Sozialpsychologie (Fach) / Beide Semester (Lektion)
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Uni Jena 2018 beide Semester, nicht vollständig und von mir ^^ Viel Spaß!
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- Wie lässt sich der Bystandereffekt erklären? Pluralistische Ignoranz Verantwortungsdiffusion Bewergungsangst
- Was ist pluralistische Ignoranz? Man nimmt seine eigenen Gefühle nicht ernst, weil man davon ausgeht, dass andere anders fühlen, da sie nicht handeln. Dadurch folgt, dass scheinbar nicht gehandelt werden muss. Man validiert seine Gefühle am Verhalten der anderen: Niemand handelt, also kann es kein Notfall sein . . .
- Wie lässt sich die Wirkung von Echo Chambers erklären? - einseitige Argumentation, da die Adressaten eh schon der Meinung sind - durch Verwenden der immer gleichen Botschaft, sie wird uns vertrauter - KK: bestimmte Wörter (z.B. SJW) werden mit einem negativen Affekt belegt - OK: anderer Meinung zu sein, ist nicht neutral, sondern massiv negativ -> "Du bist ein hirnamputierter Idiot, wenn du das glaubst."
- Wie hängen Intelligenz und Einstellungsänderung zusammen? Intelligenz beeinflusst . . . - positiv die Rezeption (Aufmerksamkeit & Verstehen) - negativ die Akzeptanz von Argumenten - kurvilinear die Überredung (niedrige und sehr hohe Intelligenz: wenig Überredung) -> komplexe und gut begründete Argumente überreden eher intelligente Menschen -> einfache Botschaften mit wenigen Argumenten eher weniger intelligente Menschen
- Woraus besteht das 2-Faktorenmodell der systematischen Informationsverarbeitung nach McGuire? 5 Faktoren: 1.) Aufmerksamkeit 2.) Verstehen 3.) Akzeptieren (der Argumente und Veränderung der Einstellung) 4.) Beibehalten (der geänderten Einstellung) 5.) Verhalten (entsprechend der neuen Einstellung) -> da Einstellungen in Experimenten oft direkt im Anschluss gemesen werden, können wir in solchen Experimenten wenig über 4.) und 5.) aussagen. -> Aufmerksamkeit & Verstehen werden zu Rezeption zusammengefasst, dadurch ergeben sich die 2 Faktoren: Rezeption & Akzeptieren
- Was sagt das Modell der Elaborationswahrscheinlichkeit (ELM) aus? Welche empirischen Befunde gibt es hierfür? Das Modell geht von zwei Prozessen und zwei möglichen Routen aus: periphere Route (oberflächliche Rezeption) zentrale Route (zeitintensives, gründliches Nachdenken) In Abhängigkeit von der eigenen Involviertheit in ein Thema sollten verschiedene Routen genutzt werden (Ergebnisse): hohe Involviertheit -> Sachkenntnis weniger wichtig, dafür aber Qualität der Argumente niedrige Involviertheit -> Sachkenntnis wichtiger ("der Experte"), Qualität der Argumente weniger wichtig (jeweils im Vergleich mit der anderen Bedingung)
- Was besagt das Heuristisch-systematische Modell der Einstellungsänderung (HSM)? Systematische Verarbeitung vs. Heuristische Verarbeitung Motivation als Moderator
- Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede vom Modell der Elaborationswahrscheinlichkeit (ELM) und dem Heuristisch-systematischen Modell der Einstellungsänderung (HSM)? Gemeinsamkeiten: - zentrale Route bzw. systematische Informationsverarbeitung impliziert hohe Motivation und hohe Fägikeiten - periphere Route bzw. heuristischen Informationsverarbeitung impliziert niedrige Motiviation und niedrige Fähigkeiten Unterschiede: - nach HSM können verschiedene Verarbeitungsanteile gleichzeitig ablaufen -> heuristische Cues können selbst unter hoher Involviertheit wirken - ELM nimmt v.a. Akkuratheit als Motivation an; HSM dagegen verschiedene Motivationsquellen (Akkuratheit, Selbstschutz, Impression Management)
- Sind es Prozesse der Konditionierung oder des Nachdenkens über Argumente, durch die Einstellungen geändert werden? - sowohl klassische Konditionierung (in Form von affektiver Konditionierung), als auch operante Konditionierung wirken - heuristische Verarbeitung spielt eine entscheidende Rolle aber: - auch systematisches, analytisches Denken wirkt . . . -> welche Prozesse überwiegen ist maßgeblich abhängig von der Motivation (Involviertheit) der Person -> und der Fähigkeit der Person
- Wie schützen sich Echo Chambers vor Überredung? unterstützende Verteidigung: Neue Argumete für die eigene Position werden gesucht -> ähnlich dem Bestätigungsfehlers (confirmation bias) Impfung: schwache Argumente (z.B. Strawman) der Gegenseite werden antizipiert und widerlegt -> führt zur effektiven Suche von Gegenargumenten -> entspricht der Inokulationstheorie von McGuire: Truismen (allgemein für wahr gehaltene Aussagen, die man nicht gewöhnt ist zu verteidigen)
- Was ist Reaktanz und wie kann man sie untersuchen? Reaktanz beschreibt einen unangenehmen Zustand, der entsteht, wenn eine Person ihre Freiheit als eingeschränkt empfindet. Dieser Zustand kann abgebaut werden, indem die "verbotene" Handlung ausgeführt wird. Untersuchung Grafitti: Manipulation 1.) der Stärke der Einschränkung & 2.) der Autorität des Einschränkenden -> Schilder in Toiletten -> Effekte wie erwartet
- Was ist kognitive Dissonanz? Dissonanz ist ein unangenehmer Zustand psychologischer Zustand, der entsteht, wenn eine Person zwei oder mehr Kognitionen hat, die nicht zusammenpassen.
- Wie kann kognitive Dissonanz reduziert werden? - Verwerfung einer der beiden Kognitionen - durch die Suche von Informationen, die eine der beiden Kognitionen unterstützt - durch die Suche von Informationen, die eine der beiden Kognitionen abwertet
- Unter welchen Bedingungen bewertet man eine Aufgabe negativer, wenn man dafür mehr bezahlt bekommt? Wenn die Aufgabe langweilig ist und man aufgefordert wird, sie einer anderen Person als interessant darzustellen. UV: $1 oder $20 Belohnung $20: Beweggründe für die Handlung (s.o.) können auf das Geld attribuiert werden $1: Beweggründe können nicht auf die Belohnung attribuiert werden Festinger & Carlsmith, 1959 -> Teil der Dissonanztheorie Logik: Aufgabe langweilig + positive Darstellung + $20 => keine Dissonanz (positive Darstellung wegen Geld) Aufgabe langweilig + positive Darstellung + $1 => Dissonanz (Einstellungsänderung)
- Was ist der Bystandereffekt und wie kann er erklärt werden? Effekt, dass Menschen zu weniger Hifleverhalten neigen, wenn andere Menschen um sie herum sind. Pluralistische Ignoranz - Validierung der eigenen Gefühle anhand des Verhaltens anderer (Nichtstun anderer führt zur geringeren Wahrnehmung von Gefahr) Verantwortungsdiffusion - man fühlt sich weniger verantwortlich, da sich die Verantwortung aufzuteilen tut Bewertungsangst - Angst vor der Bewertung anderer, da man sich nicht konform verhält
- Wodurch kann prosoziales Verhalten entstehen und aufrecht erhalten bleiben? Familienaltruismus - prosoziales Verhalten innerhalb einer Familie: hier greifen evolutionäre Erklärungen und reziproke Prozesse ("eine Hand wäscht die andere") reziproker Altruismus - Verhalten, dass auf mehrmaligen Kontakt gegründet ist starke Reziprozität - Hilfeverhalten zwischen Fremden (Prinzip: Kooperation wird belohnt, Verstöße bestraft -> tit for tat)
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- Was sind Bedingungen für Hilfeverhalten? situative Faktoren - Zeitdruck, Anwesenheit anderer dispositionale Faktoren - Empathie, Perspektivübernahme
- Wozu führt eine erhöhte Anzahl von Bystandern? - geringeren Häufigkeit von Hilfeverhalten - mehr Zeit vergeht, bis geholfen wird
- Was sind die Merkmale einer Gruppe? - gemeinsames Schicksal (common fate) - gemeinsames Ziel - direkte Interaktion (face-to-face-interaction) - soziale Struktur (Rollen, Einfluss, Status) - Interdependenz, gemeinsame Aktion - Identität, Selbstkategorisierung Beispiel Burschis: Sie kategorisieren sich selbst als Burschenschaftler, tragen dies nach außen durch ihre Erscheinung. Sie wollen erfolgreich werden und sich ein leben lang vernetzen. Innerhalb der Burschenschaft wird direkt interagiert, es gibt Rituale und verschiedene Rollen innerhalb dieser. Gemeinsame Unternehmungen werden unternommen.
- Wonach lassen sich Gruppen klassifizieren? - Größe - formell vs. informell - temporär vs. überdauernd - verschiedene Funktionalitäten - experimentell vs. natürlich - Mitgliedschafts- vs. Bezugsgruppe - Ingroup vs. Outgroup
- Wodurch kann der Wert einer Gruppe beeinflusst werden? - schwere Initiationsriten - Level von Kohäsion: - Attraktivität der Gruppe (z.B. Stolz) - Attraktivität zwischen den Gruppenmitgliedern (z.B. Sympathie) - Attraktivität der Gruppenaufgabe (z.B. Aufgabenmotivation)
- Welche Verteilungsstrategien gibt es innerhalb des minimalen Gruppenparadigmas? Fairness: Minimierung der Differenz zwischen den Gruppen Maximum Joint Profit Maximum Group Profit Maximum Differentiation: Maximierung der Differenz auf Kosten der eigenen Gruppe
- Was sind Bestandteile der Theorie der Sozialen Identität? Von wem ist sie? Kategorisierung in Eigengruppe und Fremdgruppe Identifikation mit der Eigengruppe Evaluation der Eigengruppe durch soziale Vergleiche Bestreben die Eigengruppe als positiv distinkt zu sehen Tujfel & Turner 1984
- Welche Vorhersagen trifft die Theorie der sozialen Identität? Kategorisierung in Eigen- und Fremdgruppe (soziale Kategorien) Akzentuierung der Unterschiede zwischen den Kategorien Homogenisierung der Unterschiede innerhalb der Kategorien Salienz -> Ergebnis ist abhängig von der Aktivierbarkeit & Verfügbarkeit ("Accessibility") und der Passung ("Fit)
- Welche Arten von Passung ("Fit") gibt es bei sozialen Kategorien? comparative fit -> Abgrenzung von anderen Kategorien (strukturelle Unterschiede wichig) normative fit -> Inhalt der Kategorien wichtig; sie müssen zu der Gruppe passen Beispiel: Konföderierte Science- und Kunststudierende UV: Einstellung pro "social life" oder pro "hard work" Manipulation comparative fit: Gruppen komplett verschieden von den Einstellungen her (konstant gehalten) Manipulation normative fit: Gruppen komplett verschieden, aber pro "social life" bei den Kunststudierenden (entspricht Erwartung) AV: Wie gleich werden die Mitglieder der Gruppe wahrgenommen Ergebnisse: Mitglieder der Kunstgruppe in der Bedingung normative fit hoch (pro "social life") wurden als ähnlicher wahrgenommen als in der Bedingung normative fit niedrig Bedingung (pro "hard work") (Oakes, Turner, Haslam)
- Was ist soziale Identität? Der Teil des Selbstkonzepts eines Individuums, der auf der Mitgliedschaft in einer oder mehrerer Gruppen basiert, der Wert und die emotionale Signifikanz dieser Mitgliedschaft. (Tajfel, 1978)
- Was sind die Facetten der Identifikation? kognitive Facette -> Bewusstsein über die Gruppenmitgliedschaft (Awareness) evaluative Facette -> Wie bewerte ich die Mitliedschaft? konative Facette -> Commitment; Habe ich Bestrebungen, die aus der Gruppenmitgliedschaft resultieren? In Faktorenanalyse gefunden
- Was sagt die Theorie der sozialen Vergleiche aus? Von wem ist sie? Bewertung durch soziale Vergleiche Vergleich mit ähnlichen (relevante Ähnlichkeit) Selbstwertschutz (Festinger, 1954)
- Was ist die positiv-negativ Asymmetrie und wie kann sie erklärt werden? Bei der Verteilung von positiven Ressourcen kommt es zu einer Differenzierung zwischen den Gruppen, bei negativen Ressourcen nicht. Erklärungen: 1.) Salienz: negative Ressourcen betonen das gemeinsame Schicksal der Gruppen 2.) negative Informationen werden tiefer verarbeitet 3.) Unterschiedliche Normen: - ungleiche Verteilung positiver Ressourcen = Patriotismus - ungleiche Verteilung negativer Ressourcen = Eigennutz (Teil des minimalen Gruppenparadigmas, der Theorie der sozialen Identität und der Tajfel-Matrizen)
- Was aktiviert positive und negative Motivation? promotion focus: - Pflege- und Ernährungsbedürfnisse (nurturance needs) - starke Ideale - Gewinn / Kein-Gewinn Situation prevention focus: - Sicherheitsbedürfnisse - starke Zwänge (strong oughts) - Verlust / Kein-Verlust Situation (Teil der Valenzkonstruktion)
- Was lässt sich zu Valenz und Motivation bezüglich der positiv-negativ Asymmetrie sagen? Nur wenn Motivation (promotion vs prevention focus) mit der Valenz übereinstimmen (negative vs positve Ressourcen) kommt es zur Differenzierung - promotion focus ist in unserer Kultur die Norm, deshalb kommt es zu der typischen p-n Asymmetrie
- Welche Strategien des Identitätsmanagements gibt es? Soziale Mobilität - Wechsel der Gruppenzugehörigkeit - Distanzierung von der Eigengruppe Sozialer Wandel - Sozialer Wettbewerb - Realistischer Wettbewerb - Soziale Bewegungen Soziale Kreativität -Wahl einer alternativen Vergleichsgruppe, -dimension - Umbewertung einer Vergleichsdimension - Abgrenzung der Eigengruppe (Referenzgruppe)
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- Anhand welcher Merkmale wird Statuswahrnehmung bewertet? Legitimität der Statusrelation Stabilität der Statusrelation Permeabilität der Gruppengrenzen
- Welche Strategien des Identitätsmanagement kommen wann zum Einsatz? Permeabel: egal ob Statusrelation stabil oder instabil ist und egal ob diese legitim oder illegitim ist: Sozialer Wandel Impermeabel: stabil & legitim: Soziale Kreativität stabil & illegitim: Maximum Differentiation (outgroup antagonismus) instabil & legitim: Lernen von der OG instabil & illegitim: Sozialer Wettbewerb
- Welche Ergebnisse erbringt der Vergleich der Theorie der sozialen Identität (SIT) und der Theorie der Relativen Deprivation (RDT) ? Stabilität der Statusrelation wirkt sich positiv auf die Identifikation mit der Eigengruppe aus und beides wirkt sich negativ auf den soziale Mobilität aus. Ressentiment (durch Illegitimität, Impermeabilität und Identifikation genährt) wirkt sich positiv auf sozialen und realisitschen Wettbewerb aus.
- Was ist relative Deprivation? Das Gefühl, dass man weniger hat als einem berechtigterweise zusteht (wahrnehmungsabhängig). - relative Deprivation sollte als Emotion verstanden werden -
- Was ist die Theorie der relativen Deprivation? Die Theorie besagt, dass man ein Gefühl von Unzufriedenheit entwickelt, wenn man das Gefühl hat, dass es anderen Individuen oder Gruppen besser geht.
- Welche Unterscheidungen sind bei relativer Deprivation zu treffen? - Diskrepanz zwischen Anspruch und Ist-Zustand - kognitive und emotionale Komponente - individuelle vs kollektive relative Deprivation
- Wann ist sozialer Wandel, speziell eine Revolution, am wahrscheinlichsten? Wenn Individuen schon länger benachteiligt werden, akzeptieren sie eher die Diskrepanz zwischen Ist- und Soll-Zustand. Nach einer Zeit der Verbesserung (z.B. durch Wirtschaftswachstum) steigen die Erwartungen und die Diskrepanz, die durch ausbleibende Verbesserung entsteht. Dies führt zu sozialen Bestrebungen diese Diskrepanz zu verringern.
- Wie hängen relative Deprivation und kollektives Verhalten (z.B. Protest) zusammen? - geringster Einfluss bei intragruppalen Vergleichen - höherer Einfluss bei interpersonellen Vergleichen - höchster Einfluss bei intergruppalen Vergleichen (stärkerer Einfluss wenn Emotionen mit gemessen werden)
- Was sind Konsequenzen von relativer Deprivation? Stress und Depressionen am höchsten bei interpersonellen Vergleichen, dann intragruppalen Vergleichen, dann bei intergruppalen Vergleichen kollektives Verhalten: Ist mittelstark mit Protestverhaltnen korreliert, wenn Emotionen mitgemessen werden.
- Was besagt die Referent Cognition Theory? Wichtig für die Theorie sind Simulation -> referent cognitions - referent outcomes: andere vorstellbare Ergebnisse / Zielzustand - referent instrumentalities: andere (bessere) Umstände werden vorgestellt und mit den realen Umständen verglichen - likelihood of amelioration (Erwartung einer Verbesserung): wie wahrscheinlich ist es den Zielzustand in der Zukunft zu erreichen reale Umstände -> reale Outcomes simulierte Umstände -> referent outcomes referent instrumentalities (Vergleich der Umstände) All diese Komponenten tragen zu Ärger bei, gerade wenn die Erwartung einer Verbesserung gering ausfällt.
- Wie lässt sich die Person-Gruppen-Diskrepanz sozialer Diskriminierung erklären? Vergleichsdimensionen sind unterschiedlich: - viele Auf- und Abwärtsvergleich auf individueller Ebene (Regression zur Mitte) - weniger, aber saliente Vergleiche auf intergruppalen Ebene motivationale Erklärungen: - individuelle Motivation (z.B. Selbstwertschutz) - gruppenbezogen Motivation (z.B. Anstrebung einer Verbesserung) kognitive Erklärungen - Verfügbarkeit - unterschiedliche soziale Vergleiche (s.o)
- Wann spricht man von sozialer Diskriminierung? Differenzierung =/= Diskrimierung Diskriminierung: Wenn Uneinigkeit über die Legitimität der Differenzierung und ihrer Bewertung besteht (Perspektivendivergenz)
- Wie wird relative Prototypikalität gemessen? 1.) Aufschreiben der typischen und distinkten Merkmale der Eigen- und Fremdgruppe 2.) Bewertung der gemeinsamen inklusiven Kategorie auf den Merkmalen der Eigen- und Fremdgruppe 3.) Berechnung des Differenzwerts: Relative Prototypikalität = Mittelwert (Eigengruppenattribute) - Mittelwert (Fremdgruppenattribute)
- Wie funktioniert Projektion aufgrund von Prototypen? - Die Eigengruppe wird jeweils als prototypischer gesehen (relative Prototypikalität) - Je höher die relative Prototypikalität der Eigengruppe, desto schlechter wird die Fremdgruppe bewertet.
- Was determiniert Eigengruppenprojektion? Doppelte Identifikation - Identifikation mit Deutschland (Eigengruppe) und Europa (übergeordnete Gruppe) begünstigt Projektion Repräsentation der übergeordneten Kategorie - je einfacher, desto stärker die Projektion - Komplexität verringert die Projektion
- Wann führt relative Prototypikalität zur Bewertung einer Fremdgruppe? Abhängig von der Inklusion: - Ist übergeordnete Gruppe inklusiv / ist die Fremdgruppe Teil von ihr? - Wenn nicht, dann wirkt die relative Prototypikalität sich nicht auf die Bewertung der Gruppe aus.
- Wie verläuft die Richtung der Projektion? Beide Richtungen möglich: Attribute der Eigengruppe (Deutsche) wird auf übergeordnete Gruppe (Europäer) projiziert. Bei einer komplexeren Repräsentation Europas werden Deutsche als weniger unterschiedlich von Italienern und Briten gesehen.
- Was sind Bedingungen für einen positiven Kontakt zwischen Gruppen? gleicher Status gleiche übergeordnete Ziele Kooperation Unterstützung von Autoritäten Nicht notwendige - sondern erleichternde Bedingungen!
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