Sozialpsychologie (Fach) / Sozialpsychologie Zusammenfassung (Lektion)
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- Prozessgewinne Soziale Kompensation Sozialer Wettbewerb Köhler-Effekt Kognitive Stimulierung
- Das entscheidende beim Asch-Versuch Entscheidend ist nicht, dass derjenige vor der Vp richtig antwortet, sondern den Mehrheitseinfluss zu Fall bringt. Denn auch wenn derjenige vor ihm eine falsche Lösung gibt (aber eine andere als die der Mehrheit!), antwortet Vp korrekt!
- Zunahme aggressiven Verhaltens? •Polizeiliche Kriminalstatistik: deutlicher Anstieg der jugendlichen Gewalttaten•Aber: Anstieg möglicherweise durch Veränderung des Anzeigeverhaltens oder der Verfolgungsintensität der Polizei?•Busch & Todt: 1993 – 2002 keine Zunahme•Verletzungen: –leichte Zunahme ab 1992/1993, nur an Hauptschulen –Verletzungsrisiko an Hauptschulen generell am höchsten –Verletzungsrate bei Jungen doppelt so hoch wie bei Mädchen
- Epidemiologie: Wie viele SuS werden Opfer von Bullying? •Grundschule: 27% der Schüler geben an schikaniert zu werden, und bei 8% ist anzunehmen, dass sie ein- oder mehrmals pro Woche schikaniert werden•Weiterführenden Schulen: ca. 14 % der Schüler werden manchmal und etwa 4% der Schüler ein- oder mehrmals pro Woche schikaniert•Ausmaß der Viktimisierung (v. a. durch physische Angriffe) nimmt mit zunehmendem Alter ab•Gewaltverhalten tritt bei Jungen und Mädchen auf –Jungen setzen sich eher physisch auseinander –bei Mädchen überwiegen indirekte Methoden: Gerüchte auszustreuen, erpressen, bedrohen, etc. –Jungen quälen v. a. Jungen; Mädchen quälen v. a. Mädchen Kaum eine Klasse hat kein Opfer!
- Gibt es eine altruistische Persönlichtkeit? −Korrelation zwischen Hilfeverhalten der gleichen Person in unterschiedlichen Situationen: r = .23 (Hartshone & May, 1929)−Persönlichkeit erklärt nur kleinen Teil prosozialen Verhaltens
- Einflussfaktoren, warum manche Menschen mehr helfen als andere --> Wichtige Persönlichkeitsmerkmale −Soziale Verantwortung−Empathie (Neigung zum Mitfühlen)−Internale Kontrollüberzeugung−Glaube an eine gerechte Welt
- Einflussfaktoren für Hilfeleistung 1.Geschlecht2.Alter3.Kultur4.Stimmung −Feel Good, Do Good −Schuldgefühle --> mehr Hilfe5.Stadt vs. Land: Urban Overload Hypothese6.Situation: Kosten, Zeitdruck, Bystander-Effekt
- Warum wird oft nicht geholfen? 1)Unsicherheit2)Pluralistische Ignoranz (kollektives Abwarten)3)Verantwortungsdiffusion4)Furcht, sich zu blamieren
- Förderung prosozialen Verhaltens •Materielle Belohnungen (?)•Attributionale Rückmeldungen (v.a. im Grundschulalter)•Trainings für Zivilcourage•Vorbilder•Wissen um „Bystander-Phänomen“
- Def. Sozialisation Sozialisation bezeichnet „den Prozess der Entwicklung eines Menschen in Auseinandersetzung mit der sozialen und materiellen Umwelt (‚äußere Realität‘) und den natürlichen Anlagen und der körperlichen und psychischen Konstitution (‚innere Realität‘).“
- Def. Erziehung •Erziehung umfasst „alle Handlungen (…), durch die Menschen versuchen, auf die Persönlichkeitsentwicklung anderer Menschen Einfluss zu nehmen.“(Hurrelmann, 2002)•„Erziehung zielt auf eine Förderung der psychischen Entwicklung von Menschen sowie die Vermittlung von gesellschaftlichem Wissen, Verhaltensregeln und Normen ab. Im Gegensatz zur Sozialisation beruht Erziehung auf einer pädagogischen Intention.“(Wild & Lorenz, 2009)
- Erziehungsstile von Lehrern und Erziehern 1. Autoritärer Leiter 2. Demokratischer Leiter 3. Laissez-faire Leiter
- Merkmale des autoritären Leiters –recht produktiv, aber Frust–Apathie / Abhängigkeit oder Aggressivität–Ablehnung des Leiters–Unterbrechung der Tätigkeit, wenn Leiter Raum verlässt
- Merkmale des demokratischen Leiters –gute Leistungen bei größerem Interesse für die Arbeit–hervorragende Atmosphäre, bereitwillige Kooperation–Beliebtheit des Leiters
- Merkmale des Laissez-Faire-Leiters –dürftige Arbeitsergebnisse–Schon früh Unzufriedenheit und Desinteresse
- Familiäre Einflüsse auf die Schulleistung 1. Status- und Strukturmerkmale der Familie 2. Prozessmerkmale der Familie
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- Strukturmerkmale •alleinerziehende Mütter / Väter•Scheidung•mütterliche Berufstätigkeit•Heimaufenthalte•Geschwisteranzahl•Geschwisterposition
- Prozessmerkmale •Erziehungsstil / Familienklima (autoritativ, Passung)•Leistungserwartungen (Helmke, Schrader & Lehneis-Klepper, 1991)•Modellverhalten•Hausaufgabenhilfe
- Der Ringelmann-Effekt Als Ringelmann-Effekt bezeichnet man die Tatsache, dass Menschen in der Gruppe eine geringere Leistung erbringen, als aufgrund der summierten Einzelleistungen zu erwarten wäre.
- Der Bystander-Effekt Unter Zuschauereffekt (auch Bystander-Effekt) versteht man das Phänomen, dass einzelne Augenzeugen eines Unfalls oder kriminellen Übergriffs mit niedrigerer Wahrscheinlichkeit eingreifen oder Hilfe leisten, wenn weitere Zuschauer anwesend sind.
- Verantwortungsdiffusion Verantwortungsdiffusion bezeichnet das Phänomen, dass eine Aufgabe, die offensichtlich zu tun ist, trotz genügender Anzahl und Aufmerksamkeit dafür geeigneter Stellen oder Personen nicht angenommen oder ausgeführt wird.
- Pluralistische Ignoranz Wenn ein Mensch sich in einer mehrdeutigen, schwer einschätzbaren Situation befindet und nicht weiß, was zu tun ist, schaut er sich danach um, was die anderen tun. Die Gruppe der Anwesenden übt auf ihre einzelnen Mitglieder informativen sozialen Einfluss aus. Wenn die anderen aber auch nicht wissen, was los ist, entsteht pluralistische Ignoranz.
- Bedeutung Validität Gültigkeit -->"Bildlichkeit", inwiefern der Test das misst, für was er stehen soll
- Bedeutung Reliabilität Zuverlässigkeit
- Primacy, Primäreffekt Der Effekt besagt, dass sich an früher eingehende Information besser erinnert wird als später eingehende Information.
- Primacy-Recency-Effekt Der Primacy-Recency-Effekt ist ein psychologisches Gedächtnisphänomen, welches dazu führt, dass früher (primacy) und später (recency) erfasste Information gegenüber anderer eingehender Information bevorteilt wird.
- Fundamentaler Attributionsfehler Tendenz von Beobachtern, Personen als Ursache für ihre Handlungen zu sehen --> Überbewertung von dispositionalen Faktoren bei gleichzeitiger Unterbewertung von situationalen Faktoren Grund:Aufmerksamkeit liegt vor allem auf Person, deren Verhalten wir erklären wollen, und nicht auf Situation
- Ultimativer Attributionsfehler Negatives Verhalten einer Fremdgruppe wird dispositional erklärt, positives Verhalten der Fremdgruppe wird durch externe Gründe erklärt (Situation, Glück...)
- Konsistenzinformation Vergleich über Zeit --> handelt die Person diesem Objekt gegenüber immer so?
- Distinktheitsinformation Vergleich über Objekt --> Handelt die Person nur bei diesem Objekt so?
- Konsenzinformation Vergleich über Person, handeln alle Personen diesem Objekt gegenüber so?
- Wie entstehen Vorurteile? Vorurteile als Persönlichkeitsmerkmal Theorie des realistischen Gruppenkonflikts Sündenbocktheorie Theorie der sozialen Kategorisierung Theorie der sozialen Identität
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- Abbau von Vorurteilen-Modelle zum Kontakt zwischen sozialen Gruppen Dekategorisierung Gemeinsame Gruppenaktivitäten Wechselseitige Distinktheit
- Bedingungen für den Vorurteilsabbau wechselseitige Abhängigkeit gemeinsames Ziel gleicher Status zwanglose zwischenmenschl. Kontakte mehrere Kontakte Gleichheit als soziale Norm Gruppenpuzzle
- Hidden Profil Fokus liegt auf geteilter Meinung Diskussion und Glaubwürdigkeit verzerrt
- Interaktion -Wechselseitig aufeinander bezogenes Verhalten-Informationsaustausch-Wechselwirkungen und Rückkopplungen
- Kommunikation kann auch einseitig sein, z.B. Fernsehansprache
- Komponenten der Kommunikation 1)Wer2)sagt was3)zu wem4)womit5)durch welches Medium6)mit welcher Absicht7)mit welchem Effekt
- Material der Kommunikation •Sprache•paralinguistische Merkmale•Körpersprache•… (jegliches Verhalten)
- Macht durch... •Attraktivität(Beliebtheit des Lehrers)•Kontrolle von Belohnungen (Lehrer verfügt über Möglichkeit, Schüler durch gute Zensuren, verbale Anerkennungen usw. zu belohnen)•Ausübung von Zwang(Bestrafung, Drohungen)•Legitimation(gründet auf Überzeugung des Schülers, der Lehrer habe als Repräsentant der Institution Schule Recht und Pflicht, sein Verhalten zu kontrollieren)•Expertenkenntnisse(Lehrer hat Wissensvorsprung gegenüber Schüler -->Lernender abhängig vom Lehrenden)
- Welche Faktoren beeinflussen das Schul- u. Klassenklima? –Beziehungen (L-S; S-S)–Wahrgenommenes Verhalten (gegenseitige Unterstützung, Aggressionen, Lernverhalten u.a.)–Wahrgenommenes Interesse, Zielorientierungen–Wahrgenommene Überzeugungen–Wahrgenommene Emotionen
- Helfen Handlungen, die die Situation des Hilfeempfängers verbessern sollen, muss nicht freiwillig sein
- Prosoziales Verhalten Helfen ohne Verpflichtung und nicht von / für Organisation
- Altruismus Prosoziales Verhalten, das den Nutzen für den Empfänger als höchstes Ziel hat
- Erfassung prosozialen Verhaltens Beobachtung Fremdeinschätzung
- Kosten des Helfens Zeitverlust Blamage Bedrohung der eigenen Person finanzielle Kosten
- Nutzen des Helfens Gutes Gewissen soziale Anerkennung Selbstwertsteigerung
- 5 Schritte bis zur Hilfe Ereignis bemerken Das als Notfall interpretieren Verantwortung übernehmen --> Gefahr der pluralistischen Ignoranz Angemessene Hilfeleistung kennen Anwendungsentscheidung --> fehlt ein Schritt, dann keine Hilfeleistung
- Def. Konformität Veränderung des Verhaltens aufgrund des Einflusses einer Mehrheit
- Informativer Einfluss Ziel: Unsicherheit verringern, richtig urteilen
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