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Pädagogische Psychologie (Fach) / K (Lektion)
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- Definitionen (Päd. Psych) A. Fischer → Wissenschaftliche Seite der psychol. Seite von Erziehung J.F. Herbart → Erziehung als zweiseitig (Psychologische Seite = Mittel + Wegelehre | Ethische Seite = Werte)Einbezug von Werten in psychol. Seite?
- Pädagogische Psychologie Untersucht Veränderung in Verhalten/Erleben durch Lern-/Erziehungsprozesse Aufgabe: Entwickeln/Evaluation von Interventionen
- Größte Gebiete der pädagogischen Psychologie Instruktionspsychologie - Interaktion Lehren-Lernen, Passung Lehrender-Lernender Erziehungspsychologie - Interaktion Erziehender-Edukand, Erziehen und Beraten, Modifikation von Erziehungsprozessen (meist familiär) Pädagogisch-Psychologische Diagnostik und Intervention - Diagnostik und Förderung im Erziehungs-/Bildungskontext (Kleine vs. große Ebene)
- Intentionale Erziehung - Absichtsgeleigete Einflussnahme zum Wohl des Kindes - Verbesserung der Persönlichkeit im Fokus (Brezinka, 1995)
- Funktionale Erziehung Alles, was Änderung in Verhalten/Erleben des Kindes verursacht (Auch ohne Erziehungsmotiv) Bsp: Modelllernen
- Pädagogisches Verhältnis Verhältnis der Wechselwirkung (Besonders bei Kindern wichtig) → Muss Kindeswohl dienen Orientierung an Lebensaufgaben + EntwicklungsstandZiel: Sich selbst überflüssig machenWichtig: Aufnahmebereitschaft des Edukanten
- Lehr-Lern-Forschung Interesse an Verbesserung der Lehrsituation zur Optimierung des Lernerfolgs Bezug entweder über instruktions- oder konstruktionsorientierte Sicht
- Instruktionsorientierte Sicht Fokus auf Optimierung der Lehrtätigkeit: Was machen gute Lehrer? (Prozess-Produkt-Forschung) Gebiete: Strukturierte Informationsdarbietung, Diagnose der Lernvoraussetzungen, Klassenführung
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- Konstruktionsorientierte Sicht Fokus auf Lernen: Was kennzeichnet Lernexperten? (Novizen-Experten-Forschung)Wie wird Wissen selbstständig gewonnen/konstruiert? Gute InformationsverarbeitungSelbstgesteuertes LernenKollaboratives Arbeiten
- Komponenten von Instruktionsprozessen (Glaser) Normatives Modell von Glaser Component Performance - Was soll gelernt/gefördert werden? (Wissen [Deklarativ/Prozedural], Strategien, affektive + soz. Kompetenzen) Initial state of the learner - Lernvoraussetzungen (Vorkenntnisse + Voraussetzungen) Learning and state transformation proceses - Zielerreichung (Lehrmethoden Novize-Experte, Interaktion Lehr-Lernprozesse) Assessment and monitoring - Steuerung durch v. Lehren + Lernen Feedback (Lernfortschritte + -probleme erkennen, Evaluation der Instruktionen)
- Instruktionsmodell (Gagne) Aufmerksamkeit wecken → Aufnahmebereitschaft Lernziele informieren → Erwartungshaltung Vorwissen aktivieren → Abruf des Wissens aus LZG in AG Inhalte präsentieren → Aufmerksamkeit wird selektiv ausgerichtet Anleitung zum Lernen geben → Neue Inhalte in LZG einprägen Verhalten/Aufgaben ausführen lassen → Bearbeitung/Reaktion Rückmeldung geben → Korrekte Antworten verstärken Leistungen (i. Hinblick auf Kriterium) beurteilen → Wissen abrufen/als Lösung umsetzen Lerntransfer auf variierende Aufgaben fördern → Generalisierung v. Wissen auf neue Aufgaben/Situationen
- Kennzeichen von Expertentum beim Lernen Problemorientierte Lernumgebung → Strategisches Denken + Selbstregulation + Kooperation
- Good Strategy User (Pressley, Borkowski & Schneider, 1987) Kognitive Merkmale - Vorwissen, Strategien, gute Metakognition, konditionales Wissen Motivationale Merkmale - Inkrementstheorie, Anstrengung hat Wert, setzt indiv. Verbesserungsziele, keine Angst vor Fehlern/Herausforderungen, pos. Vorstellungen über Zukunft durch Lernen
- Inkrementstheorie Geht davon aus, dass Fähigkeiten nicht angeboren sind, sondern grundsätzlich erlernt werden können
- Entitätstheorie Fähigkeiten und Begabungen sind angeboren und können nicht erlernt werden
- Doktrin der formalen Bildung In Schule soll vermittelt werden, wie Lernen funktioniert (heute nicht mehr relevant)
- Response to Intervention (RTI) Dreistufiges Programm zu Förderung von Kindern mit Lernstörungen Stufe: Universelle Prävention - Hinterfragen gen. Unterrichtsqualität (Testung 4 X/J) Stufe: Zielgruppenbez. Prävention - Kleingruppen-Intervention mit eigenem Curriculum, betrifft Non-Responder (Testung monatlich) Stufe: Indiv. Prävention - 1:1-Betreuung oder Gruppen-Prävention, Ziel = Zurückstufung zu Stufe 2 (Testung wöchentlich) → Besonderheit: Distanzierung von IQ-Diskrepanz-Kriterium
- Reciprical Teaching Defizit: Rückstände des sinnentnehmenden Lesens (c.a 2 Jahre)Ziel: Aufbau/Vermitteln einer guten LesestrategieMethode: Wechselnde Besetzung des Lehrerkinds und vertiefendes Nachdenken über TextEffekte: Auch nach einem Jahr stabil Vierschrittiges Programm: Tilgen - Streichen unwichtiger/redundanter Information Abstrahieren - Beispielliste einem Oberbegriff zuordnen Suche - Zusammenfassenden Satz in Text suchen Konstruiere - Zusammenfassenden Satz für Textabschnitt erstellen
- Instruktionsprizipien (RT) Informierte Instruktion - Erläuterung/Begründung von Vorgehen/StrategienModellverhalten - Techniken an Beispiel vormachen (verbale Begleitung) Integriertes Training - Flexible Anwendung aller vier StrategienIndiv. Feedback - Rückmeldung/Registrierung indiv. LernfortschritteDiskursive Vermittlung - Gruppeninteraktion (Abgeben der Lehrerrolle) *Scaffolding - Verantwortungsübertragung in Zone der nächsthöheren Entwicklung
- Stretegien des sinnentnehmenden Lesens Predicting Questioning Summarizing Clarifying
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- Effektstärken d < .2 → Unerheblich d = .2 → Schwacher Effekt (+ 8PR-Punkte) d = .5 → Mittelstarker Effekt (+ 19PR-Punkte) d = .8 Starker Effekt (+ 28 PR-Punkte)
- Idealeffekt (Bloom) d größer/gleich 2 (2-Sigma-Kriterium) → Zuwachs von 48PR-Punkten
- Unterrichtseffekt (Hattie) Definiert die obere Grenze dessen, was guter Unterricht im Zeitraum eines Schuljahrs durchschn. im Lernen von Schülern bewirkt (d = .4)
- Conceptual Theories Beschäftigen sich mit Lernbedingungen und -voraussetzungen Beispiel: Kognitive Fähigkeiten, Mot. Voraussetzungen, Soziales, Institutionelles
- Action Theories Was soll wie gefördert werden?
- Evalutaion pädagogisch psychologischer Arbeiten Stärke/Nachhaltigkeit von Effekten Generalisierung von Effekten Implementierungsfragen für natürlichen Kontext
- Erziehungsziel Vorstellungen/Dispostitionen → Vom Erzieher als wertvoll beurteilt → Umsetzung bei EdukandZeitliche Konstanz (Unterziele) Zielzustand positiv bewertet, angestrebt und realisierbar
- Erziehungswertewandel Ab 1980er hin sowohl bei Eltern als auch Lehrern mehr Wunsch nach Entwicklung des Individuums, weg von Leistung/Disziplin Mittlerweile eher Tendenz zu traditionellen Werten
- Operationalisierung von Erziehungszielen Zielspezifikation wichtig Welches Verhalten? → Rahmenbedingungen → Erfolgskriterium Hilfsmittel: Verhalten-Inhalts/Situations-Matrix und Lernzieltaxonomien
- Kognitive Taxonomie Wissen → Verstehen → Anwenden → Analysieren → Evaluieren → Synthese
- Affektive Taxonomie Aufnehmen → Reagieren → Werten → Wertordnung → Bestimmtwerden durch Werte
- Erziehungsstil (Definition) Theoretische Konstruktionen → Beschreiben interindividuell variable/intraindividuell stabile Tendenzen in erzieherischen Situationen zu reagieren
- Agency Autonomie Assertivität Kompetenz
- Communion Vertrauen Verantwortung Gemeinschaft
- Demandingness Anforderungen/Regeln Kontrolle/Konsequenzen
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- Responsiveness Wärme/Vertrautheit Sensitivität/Unterstützung
- Autoritärer Erziehungsstil Demandingness ↑ | Responsiveness ↓ Strikte Durchsetzung elterlicher Autorität/Kontrolle Sanktionierung des Kindes bei abweichendem Verhalten Emot. Kälte Kinder: Neg. Emotionalität, Geringe selbstständigkeit/Neugier/Leistungsmot./Selbstvertrauen
- Autoritativ Demandingness ↑ | Responsiveness ↑ Verknüpfung Regeln-Wärme Begründete Regeln Kinder: Pos. Emotional, soz. aufgeschlossen/selbstsicher, sicher bei neuen Aufgaben
- Permissiver Erziehungsstil Demandingness ↓ Große Freiheiten ohne Anforderungen Kinder: Geringe Selbstkontrolle & Leistungsmotivatio, hohe Impulsivität
- Transmission Vermittlung von Information durch Lehrperson → Lernende reproduzieren Lernprozess nach Lehrendem und Anforderungen ausgerichtet
- Konstruktion von Wissen Wissen durch Interpretation/Diskussion erarbeitet → Bedeutung durch Vernetzung Wissen-Vorwissen Lehrender betreut/klärt → Lernende bilden Forschungsgruppen (Kollaboration + Diskurs) Mehrere Blickwinkel erwünscht Aufgaben aus Anwendungsbezug
- Problem-Geschichten-Ansatz (Prinzipien) Einbettung in Alltagskontext Mehrere Lösungswege und -ansätze Partizipation in Form eigener Lösungen, Entdeckungen und Anknüpfung an Vorwissen
- Entkontextualisierung von Wissen Wissen wird in Schule von Kontext gelöst vermittelt → Wissen aber normalerweise als "Handwerkszeug" an Kontext gebunden → Reproduktion ist erschwert
- Träges Wissen (Erklärungen) Metadefizit = Anwendung ist Problem → Wissen ist tauglich, Anwendungsmöglichkeit nicht erkannt Strukturdefizit = Nicht genug Wissen, um Problem zu lösen Situiertheit = Wissen stark in Erwerbskontext gebunden → Träges Wissen normal
- Metaprozess-Erklärungen (Träges Wissen) Metakognitives Defizit = Fehlendes kondit. Wissen Motivationales Defizit = Selbstwirksamkeitserwartung + intrinsische Motivation ↓ Volitionales Defizit = In Konflikt stehende Handlungstendenzen, fehlende Planung
- Strukturdefizit-Erklärungen (Träges Wissen) Konzeptuelles Wissen - Fehlendes Verständniswissen Wissenskompilierung - Fehlende Verknüpfung mit Anwendung, Transformation deklarativ-prozedural fehlerhaft Kompartmentalisierung - Schulwissen und Weltwissen getrennt gespeichert
- Situiertheitserklärung (Träges Wissen) Affordances und Constraints der Situation sind nicht für einen Transfer geeignet → Wissen wird nicht auf neue Handlungskontexte übertragen
- Cogitive Apprenticeship Lernprinzip, in dem das Vermitteln allgemein nützlicher Fähigkeiten im Fokus steht. Lernziele und -inhalte sollen das Interesse des Ler Schritte Modeling - Vormachen → Prozesse verbalisieren Coaching - Handlung betreut ausführen (Überwachung + Steuerung), Vermittlung zus. Fähigkeiten Scaffolding - Gerüst der Unterstützung durch Meister Fading - Unterstützung ("Gerüst") langsam abbauen Reflexion - Betrachtung von Gelungenem/Fehlern (→ Metakognit. Aktivität) Practice - Üben bis zur Automatisierung
- Simulationen Übertragung der Funktionsweise (Prozesse + Einflüsse) eines Realitätsbereichs auf mediengestützte Lernumgebung, in der die Rolle der Steuerung und Überwachung eines Systems übernommen wird.
- Fallbasiertes Lernen (+ Probleme) Konfrontation der Lernenden mit realist. Problemszenario → Wie wurde Problem gelöst? Wie können wir/ich das Problem lösen? Probleme: Klarheit über Lösungsverhalten der Experten muss vorliegen, Fälle sind hochspezifisch (→ k. Abdeckung des nötigen Gesamtwissens), Fälle oft nicht systematisch aufgebaut
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