Rechtskunde (Fach) / Rechtskunde (Lektion)

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Prüfungsvorbereitung HEP

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  • 1.Persönliches Budget, Grundstruktur der Finanzierung zum „Sachleistungsdreieck“: Ab dem 1. Januar 2008 haben Menschen mit Behinderung einen Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget (PB). Der Mensch mit Handicap kann statt der bisherigen Sachleistung eine Geldleistung beantragen, mit der er sich Leistungen einkaufen kann. Diese Leistungen betreffen beispielsweise: • die Freizeitgestaltung • die Urlaubsplanung • den hauswirtschaftlichen Bereich
  • 2.Erklären des Begriffs Paradigmenwechsel. Wählen sie 2 der vorgegebenen Begriffe beispielhaft für den Paradigmenwechsel aus und erklären sie diese im Bezug mit der Praxis Als Paradigmenwechsel wird eine (oft radikale) Änderung des Blickwinkels auf ein wissenschaftliches Feld, auf dessen Paradigma, bezeichnet und dabei die Grundlage für eine Weiterentwicklung gegeben. Inklusion Die Forderung nach Sozialer Inklusion ist verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben oder teilzunehmen. Inklusion beschreibt dabei die Gleichwertigkeit eines Individuums, ohne dass dabei Normalität vorausgesetzt wird. a)      Empowerment: MmU sollen sich ihrer Stärken bewusst werden, sollen das Zepter selbst in die Hand nehmen. Sie selbst sind die Experten für ihre Lebenssituation. Professionelle Helfer sollen nur begleiten   b)      Selbstbestimmung: Unter Selbstbestimmung ist die Möglichkeit und die kognitive Fähigkeit eines Menschen zu verstehen, selbst Entscheidungen über sein Handeln, Verhalten und seinen Körper zu treffen. die Möglichkeit und Fähigkeit des Individuums ... frei dem eigenen Willen gemäß zu handeln. Sich bewusst für ein Verhalten zu entscheiden und ein Ziel anzustreben.
  • 3.Stellen Sie die Arbeitsfelder für HEPs vor Wohnen begleiten • Wohnheime • Außenwohngruppen (AWG ́s) • psychiatrische Einrichtung • ambulante Dienste, offene Hilfe • Seniorenzentren   Freizeit begleiten • Freizeitangebote • Urlaubsbegleitung • Erwachsenenbildung   Arbeiten begleiten • Werkstätten für behinderte Menschen • Tagesförderstätten   (integrative) Kindergärten  
  • 4.Sie sollen bei einer Messe den Beruf HEP und die Ausbildung an der Fachschule vorstellen. Was berichten sie -          Duale Ausbildung -          Vorpraktikum, 1.2.3 Ausbildungsjahr -          Verknüpfung Theorie mit Praxis -          Breit gefächert: pädagogische, medizinische, kreative Fächer -          Großes Arbeitsfeld: von Wohngruppe bis ABW/OH, Außenwohngruppe, HPF -          Individueller Ausbildungsplan Praxis u Schule -          Praxisdozent, direkte Anleitung durch Anleiter vor Ort -          Praxisaufgaben: BA, Projekt, Personenbeschreibung, Bedarfsanalyse -          Anspruchsvoll da umfassendes Wissen nötig um Menschen zu begleiten -          Praxis- und Thorieblöcke -          Begleitung von Menschen mit geistiger, körperlicher und psychischer Erkrankung -          HKL
  • 5.HKL- Modell, alle Begrifflichkeiten, 2 Handlungsfelder anhand von Praxisbeispielen erläutern Handlungsfelder Direkte: Assistenz, Begleitung, Beratung, Bildung, Erziehung, Förderung, Pflege Indirekte: Leitung und Anleitung, Management, Verwaltung, Recht, Sozialraumorientierung (Netzwerke, Öffentlichkeit) Zusammenarbeit ( Teams, Angehörige)   Assistenz: Der Assistenznehmer (Mensch mit Unterstützungsbedarf) bestimmt welche Hilfe er möchte, um selbstbestimmt leben zu können. Der Assistenzgeber (HEP) gibt die eingeforderte Unterstützung.  (Zukunftsplanung)     Förderung - Erhalten von Fähigkeiten und Fertigkeiten: Förderung – Erhalten von Fähigkeiten und Fertigkeiten zielt darauf ab, Menschen mit Unterstützungsbedarf zielgerichtete Angebote zu machen, um deren Entwicklung anzuregen bzw. den Entwicklungsstand zu erhalten. Förderung – Erhalten von Fähigkeiten und Fertigkeiten verstehen wir als einen Aspekt von Bildung.  
  • 6.Menschen mit….stellen sie die Begrifflichkeiten für Menschen mit Behinderung und deren Vor- und Nachteile vor. Was bedeutet dies für die Anrede mit Sie oder Du? People first: weg mit dem Begriff „geistige Behinderung“: • abwertend •Begriff macht schlecht    Begriffsammlung im Unterricht: Bewohner, Klient, Behinderte, MmU, Mongos, Kranke, Menschen mit Lernschwierigkeiten, Patient, Irre, Asoziale, Kinder, Missgeburt, Spastis   → Begriffe oft abwertend, defizitorientiert, nicht dem Alter entsprechend, beschränkend   Sie: professionell, Distanz, keine persönliche Beziehung, Respekt, andere Ebene Du:  persönliche Beziehung, üblich im Behindertenbereich  
  • 7.Herkunft der Berufsbezeichnung erläutern, kritische Stellungnahme zu den Wortbestandteilen, Alternative Namen für den Beruf HEP Vorschläge: ·         Heilerziehungspfleger/in ·         Fachkraft Behindertenhilfe ·         Sozialbetreuer ·         Teilhabemanager ·         Teilhabeexperte ·         Fachkraft für Teilhabe ·         Sozialpädagoge ·         Sozialpädagoge Fachrichtung Behindertenhilfe und Pflege ·         Sozialpädagoge Fachrichtung Inklusion ·         Sozialpfleger ·         Inklusionspädagoge   Begriff Heilerziehungspfleger stammt aus dem Jahr 1958. Damals gab es wenig erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung.   -Heilen: eine Behinderung ist keine Krankheit und muss nicht geheilt werden   -Erziehen: erwachsene Menschen muss man nicht erziehen, erziehen= der Erzieher gibt die Richtung vor. Es geht aber darum die Menschen eigene Entscheidungen treffen zu lassen und ihre Persönlichkeit entfalten zu lassen und ihnen bei der Verwirklichung von Träumen und Wünschen zu assistieren   -Pflege: Versorgung von Krankheiten  
  • 8.Der kompetente HEP: Kernkompetenzen, Kompetenzprofil BAG HEP, Grundidee der Kompetenzen, 2 Leitfäden des Kompetenzprofils: Was steht drin im Berufsprofil? Berufsbild Anwälte für die Interesse der Menschen mit Unterstützungsbedarf der Mensch mit Unterstützungsbedarf steht im Mittelpunkt den Mensch in seiner unverswechselbaren Persönlichkeit achten Menschen mit Unterstützungsbedarf unterstützen und assistieren bei Lebensgestaltung begleiten einfühlsam und wertschätzend handeln positive Zusammenfassung der Handlungsfelder   Arbeitsfelder es wird beschrieben, wo man alles arbeiten kann stationär teilstationär Tagesstruktur ambulanter Bereich Beratungsarbeit in der Weiterbildung Förderbereich/Fortbildung Freizeitgestaltung Management   Grundlegende Kompetenzen: Erziehung, Bildung Assistenz differenzierte Planung und Unterstützung von Entwicklungs- und Bildungsprozessen in aktuellen Lebensphasen Begleiten mit einem höheren Ziel: Autonomie und Selbstverantwortung professionelle Analyse und Reflexion der Biografie des Menschen mit Unterstützungsbedarf und den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten   Pflege und Assistenz ganzheitlicher Ansatz Klientenzentrierung: Selbstbestimmung, Selbstversorgung, Unabhängigkeit Pflege ist professionelle, konzeptionelle Lebens- und Altersbezogene kommunikative Hilfe Ziel: Gesellschaftliche Teilhabe mit Selbstbestimmung Pflegeverständnis aktualisiert sich immer wieder in der aktuellen Begegnung   Kommunikation und Zusammenarbeit unterschiedliche Formen der Kommunikation: gewaltfreie Sprache, Gebärdensprache, basale Kommunikationsformen Zusammenarbeit mit Angehörigen Zusammenarbeit im multi-professionellen Team Führungskompetenzen Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen Zusammenarbeit mit Vertretern des öffentlichen Lebens „HEPs sind die einzigen Fachkräfte in der Behindertenhilfe, die pädagogische, pflegerische und gemeinwesenorientierte Ansätze verbinden“  
  • 9.Stellen sie die Kompetenzen anhand von Praxisbeispielen vor Als Person handeln: in Eskalationssituationen auf sich selber achten, Grenzen des eigenen Handelns achten, Grenzen deutlich machen, ich bin dienstlich/professionell in Kontakt! Eigene Haltung reflektieren Bedürfnisse verstehen: Ausdruck „Kopfschmerz“ ist eigentlich Bedürfnisanzeige für Wunsch nach gemeinsamer Beschäftigung Ältere Frau, ja-nein-Kommunikation, dennoch starkes Bedürfnis sich mitzuteilen, Fachkraft muss sich in die Bedürfnisse hineinversetzen Kommunikation gestalten: Interne versus externe Kommunikation auf der Gruppe Angehörige Mitarbeiter, TFS-Kontakt... Verbale und nonverbale Kommunikation, UK Beziehung anbieten: in der Pflege angemessene Sprache gemeinsame Aktionen bieten Beziehungspunkte Handlungsräume erschließen: Menschen mit Unterstützungsbedarf ist in einen falschen Bus eingestiegen: Busfahrplan genauer erklären, gemeinsam Bus fahren, zunehmend selbständiger Teilhabe ermöglichen: Einkaufen: Barrieren unterbinden, In die Stadt begleiten Wirtschaftlich denken- personenorientiert handeln: Einschlußgenehmigung: rechtlich genehmigt, sauber dokumentiert Anleitung von Vorpraktikanten Wie viele Leute im Dienst Dienstplangestaltung: stimmiger Mitarbeitereinsatz, der auch noch den einzelnen gerecht wird Qualität sichern: FIL-Überarbeitung Tägliche Dokumentation Fortbildung von Mitarbeitern Dienstplan sichert Qualität Fachkräfte stellen Qualität sicher
  • 10.Kernaussagen der Behindertenrechtskonvention, wie erleben wir die Umsetzung in der Praxis? UN- Behindertenrechts-Konvention • Würde und Selbstwertgefühl zur Entfaltung bringen, Achtung vor Menschenrechten, Grundfreiheiten, Vielfalt •Chancengleichheit •Barrierefreiheit •inklusives Bildungssystem: eine Schule für alle •Teilhabe an der Gesellschaft •ihre Persönlichkeit, Begabung, Kreativität, körperliche und geistige Fähigkeiten entfalten können •keine Diskriminierung und Ausschluss •bestmögliche schulische und soziale Entwicklung •Verschiedenheit anerkennen •gleiche Rechte und Möglichkeiten für alle •Wahlfreiheit, Selbstbestimmung •gleiche ärztliche Behandlung •Recht auf Partnerschaft   Warum? Menschen mit Unterstützungsbedarf sind wie Frauen und Kinder besonders in ihren Menschenrechten gefährdet   Entstehung Übereinkommen und Zusatzprotokoll wurden am 13.12.2006 auf Ebene der Vereinten Nationen verabschiedet 3. Mai 2008 treten Konvention und Zusatzprotokoll in Kraft (mehr als 20 Staaten haben es ratifiziert) seit 26.3.2009 in Deutschland in Kraft     → Menschenrechte sichern → umfassende gesellschaftliche Teilhabe → Benachteiligungsabbau → Verschiedenheit anerkennen → gleiche Rechte und Möglichkeiten für alle   Felder Barrierefreiheit Wahlfreiheit – Wohnen Bildung Arbeit Rechte