Sozialpsychologie (Fach) / Uni Köln BM5 (Lektion)

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Sozialpsychologie Grundlagen

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  • Worum geht es ind er Selbstwahrnehmungstheorie? Wenn Einstellungen und Gefühle schwer zugänglich und vieldeutlig sind, ziehen Menschen Schlussfolgerungen aufgrund des eigenen beobachteten Verhalten.
  • Erläutere intrinsische vs. extrinsische Motivation! •Intrinische Motivation: Ich mache Sport weil es mir gut tut. •Extrinische Motivation: Ich mache Sport, weil es mir mein Arzt verordnet hat.
  • Was ist Overjustification(Korrumpierungseffekt; Effekt der übermäßigen Rechtfertigung)? Sekundäre Motivation verdrängt die vorherige primäre Motivation. Vorher hat die Tätigkeit selbst motiviert, nachher motivieren vor allem Ergebnisse, die außerhalb der Tätigkeit liegen(Belohnungnen). Fällt nun der äußere Anreiz(Belohnung) weg, geht das ursprünglich gerne und freiwillig gezeigte Verhalten zurück.
  • Wie kann man Overjustifikation(Korrumpierungseffekt) vermeiden? •Aufgabenabhängige Anreize: Belohnung gegeben, wenn Aufgabe ausgeführt wurde, unabhängig davon wie gut die Leistung war ⇒ Overjustification(Korrumpierungseffekt) steigt. •Leistungsabhängige Anreize: Belohnung basiert darauf, wie gut Aufgabe erledigt wurde ⇒ Overjustification(Korrumpierungseffekt) sinkt, Aber: Sorge vor Bewertung steigt.
  • Erläutern sie die Zwei-Faktoren-Theorie der Emotionen! 1. Person fühlt sich erregt, weiß aber nicht warum. 2. Man sieht sich nach Hinweisreizen ind er Umgebung um, die die Erregung erklären könnten. Bsp.: Erregung ⇒ Umschauen und man sieht Grizzly(Furcht)/sieht schöne Frau(Liebe)/ist im Fitnesstudio(gar kein Gefühl)
  • (Soziale Vergleiche) Welche strategischen Vergleiche können vorgenommen werden? •Aufwärtsvergleiche: Vergleiche mit Überlegenen ⇒ Selbstverbesserung •Abwärtsvergleiche: Vergleiche mit Unterlegenen ⇒ Selbstwertschützend •Temporaler Vergleich: Vergleich mit früherem Selbst •Vergleich mit Menschen, die einem Ähnlich sind ⇒ um korrektes Bild zu erlangen
  • Wie konstruieren Menschen ihr Selbstkonzept? •Introspektion •Beobachtung des eigenen Verhaltens •Soziale Umwelt
  • Was ist der Congrunecy-Effekt? Die Differenz zwischen kongruenten und inkongruenten Trials/Bewegungen.
  • Was ist der Selbstreferenzeffekt? Die Tendenz, selbstbezogene Infos besser als andere Infos zu verarbeiten und zu erinnern.
  • Welche Eigenschaften sagt der Marshmallowtest vorher? •Akademische Leistungen •Beruflicher Erfolg •Drogenprobleme •Sozialverhalten etc. Replikation: Effekt kleiner als ursprünglich angenommen; Effekt verschwindet, wenn man statistisch für familiären Hintergrund kontrolliert
  • Welche Methoden zur Selbstkontrolle gibt es? •Unterdrückung (kann nach hinten los gehen) •Regulierung der Versuchsexposition (Stimuluskontrolle durch z.B. wegschauen) •Automatische Gegenregulation (Immer wenn ich Lust auf Süßes habe, esse ich einen Apfel) •Kognitive Umstrukturierung (Ich bin Sportler, deswegen esse ich nur gesund)
  • Was ist Impression Management? Bezeichnet den Versuch des Menschen andere dazu zu bringen, ihn so zu sehen, wie er gesehen werden möchte.
  • Was sind weitere Strategien des Impression Management? •Ingratiation: Strategie, um sich bei anderen, die oft einen höheren Status haben als man selbst, durch Lob und Schmeicheln beliebt zu machen. •Self-Handicapping: Strategie, sich selbst Hindernisse zu schaffen, um sich bei schlechter Ausführung einer Aufgabe nicht selbst die Schuld geben zu müssen.
  • Definiere Selbstwertgefühl! Die Bewertung der eigenen Selbst - Das heißt, das Ausmaß, in dem der Mensch sich selbst als gut, kompetent und anständig einschätzt.
  • Was sind Strategien um das eigene Selbstwertgefühl zu erhöhen? •Self-serving-bias(Selbstwertdienliche Attributionen) •Vergleich nach unten •Abwerten anderer •Basking in reflected glory (Bsp.: Trikot tragen, wenn Bayern gewonnen hat) •Symbolische Selbstergänzung (Diskrepanz durch Symbole, wie z.B. Kleidung ausgleichen)
  • Was erzeugt Kognitive Dissonanz? Fehlende Übereinstimmung zwischen Verhalten und Einstellung.
  • Welche Wege zu Dissonanzreduktion gibt es? •Änderung des Verhaltens ⇒ (Nicht mehr fliegen, sondern Bahn fahren) •Änderung der dissonanten Kognitionen ⇒ (Klimawandel gibt es nicht) •Hinzufügen weiterer (konsonanter) Kognitionen ⇒ (Mag sein, dass fliegen umweltschädlich ist, aber mein Geschäftstermin ist super wichtig für die Firma) Weitere Strategie: •Selbstbestätigungstheorie(self-affirmation theory): Tendenz, Bedrohungen für das Selbstkonzept durch Dissonanz zu reduzieren, indem Fähigkeiten in einem von dieser Bedrohung unabhängigen Bereich hervorgehoben wird.(Bsp.:Vllt. bin ich kein guter Sportler aber dafür ein guter Student.
  • Was sind Einstellungen? Einstellungen sind positive oder negative Bewertungen eines Einstellungsobjektes.
  • Aus welchen Komponenten entstehen Einstellungen? •Kognitive koponente (auf Argumenten beruhende Präferenzen; rational) •Behaviorale Komponente (aus Verhalten geschlossene Präferenzen(Selbstwahrnehmung)) •Affektive Komponente (Beeinflusst durch Klassische, operante und evaluative Konditionierung/mere-exposure)
  • Was ist der Mere-Exposure-Effekt? Wiederholte Darbietung von zuvor neutralen Reizen führt zu positiverer Bewertung.
  • (Einstellungen) Nennen sie die Vor- und Nachteile Expliziter Maße! Vorteile: •Einfache Anwendung •Einfache Auswertung •Typischerweise hohe Reliabilität Nachteile: •Verständnisprobleme •Einflüsse des Messinstruments •Mangelnder introspektiver Zugang •Soziale Erwünschtheit (Gegenmittel: Anonymität; Bogus-Pipeline-Methode) ⇒ Kann sich alles negativ auf die Validität der Messung auswirken
  • Erläutern sie die verschieden Arten des Konditionierens! •Klassische Konditionierung: Verhaltensreaktion wird konditioniert •Operante Konditionierung: Verhaltenshäufigkeit wird Konditioniert •Evaluative Konditionierung:Bewertung wird konditioniert
  • Was führt dazu, dass bei Mere-Exposure zuvor neutrale Reize positiver Bewertet werden? •Fluency(Verarbeitungsflüssigkeit): Mehrmalige Präsentation erhöht Fluency, Fluency wird positiv wahrgenommen •Truth-Effekt: Gleiches Prinzip; Fluency erhöht subjektiven Wahrheitsgehalt der Aussage
  • Nenne die Eigenschaften von impliziten vs. expliziten Einstellungen! Explizite Einstellungen: •bewusst zugänglich •können berichtet werden •unterliegen verzerrungen durch soziale Erwünschtheit etc. Implizite Einstellungen: •weitestgehend automatisch •nicht notwendigerweise introspektiv zugänglich •werden meist erschlossen(z.B. durch indurekte Messverfahren)
  • Wie kann man implizite Einstellungen messen? •Indirekte Messverfahren (z.B. EMG ⇒ Messung der Muskelaktivierung im Gesicht etc.; Reaktionszeiten) •Populärste Methode: IAT ⇒ Logik: Leichtigkeit mit der auf zwei Kategorien mit der gleichen Taste reagiert werden kann, zeigt Assoziationsstärke an.
  • Was sind Nachteile/Kritik an Impliziten Maßen? •Meist technisch&zeitlich aufwändiger •oft geringere Realiabilität •Ebenso wie explizite Maße anfällig für Messkontext •Verfälschbar, wenn Vpn die Strategien kennen •IAT misst nur Assoziationen ⇒ Vergleichbar mit Einstellungen?
  • Wann sagen Einstellungen am besten Verhalten vorher? Je spezifischer die Einstellungen sind.
  • Wann sagen implizite Maße Verhalten vorher? insbesondere bei.. •Automatisches Verhalten •Impulsives Verhalten •Wenig elaboriertes Verhalten •Wenig kontrolliertes Verhalten •Bei wenig Ressourcen & Kapazitäten
  • Was bedeutet Reaktanz? Wenn Freiheit sich auf bestimmte Art und Weise zu Verhalten bedroht wird, entsteht Reaktanz, die durch Ausführung des verbotenen Verhaltens wieder reduziert wird.
  • Was sind die 6 Waffen des Überzeugens? •Reziprozität •Commitment & Konsistenz •Soziale Gültigkeit •Sympathie •Knappheit •Autorität
  • Definiere Reziprozität! Verhältnis von Kosten und Nutzen soll für jeden Interaktionspartner ausgeglichen sein. Ungleichgewicht ist unangenehm und wirds häufig ausgeglichen.
  • Definiere Commitment & Konsitenz! Zwanghaftes Bestreben in Übereinstimmung mit unserem früheren Verhalten oder Entscheidungen zu handeln.
  • Welche zwei Formen des Einflusses gibt es? •Conversion: Informationaler sozialer Einfluss •Compliance: Normativer sozialer Einfluss
  • Definiere das Kanppheitsprinzip! Objekt umso wertvoller, je unereichbarer es scheint. (Bsp.:Zeitlimit; Zensur, etc.)
  • Soziale Gültigkeit Das was andere machen kann ja schon nicht so falsch sein.
  • Was begünstigt Sympathie und somit auch die Überzeugung? •Äußerliche Attraktivität •Ähnlichkeit •Komplimente •Kontakt&Kooperation (Mere Exposure; Assoziationsprinzip)
  • Warum schließen sich Menschen Gruppen an ? •fundamentales Bedürfnis nach Zugehörigkeit •Evolutionsbiologisch -> sichert überleben •Normen -> Gruppen als Infoquelle •Soziale Identität -> Grp. helfen dabei wer wir sind
  • Was ist Gruppenkohäsion? Apekt einer Grp. welche die Mitglieder aneinander bindet und die Zuneigung innerhalb der Grp. fördert.
  • Wann sind die Effekte des sozialen Faulenzens stärker oder schwächer? •Nimmt mit dem Alter vom Kindergarten bis zum EW-Alter zu •Stärker in individualistischen Kulturen als und kollektivistischen •Effekte stärker bei Männern als bei Frauen •Effekte schwächer in kohäsiven Gruppen oder im Wettbewerb mit anderen Grp. •Evaluationspotential: mehr faulenzen, wenn es schwierig ist, unseren Individuellen Beitrag zu evaluieren •Valenz: mehr faulenzen, bei sinnlosen einfachen Aufgaben •Einzigartigkeit: mehr faulenzen, wenn wir das Gefühl haben, dass unser Betratg redundant ist
  • Angenommen Anwesenheit anderer; Wann Soziale Erleichterung und wann Soziales Faulenzen? •Soziale Erleichterung: Einzelleistung Messbar -> Aufmerksamkeit, Bewertungsangst, Ablenkungskonflikt -> Erregung -> bessere Leistungen bei einfachen Aufgaben, schlechtere Leistungen bei schwierigen Aufgaben. •Soziales Faulenzen: Einzelleistung nicht messbar -> keine Bewertungsangst -> Entspannung -> schlechtere Leistungen bei einfachen Aufgaben, bessere Leistung bei schwierigen Aufgaben.
  • Nennen sie Vor- und Nachteile von Entscheidungen in Gruppen! •Vorteile: -Mehr brainpower(Entscheidungsressourcen) -Spezialisierung •Nachteile: -Zeitverlust -Konflikte&Reibungsverluste -Produktionshemmung -Gruppendenken(Groupthink) -vorwiegend Kommunikation über geteiltes Wissen
  • Wann können Gruppenentscheidungen bei komplexen Aufgaben besser sein? •Voraussetzungen: -Gruppe ist heterogen -Mitglieder haben sich ergänzende Fähigkeiten -Offener Austausch und Respekt für Expertise -ABER: Auch Prozessverluste Bsp. Brainstorming
  • Was sind Gründe für das Problem der Hidden Profilies (Gruppen konzentrieren sich nur auf geteiltes Wissen, also das, was alle Wissen)? •Verhandlungsfokus: Gruppendiskussion beginnen oft damit, dass die Mitglieder ihre Entscheidungs-präferenzen austauschen. •Diskussionsverzerrung: Gruppen sprechen systematisch merh über geteilte und meinungsbeständige Argumente, als über ungeteilte und meinungskonträre Argumente •Bewertungsverzerrung: Gruppenmitglieder halten geteilte und meinungsbeständige Argumente im Schnitt für wichtiger und glaubwürdiger als ungeteilte und meinungskonträre.(vgl. Truth-Effekt)
  • Wie kann man dem Problem der Hidden Profilies entgegenwirken? •Diskussionen länger dauern lassen (Ungeteilte info wird später eingebracht) •Präferenzen nicht schon am Anfang mitteilen (Reduziert Aufmerksamkeit auf Infoaustausch) •Teilnehmen für Experten für versch. Bereiche erklären (Verantwortung schaffen Info einzubringen etc.)
  • Was sind Effekte der Gruppenpolarisation? Durch Gruppendiskussion wird Einstellung extremer. (noch positiver/negativer)
  • Was sind mögliche Gründe für den effekt der Gruppenpolarisation? •Modell der überzeugenden Argumente (Jedes Mitglied kenn ein paar andere Argumente, werden diese genannt, hört jede Grpmitglied weitere Gründe) •Theorie des sozialen Vergleichs (Wenn andere Gruppenmitglieder ähnliche Meinungen haben, kann es ja nicht schlecht sein)
  • Was sind Vorläufer des Gruppendenkens(Groupthink)? •Gruppe ist hoch kohäsiv: Grp. ist wertgeschätzt, attraktiv, Menschen wollen gerne Mitglied sein) •Gruppenisolation: Grp. ist isoliert und geschützt davor, alternative Standpunkte zu hören •Ein direktiver Leiter: Leiter kontrolliert die Diskussion und tut seine Wünsche kund •Hohes Stresslevel: Mitglieder haben Eindruck, die Grp. würde bedroht •Schlechter Entscheidungsfindungsprozess: kein Standardverfahren, wie alternative Standpunkte in Betracht gezogen werden können
  • Was sind Symtome des Gruppendenkens(Groupthink)? •Illusion der Unverwundbarkeit •Glaube an die korrekte Moral der Gruppe •Stereotypisierte Sicht auf Fremd-Gruppen •Selbstzensur •Direkter Druck auf Andersdenkende, damit sie konform gehen •Illusion der Einmütigkeit •''Mindguards'' ->> Folgen sind fehlerhafte Entscheidungsfindung
  • Wie kann man den Symptomen des Groupthink entgegenwirken? •Fremdmeinungen einholen •Leiter muss unparteiische Rolle einnehmen •Anonym abstimmen •Untergruppen bilden •Gruppenmitglied übernimmt die Rolle eines Advocatus diaboli
  • Warum helfen Menschen? •Egoistische Position •Evolution •Reziprozität •Soziale Normen