Entwicklungspsychologie (Fach) / 22 Sterben, Tod, Trauer (Lektion)
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22 Sterben, Tod, Trauer
Diese Lektion wurde von jillian erstellt.
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- Palliativmedizin die Versorgung von Patienten mit terminaler Diagnose Behandlugn von Patienten mit nicht heilbaren Erkrankungen und begrenzter Lebenserwartung mit dem Ziel die Lebensqualität des Kranken zu erhalten oder zu verbessern
- Versorgung von Patienten mit terminaler Diagnose heißt Palliativmedizin
- Vorstellung von Tod Endgültigkeit Universalität Funktionsende
- Endgültigkeit erste Vorstellung von Tod --> wenn man stirbt kommt man nicht mehr zurück
- Universalität 2. Vorstellung vom Tod --> jeder Mensch und jedes Lebewesen stirbt
- Funktionsende 3. Vorstellung vom Tod --> wenn man stirbt hören alle Funktionen auf (körperliche, emotionale usw.)
- In welcher Reihenfolge wird das Verständnis vom Tod erlangt? Endgültigkeit Universalität Funktionsende
- Wann entwickelt sich in der Kindheit ein Verständnis vom Tod? die meisten Kinder entickeln ein, den Erwachsenen ähnliches Verständnis vom Tod in der mittleren Kindheit d.h. zwischen 4 und 6 Jahren --> aber es gibt riesige inteindividuelle Unterschiede
- Welche Faktoren beeinflussen das Verständnis vom Tod in der Kindheit? 1. Erfahrunge mit dem Tod 2. Religiöse Erziehung 3. offene, feinfühlige Gespräche mit Erwachsenen
- Wie ist das Verständnis vom Tod in der Adoleszenz? das logische Verständis vom Tod liegt vor jedoch zeigen sich Probleme, die Ideen auf das eigene Leben zu beziehen --> führt zu hochriskanten Verhaltensweisen --> der Tod wird als abstrakter Zustand gesehen
- Worin zeigen sich bei Jugendlichen Problemen im Verständnis vom Tod? die Ideen auf das eigene Leben zu beziehen --> sie fühlen sich unverwundbar und als sei der Tod noch sehr weit weg
- Wozu führt es, dass Jugendliche den Tod nicht gut auf das eigene Leben beziehen könne? 1. Riskante Verhaltensweisen 2. Tod wird als abstrakter Zustand angesehen
- Was ist ein Vorteil, dass Jugendliche den Tod nicht gut auf das eigene Leben beziehen können sie kommen besser mit terminalen Diagnosen klar als ihre Eltern (haben eine geringere WK dadurch eine Depression zu entwickeln
- Was kann bei Jugendlichen das Verständnis vom Tod fördern? Gespräche mit den Eltern
- Verständnis vom Tod im frühen Erwachsenenalter - der Tod wird vermieden (v.a. darüber nachzudenken) - Angst vor dem Tod - der Tod wird als weit entfernt angesehen
- Verständnis vom Tod im mittleren Erwachsenenalter - Beginn, über den Tod nachzudenken (weil Gleichaltrige sterben) - Bewusstheit einer begrenzten verbleibenden Zeit zu leben - Konzentration auf Aufgaben, die vollendet werden sollen
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- Verständnis vom Tod im späten Erwachsenenalter - mehr Gedanken und Gespräche über den Tod (weil mehr und mehr Peers versterben) - Nachdenken über die Art und den Zeitpunkt des eigenen Todes
- Welche Variablen modulieren die Angst vor dem Tod? Kulturelle Unterschiede und individuelle Unterschiede kulturelle Unterschiede: religiöse Erziehung und Spiritualität/ Sinn des eigenen Lebens individuelle Unterschiede: persönliche Anschauung über den Tod, Beständigkeit religiöser Überzeugungen, Symbolische Unsterblichkeit, Alter, Geschlecht
- Was sind kulturelle Unterschiede, die die Angst vor dem Tod modulieren? Religiöse Erziehung Spiritualität, Sinn des Lebens
- Was sind individuelle Unterschiede, die die Angst vor dem Tod modulieren? 1. Persönliche Anschauung über den Tod 2. Beständigkeit religiöser Überzeugungen 3. Symbolische Unsterblichkeit 4. Alter 5. Geschlecht
- Was ist symbolische Unsterblichkeit? Ein Teil von einem Selbst lebt weiter --> z.B. als Gebäude, Entdeckung, durch Kinder/ Enkelkinder --> wenn Menschen dies errecht haben kommen sie leichter mit dem Tod klar und haben weniger Angst
- Angst vor dem Tod - Alter je älter Menschen werden, desto weniger Angst haben sie vor dem Tod liegt vermutlich daran, dass sie sich mehr mit dem Tod beschäftigt und auseinander gesetzt haben Jüngere hingegen haben noch sehr viel vor sich und vieles was sie noch erleben wollen vor ihrem Tod und der Geanken an den Tod macht ihnen daher mehr Angst
- Angst vor dem Tod - Geschlecht Frauen haben mehr Angst vor dem Tod als Männer - liegt vermutlich auch daran, dass Frauen generell ängstlicher sind und höhere Neurotizismus Scores haben
- Angst vor Tod vs. Angst vor Sterben In Deuschland haben Menschen mehr Angst vor dem Sterben als sie Angst vor dem Tod haben --> sie haben Angst davor qualvoll zu sterben (alleine, unter Schmerzen etc.) --> ist man einmal tot kann man aber nichts mehr empfinden und daher macht es weniger Angst
- Der Tod ist das einzige Lebensereignis bei dem man nicht im Nachhinein damit klarkommen muss. Daher macht er auch weniger Angst als das Sterben
- Wovor genau haben Menschen Angst beim Sterben? Davor dass sie qualvoll sterben z.B. unter Schmerzen, Atemnot, Übelkeit etc.
- Was ermöglicht die moderne Palliativmedizin? eine meist zufriedenstellende Symptomkontrolle; d.h. die Betroffenen sterben selten qualvoll (Schmerzen etc. können reduziert werden)
- Menschen haben zwar Angst vor qualvollem Sterben, aber die moderne Palliativmedizin ermöglicht meist eine zufriedenstellende Symptomkontrolle
- Was wünschen sich Menschen bezogen auf ihren Tod? Einen Tod in Würde/ einen guten Tod
- Was gehört zu einem Tod in Würde für die meisten Menschen? 1. Zusichherung von Unterstützung, Pflege 2. anteilnehmende Fürsorge, Zuneigung 3. Ehrlichkeit bzgl. Diagnosen und bevorstehendem Tod 4. Bereitstellung von Informationen, um eine Entschediung über weitere Behandlungen zu treffen 5. Maximum an persönlicher Kontrolle über die letze Phase des Lebens
- Was wünschen sich Menschen bezüglich der letzen Phase des eigenen Lebens? Was ist das Problem dabei? ein Maximum an Kontrolle - oft hindern körperliche Einschränkungen sie daran - oder wenn sie auf einer Intensivstation liegen, da hier alles sehr kontrolliert ablaufen muss
- Wie hat sie die Ehrlichkeit bezüglich Diagnosen eines bevorstehenden Todes geändert? Früher hat man terminale Diagnosen verschwiegen - heute sollte man sie dem Patienten unbedingt mitteilen, man vermeidet allerdings Nennung expliziter Zeitintervalle, da es immer Ausnahmen gibt
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- Wer hat eine Theorie über die Gedanken und Gefühle von sterbenden Menschen vorgelegt? Kübler-Ross 1969
- Welche Gedanken und Gefühle zeigen sich nach Kübler-Ross bei sterbenden Menschen? Verleugnung Wut Feilschen Depression Akzeptanz
- Verleugnung - ein Gefühl sterbender Menschen nach Kübler-Ross - Person will Diagnose nicht wahrhaben z.B.: „Ärzte sagen zwar ich werde sterben, aber das kann nicht sein.“; „Ich kann keinen Lungenkrebs haben, ich habe nie geraucht.“; „Ich werde das besiegen, mir passiert das nicht.“
- Wut - ein Gefühl sterbender Menschen nach Kübler-Ross - z.B. gegen Krebs, gegen Diagnose, gegen Unkontrollierbarkeit der Situation - auch Wut gegen sich selbt: dann meist Reue (hätte ich mal aufgehört zu rauchen, wäre ich mal zur Vorsorgeuntersuchung gegangen)
- Feilschen - ein Gefühl sterbender Menschen nach Kübler-Ross - Versuch zu Verhandeln mit Gott/ Ärzten/ sich selbst - z.B. "ich rauche nur noch bis ..."
- Depression - ein Gefühl sterbender Menschen nach Kübler-Ross
- Akzeptanz - ein Gefühl sterbender Menschen nach Kübler-Ross - das Akzeptieren davon, dass man sterben wird
- Bewertung der Theorie von Kübler-Ross - die Stadien sind keine feste Folge: nicht jeder durchlebt alle, sie werden nicht unbedingt in der Reihenfolge durchlebt wie aufgelistet - die Theorie verursacht möglicherweise einen Mangel an Sensibilität bei Pflegern (wenn ein Patient Depressionen hat wird er nicht behandelt weil man denkt, dass dies natürlicherweise vor der Akzeptanz kommen muss) => die Stadien sollten eher als Bewältigungsstrategien verstanden werden
- Wie sollten die Stadien nach Kübler-Ross eher verstanden werden? Bewältigungsstrategien
- Was verursacht die Theorie von Kübler-Ross möglicherweise? einen Mangel an Sensibilität bei Pflegern Wenn jemand Depressionen zeigt behandelt man ihn möglicherweise nicht, weil man denkt es ist ja eine Phase die kommen muss um Akzeptanz zu erlangen Wenn jemand noch keine Akzeptanz zeigt versucht man ihm nicht dabei zu helfen, weil man denkt es kommt eh automatisch nach der Depression
- Die Reihenfolge der Stadien nach Kübler-Ross ist nicht fest --> Reihenfolge ist individuell und nicht jeder muss alle Phasen durchleben
- Kommunikation: Was sollte man beim Setting für die Überbringung schlechter Nachrichten beachten? nicht bei der Visite (viele Personen, Zeitdruck) nicht am Abend (alleiniges Grübeln) möglichst wenn Vertrauensperson anwesend ist
- Kommunikation: was sollte man beim überbringen schlechter Nachrichten vermeiden? - dramatische Redewednungen - Gesprächspauseen totreden - Frist setzen (kein Zeitintervall nenne) - Beschwichtigen - langes Trostreden - Fachchinesich
- Kommunikation wie sollte die Gesprächsführung bei der Überbringung schlechter Nachrichten sein? - Patientenfragen als Wegweiser nutzen - Ehrliche Antworten bzgl. Krankheit und Verlauf geben - Schweigen zulassen - Bedauern und Mitgefühl zeigen - Mehrere Gesprächstermine zulassen - Verständnis durch Gesten - Abwehrreaktionen akzeptieren - Ängst ansprechen - Realistische Hoffnung geben
- Welche Faktoren beeinflussen die Einstellung einer Person zum Tod? die Todesursache (Beschaffenheit der Krankheit) Persönlichkeit Bewältigungsstrategien Verhalten von Familienmitgliedern Verhalten von Gesundheitsexperten Spiritualität und Religion Kultur
- Traditionelle Sterbeorte sind zu Hause Krankenhaus Pflegeheim
- Was ist der bevorzugte Sterbeort für die meisten Deutschen? zu Hause
- Wie viele Sterbefälle finden zu Hause statt? nur ca. 30% --> kommen oft aufgrund von körperlichen Beschwerden ins Krankenhaus
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