Ablehung durch andere und informiert uns so über unseren sozialen Status Metaanalyse von Blackhart et al. ⇒ kaum Effekte von sozialem Ausschluss auf negativen Selbstwert
  • James, 1890 sieht das Selbst als Subjekt. Wie ist diese Perspektive gekennzeichnet? Selbst als Subjekt⇒ aktiv⇒ Einfluss auf Umwelt⇒  ermöglicht Reflexion und effektive Handlungsplanung
  • Was besagt die Theorie der objektiven Selbstaufmerksamkeit von Duval und Wicklund, 1972? Theorie der objektiven Selbstaufmerksamkeit Selbstfokus steigt ... unter angenommener Beobachtung in der Öffentlichkeit wenn man sich selbst sieht Selbstfokus führt zu stärkerer Orientierung an sozialen Normen⇒ emprisch sehr gut bestätigt!    (erhöhte Anstrengung, Vermeidung sozial unerwünschten       Verhaltens etc.)
  • Was besagt die Theorie der Selbstregulation? Theorie der Selbstregulation Selbstregulation = Kontrolle und Lenkung des eigenen Verhaltens zur Zielerreichung Ziele (entsprechen selbstregulatorischen Sollwerten) auf unterschiedlichen Niveaus
  • Was sind der Theorie der Selbstregulation zufolge jeweils Systemkonzepte, Prinzipien, Programme (Skripte) und Spezifische Abfolgen? Theorie der Selbstregulation Systemkonzepte Charakteristische Merkmale Ideal-Selbst Soll-Selbst Prinzipien Globale Verhaltensbestrebungen Leitvorstellungen Werte Programme/Skripte Spezifische Verhaltensweisen Spezifische Abfolgen motorische Handlungsabläufe, meist ohne bewusste Überwachung
  • Wann ist Selbstregulation besonders erfolgreich? bei abstrakten Zielen (höheres Niveau)⇒ stärkerer Belohnungsaufschub⇒ stärkere Fokussierung
  • Wie verhält es sich mit der selbstregulatorischen Stärke beim Halten von Diaten oder der Aufgabe zu Rauchen? ⇒ Umsetzung selbstregulatorischer Sollwerte in Handlungen häufig schwierig
  • Wann kommt es im Kontext der Selbstregulatorischen Stärke laut Muraven & Baumeister, 2000 zu Selbsterschöpfung? Wann bleibt diese aus? Selbsterschöpfung beispielweise durch... Aufmerksamkeit auf verschiedene Bereiche und/oder anhaltende Nutzung bleibt aus, bei regelmäßiger Rückmeldung und Verbesserung der Selbstaufmerksamkeit
  • Was zeigte Baumeister, 1984 bezüglich des Zusammenhangs von Selbstfokussierung und Leistung? choking under pressure unter starkem Leistungsdruck zeigen gut trainierte Sportler z.T. schlechte Leistungen (⇒ hohe Selbstfokussierung) Aufmerksamkeit auf das Verhalten unterbricht die routinierte Handlung
  • Wie kann es im Kontext kontraproduktiver Selbstregulation zum Verharren in negativen Emotionen kommen? Was ist ein Ausweg? Verharren in negativen Emotionen nichterreichen eines Sollwerts ⇒ negativer Affekt viele Rückschläge ⇒ Fokus auf Defizite ⇒ Depression Ausweg: Auflösen von nichterreichbaren Zielen Beenden der Selbstregulation
  • Soziale Kognition ist ein übergreifendes Gebiet innerhalb der Sozialpsychologie. Zu welchen Bereichen gibt es Bezüge? Bezüge zu ... Einstellung Soziale Wahrnehmung Selbst Vorurteile und Stereotype
  • Was ist Kategorisierung? im Kontext automatischer Aktivierung Kategorisierung Tendenz Menschen und Objekte aufgrund gemeinsamer Merkmale in diskrete Gruppen einzuteilen
  • Was sind Schemata? im Kontext automatischer Aktivierung Schematakognitive Strukturen, mit wissen über Objekte oder Personen bestimmter Kategorien und damit zusammenhängende Erwartungen
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