Biologische Psychologie (Fach) / BP - Sucht (Lektion)
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Grundlagen
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- Was ist Sucht? - Erlernte/nichthomöostatische Motivation ( ungleich Hunger/Durst/Thermoreglation) - Erst wenn die Einnahme einer Substanz oder die häufige Wiederholgung eines Annäherungsverhaltens mit der sozialen Anpassung einer Person stört, spricht man von Abhängigkeit - An Aufrechterhaltung sind neurochemische Vörgänge im ZNS beteiligt - Kontext Abhängig: von sozial-kulturellen Normen bedingt - Genetische Anlage
- Substanzmissbrauch: Schutzfaktoren (3) und Risikofaktoren (3) Schutzfaktoren: 1)Starke und positive Familienbande 2) Schulerfolg. Starke Bindung an Institutionen 3) Soziale konventionen und Normen betreffen Drogen und Substanzen werden eingehalten Risikufaktoren: 1) Chaotische häusliche Umgebung (Eltern) 2)Extrem aggressiv oder scheu in der Schule; schlechte Schulleistung 3) Mangel an sozialen Fertigkeiten; Akzeptanz von Substanzmissbrauch in Familie/Schule/soz. Gemeinschaften
- Zwei-Komponentenmodell der Motivation -Ablauf - Sucht=Summe zweier gegensatzlicher hedonischtischer Vorgänge - Jeder affektive Reiz hemmt die hedonischtische gegensatzliche Reaktion auslöst - Darbietung eines affektiven Reizes - a-Prozess: positives Gefühl + aktiviert die gegensatzliche b-Prozess -b-Prozess: weist die umgekehrte hedonischtische Qualitöt von a auf, hat aber längere zeitiliche Latzenz und langsame Wirkungszeit (Steigt langsamer an) - beide Signale werden in den Summator eingegeben - addition der beiden Siganale (b ist negativ) - aktuelle Verlauf und Intesivität des Verstärkers wird bestimmt - a-Prozess bleibt bei Wiederholung konstatn, b-Prozess wird aber verstärkt
- Zwei-Komponentenmodell der Motivation -Grundidee - hypothetische Prozesse im Organismus wiededr, die bei Darbietung eines Reizes ablaufen, der postive oder negative emotionale Qualität aufweist: Hedonistischen Qualität eines Reizes - es handelt sich um ein negatives Feedforward-System, dessen Funktion darin besteht, die Intensität affektiver Aktivierung innerhalb tolerabler Grenzen zu halten: Zwei hemende Prozess (A und B) kontrollieren einen Summator, der bestimmt die Richtung und die Stärke des Emotions, der Motivation oder der Verstörkerwerts
- Sucht als Entzugsvermeidung + Konteztabhängigkeit von Sucht - Sucht wird in Gang gesetzt durch Wiederholgung des a-Prozesses während des b-Prozesses. +- Beide Prozesse werden an kurz vorher und gleichzeitig dargebotene Reize (Situation usw) klassisch konditioniert - Erwartungsprozesse, die auf klassischer Konditionierung beruhen und konditionerte Reize, die entweder positive (Lust) oder negative ("Entzug") Empfindungen auslösen, halten die Abhängikeit direkt
- Sucht als kompensatprische klassische Konditionierung? - Bei Abhängigkeit und Toleranz muss beachtet werden, dass bei einigen Substanzen kompensatorische konditionierte pharakologische Reaktionen auftreten (Überdosis...; Umgebungseffekte!!) - kann wie Entzugsvermeidung einen Suchtzyklus mit Toleranzentwicklung in Gang setzen. Dabei wird die erwartete" kompensatorische Gegensatzreaktion in Gegenwart der konditionierten Hinweisreize durch erneute Dorgeneinnahme neutralisieren
- Mögen (Freude) VS Möchten (Verlangen) - Vor einnahme: leicht positive affektiver Zustand und entsprechender Anreizwert der Konteztreize vor - Erste Drogen- oder Substanzeinnahme - Positive Verstärkungssystem bewiken Euphorie und gleichzeitig wird die Aufmerksamkeit selektiv auf die dabei gegenwartigen Reize gerichtet - Beim Wiederholten Einnahme - die Reaktion auf dieselbe Dosis verändern (a+ (-b) Prozess!!) -Postive Effekt ist durch TRoleranz (Neuroadaption) reduziert oder auch bei manchen Drogen unverändert - Mit der Einnahme assoziativ verbunden Reize haben nun einen hohen Aufmerksamkeits-Anreizwert, was auf Sensitivierung des Dopamissuystems zurückzuführen ist - ALSO: Während der positive Verstärkereffekt langsam abfällt, steigt der Anreizwert für einen positiven Verstärker mit Wiederholung!
- Theorie der Suchtentstehung - Über die Zeit wenig vernderungen ABER die Mechanismen sind besser definiert - b-Prozess deutlich stärker als a-Prozess - Die RIchtung der Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Reiz wird von Gedächtnisprozesse gesteuert - Die Aktivierung des dopaminergen Anreizsystem oder auch Belohnungsvorhersage-Fehler-System wird duch bestehende Trieb zu Stande mitbestimmt - Drogen können jedes der beden Systeme, das positive Verstörekrsystem und das Anreizsystem direkt und unabhängig voneinander reizen, wodurch Verlangen oder pos. Empfinden getrennt aktiviert werden können - Diese Mechanismen sind für alle gelernten motivierten Verhalten gleich! Kreuztoleranz (Zb: Anreizwert und Toleranz ("Gewöhnung) an eine bestimmte Substanz (zb Morphin) auch dazu führt, dass man sich an eine andere Subzstanz (Zb: Alkohol) "gewöhnt", ohne diese eingenommen zu haben.
- Pleasure-center (Zentrum der Freude) - Grundwissen (4) -Reizung des emsolimbischen Dopaminsystem ("positives Belohnungsystem") - ist entscheidend an der Entstehung der Emotion "Freude"beteiligt. Aber auch zahlreiche Drogen wie Poioide, Alkohol oder Nikotin - kann zu anhaltender elektrischer Selbstreizung bis zur Ershcöpfung führen - Die gemeinsame Endstrecke allen Strebens stellt das postive Verstärkungssytem des Gehirns dar
- Pleasure-center (Zentrum der Freude) -Funtionen (7) - Motivation - Stimmung (Freude, Euphorie) - Motorische Funktion "Fine-Tuning" - Gedächtnisverarbeitung - Zwang - Schlaf - Wahrnehmung
- Allgemeine Rolle der Striatum (2) Rolle in Dopaminsystem (1) - Ein Teil der Basalganglien - Eingangsstation der Basalganglien und Bestandteil bedeutscamer neuronalen Regelkreises: •exekutive Funktionen •zusammenwirken von Motivation, Emotion, Kognition und dem Bewegungsverhalten auf neuronaler Ebene realisieren Rolle in Domaninsystem: - projizierung die glutamatergen Fasern vom Kortex, die das Signal auf die motorischen Efferenzen zum Kortext übertragen
- Nucleus accumbens - Rolle im mesolimbsichen System - Rezeptoren ? - Zentrale Rolle im mesolimbischen System, dem "Belohnungssystem", des Gehrins sowie bei der Entstehung von Sucht - Endstrecke des mesolimbischen Dopaminsystem - befinden sich Vielzal von Dopamin-Rezeptoren, nach ihre Stimulierung lösen sie ein Glücksgefühl aus - Viele Droken wirken auf den Ncl.Accumbens
- Kokainmissbrauch (3) - Amygdala? - Chronische Suchtentwicklung - Stoffwechel? - Die Aktivierung de Amygdala SINKT bei Kokain gabe, u.a Drogen, was mit der Abnahe negativer Furchtgefühle und Stressreduktion einhergeht - Im laufe der chronischen Suchtentwicklung werden die Dopamin-D2-Rezeptoren abnehmen, was mit dem Anstieg der zwanghaften Drogensuche führ - Stoffwechelabnahme im Orbitofrontalkortex bei Süchtigen: Aufhebung von hemmender Kontrolle und soziopathisches Verhalten könnte darauf zuückgehen
- Suchtverlauf - Akute (2) und chronische Einnahme (3) - Dauer Akute Einnahme: positive Verstärkerung ("Freude")- Aktivierung von G-Protein, die eine reduzierte cAMP (Second-messenger) Proteinkinase bewirkt- Aktivierung der mesolimbisches DopaminDauer: Minuten bis Stunden Chronischer Einnahme: Toleranz ("Gewöhnung"), Sensibilisierung, "Abhängigekit" (exponentieller Anstieg von Anreiz-Motivation- radikale Veränderung des intrazellulöre Milieu- Aadenylatzyklase steigt, wie auch cAMP steigt- Transkription steigt(- führt zu erhähter Aktivität des geneitschen Apparates de beteiligten Zellen und erhöhter Erregbarkeit mit cAMP-Anstieg. Die subkotikaen DA-Zellen schrumpfen und die D2-Aktivierbarkeit sink)Dauer: Tage bis Jahre
- Suchtverlauf - Kurzzeitabstinenz (lühiajaline karskus) (4) und Langzeitabstinenz (2) - Dauer! Kurzzeitabstinenz: Entzug- Aktivierung der Glutamaterge - Aktivierung der Noradrenerge- Hemmung der Dopaminerge und 5HTerge- Eröhte CRF ausschüttungDauer: Stunden bis Tagen Langzeitabstinenz: Verlangen, Rückfall (durch Stress oder positiv konditionerten Reiz induziert)- synaptischer Umbau (Lernen und Gedächtnis)- Eröhte Stresshormone/CRF ausschüttung, veränderte GeneexpressionDauer: Tage bis Jahre
- Belohnende Substanzen (4) Opiate: Nur 2Rezeptoren wrken verstärkend Kokain: Hemmt Wiederaufnahme von Monoamine und führ so zu Anstieg von Dopamin, Serotonin und Noradrenalin in synatpischen Spalt Amphetamine (Speed, Ecstasy): Stimulieren Monoaminausschüttung Alkohol: Stimuliert GABA-Rezeptor-Funktionen und hemmt NMDA-GLutamatrezeptor-Funktionen
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- Suchtentstehung: Klassische (2) und instrumentelle (1) Konditionierung Klassische:- sowohl a- als auch b-Proess werden an kurz vrher und gleichzeitig dargebotene Reize (CS) konditoniert- CS löst Erwartun, Craving (Verlangen) aus Instrumentelle:- positive Stimmung (Entzugsvermeidung nach Drogeneinnahme als Verstärker) NB: Die kompensatorischen Reaktionen "bereiten" den Organismus auf die UCR, die von der Droge verursacht wird, vor, und verhindern somit erwartete extreme Schwankungen in einem homöostatischen System
- Opiod-System - Bestandteile (2) - Grundidee (4) - VTA (ventrales Tegmentum) - Funktion: Aktivierung des mesolimbischen Systems - SN (Substantia Nigra)_________________________________________________________- - chemische heterogene Gruppe von natürlicher und syntethischer Substanzen, die morphinartige Eigenschaften aufweisen und an Opioidrezeptoren wirksam sind - man unterscheidet körpereigene (endogene) Opioide, die eine Rolle bei der Schmerzunterdrückung im Rahmen der Stressreaktion spielenn - das Wirkspektrum von Opioiden ist komplex und sehr unterschiedliche. Die wichtigste Wirkung sit eine starke Schmerzlinderung + euphorischerende Effekte - Bei längerer Einnahme = Entwicklung der Abängigkeit
- Die Behandlung der Sucht (4) - Konfrontation mit Drogenreizen und Reaktionsbehandlung - Umgebungswechsel - Verabreichung von Morphinantagonisten - Aversionstherapie (basiert auf Prinzipien der Konditionierung. Unerwünschte Verhaltensweisen werden hierbei mit unangenehmen Reizen gekoppelt)
- Zentrales System des Sucht? - Dopaminäres System: SN, VTA über Striatum
- Modulatorische Systeme des Gehirns? (4) - Raphe Kerne - Serotonin (5HT) - Substantia Nigra - Dopamin - Locus Coeruleus - Noradrenalin - Nucleus Basalis - Accetylcholin
- Serotonin (5HT) - Produkitonsort - Funktionen - Ausschüttung - Rezeptorarten Produktionsort:- Magen-Darm-Trakt- Raphe-Kerne im Hirnstamm (ZNS) Funktionen:- Herz-Kreislauf-System- den Magen-Darm-Trakt- ZNS: Termoregulation, Schlaf, Stimmungsbeeinflussung (zB. depressive Verstimmung durch Serotoninmangel Ausschüttung:- Raphe nuclei (B1-4): Rückenmark- Raphe nuclei (B5-9): Pons- Cortex, Striatum, Cerebellum Rezeptorarten:- 7 Rezeptorfamilien 5-HT1- 5-HT7- Alle metabotrop ausser 5-HT3
- Serotonin - Genaue Aufteilung der Rezeptortypen (3) - Signalübertragung - Wirkung 5-HT1: - Signalübertragung: G-Protein-Wirkung: Hemmung der Adenylatcyclase 5-HT3:- Signalübertragung: Steuerung des Ionenkanals- Wirkung: Öffnung des Na+ und K+ Kanäle 5-HT4:- Signalübertragung: G-Protein- Wirkung: Aktivierung der Adenylatcyclase
- Dopamin - Produktionsort - Ausschüttung - Funktion (4) - REzeptorarten Produktionsort- Mittelhirn: SN, VTA Ausschüttung:- Dopaminerges System: Substantia nigra (A8-10): nigrostriatal (Striatum, Cortex), mesocortical (PFC), mesolimbisch (basales Vordehin, Amygdala) Funktion:- Störungen im Bewegungsablauf- exekutive Funktionen, Motivation, kognitive Störungen bei Psychosen- Schrizophrenie (Hlluziantionen)- Belohnungsystem Rezeptorarten:- D1-Gruppe (D1/ D5 Rezeptorengruppen): erstmal intrazellulöre Signalübermittlung über G-Protein - aktivierung Adenylatzyklase- D2-Grppe ( D2/D3/D4 Rezeptorgruppen): intrazelluläre Signalübermittlung über G-Proteine - hemmung der Adenylatzyklase - dadurch weniger cAMP hergestellt. Diese Gruppe wirkt generell auf die Zelle hemmend
- (Nor)adrenalin - Produktionsort - Ausschüttung - Funktionen - Rezeptorarten Produktionsort:- Locus Coeruleus (Formation Reticularis) Ausschüttung:- Von Locus Coeruleus zum Hippocampus, Basalganglien, Cortex, Rückenmark und Cerebellung Funktionen:- Stimmung, Arousal, Sexualverhalten Rezeptorarten:- 4 Subtypen - alle metabotrop
- Histamin - Produktionsort - Ausschüttung - Funktionen Produktionsort:-Tuberomammilärer Nucleus (Hypothalamus) Ausschüttung:- Cortex, Rückenmark Funktionen:- Arousal, Schlaf
- Acetylcholin: - Produktionsort - Ausschüttung - Funktionen Produktionsort:- Basales Vordehinr, vor allem Nucleus basalis (Meynert) Ausschüttung:- Hippocampus, Cerebellum Funktionen:- Aufmerksamkeit- Lernen- Gedächtnis
- Homöostatische Triebe? (3) - Durst, Hunger, Temperaturerhaltung, Schlaf - die Homöostaten sind im Hypothalamus - stellen die Antriebsenergie für Instinkte und gelerntes Verhalten zur Verfügung
- Nicht-homöostatische Triebe? (3) - Sexualität, Exploration, Bindung, Emotionen - werden in kritischen Phasen der Entwicklung gelernt - besitzen Variable oder zyklische Sollwert
- Motiviertes Verhalten benötigt Verstärkerung.... (2) - für seine Richtung (Annäherung - Vermeidung - Kampf) - und zur Entwicklung körpernähen Sinneseinstroms
