Sozialpsychologie (Subject) / Intergruppenbeziehung (Lesson)

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  • Was bedeutet "Salienz"? Auffälligkeit, Aufmerksamkeit erregend
  • Welches sind die drei Komponenten von Vorurteilen? Stereotyp (kognitiv), Emotion (affektiv), Diskriminierung (behavioral)
  • Was sind Auswirkungen von Vorurteilen auf das Opfer? sich selbst erfüllende Prophezeiungen Bedrohungen durch Stereotype
  • Nach der Theorie des realistischen Konflikts werden Vorurteile und Diskriminierung wahrscheinlich zunehmen, wenn a. ein Land eine Geschichte mit institutionalisiertem Rassismus hat b. die Person, die Stereotype hat, frustriert ist c. es eine Konkurrenz um Arbeitsplätze im Land gibt d. das Vorurteil eher explizit als implizit ist c. es eine Konkurrenz um Arbeitsplätze im Land gibt
  • Rebekka berichtet für die Hochschulzeitung über das Fussballspiel ihrer Universität gegen deren Erzrivalen. Beim Spiel interviewt sie mehrere Studierende von ihrer Hochschule, beschließt jedoch, dass sie nur einen oder zwei Studierende von der rivalisierenden Hochschule interviewen muss, um die allgemeine Meinung der Studierenden an dieser Universität zu verstehen. Reekka zeigt... .. eine Wahrnehmung der Fremdgruppenhomogenität
  • Weil die meisten Formen des direkten Vorurteils und der Diskriminierung in den Vereinigten Staaten gegen das Gesetz verstoßen, hat die Äußerung von Vorurteilen.. ... sich nicht verändert.
  • Nehmen wir einmal an, Sie sind Barkeeper und beobachten in Ihrem Lokal gelegentlich Streitereien. Obwohl Sie nicht sehr viele Menschen mit einem sichtbar getragenen Tattoo kennen, scheint es Ihnen so zu sein, dass Menschen mit Tattoos mit größerer Wahrscheinlichkeit in Streitereien geraten als Menschen ohne Tattoos. Doch Sie haben Unrecht; Menschen mit sichtbar getragenen Tattoos geraten nicht mit größerer Wahrscheinlichkeit in Streitereien. Aufgrund der Forschung, geht ihre fehlerhafte erinnerung höchstwahrscheinlich auf was zurück? eine illusorische Korrelation
  • Gemäß der sozialpsychologischen Forschung hat der Rassismus in den USA heute a. sich fast in nichts aufgelöst. b. sowohl für die Rassisten als auch für diejenigen, die von ihnen diskriminiert werden, ein geringeres Selbstwertgefühl zur Folge. c. stärker auf dem kontrollierten Niveau abgenommen als auf dem automatischen Niveau. d. das gleiche Ausmaß auf dem kontrollierten Niveau. c. stärker auf dem kontrollierten Niveau abgenommen als auf dem automatischen Niveau.
  • Bei einer Party macht Thilo negative Bemerkungen über Schwule und Lesbierinnen. Folgt man der Forschung in der Sozialpsychologie, durch welchen der folgenden Sätze lässt sich dann Thilos Verhalten am wenigsten erklären? a. Thilo hat kürzlich herausgefunden, dass er schlechte Leistungen bei einer wichtigen Klausur bekam, und hatte ein geringes Selbswertgefühl. b. Thilos Freunde machen oft ähnliche Bemerkungen, und er ging aus normativen Gründen mit ihnen konform. c. Als Thilo noch ein Kind war, haben seine Eltern oft negative Bemerkungen über Schwule und Lesbierinnen gemacht. d. Thilo hatte eine starkes Selbstwertgefühl und wähnte sich seiner eigenen Sexualität sehr sicher. e. Thilo bewarb sich kürzlich um eine Arbeitsstelle, aber er erfuhr, dass statt seiner eigenen Person ein offen schwuler Mann die Stelle bekam. d. Thilo hatte eine starkes Selbstwertgefühl und wähnte sich seiner eigenen Sexualität sehr sicher.
  • Gemäß der sozialpsychologischen Forschung wird welcher der folgenden Vorfälle Thilo am wenigsten davon abhalten, in Zukunft ähnlich negative Bemerkungen über Schwule und Lesbierinnen zu machen? a. eine Frau, die Thilo mag, erzählt ihm, dass sie seine negativen Bemerkungen missbilligt. b. Thilo findet heraus, dass ein Mitglied einer rivalisierenden Verbindung schwul ist. c. Robert, ein enger Freund von Thilo und Mitglied seiner Verbindung, erzählt Thilo, dass er (Robert) schwul ist. d. Thilo wird im Biologieseminar ein Laborpartner zugewiesen, der offen schwul ist. Um eine gute Note im Seminar zu bekommen, muss Thilo mit seinem Partner zusammenarbeiten. b. Thilo findet heraus, dass ein Mitglied einer rivalisierenden Verbindung schwul ist.
  • Melissa bekommt keine Zulassung für die Hochschule, auf die sie gehen möchte. Dafür gibt sie Maßnahmen zur positiven Diskriminierung die Schuld und beginnt, sich Schülern der Minderheit an ihrer Schule gegenüber aggressiv zu verhalten. Durch was lässt sich diese Aggression am besten erklären? das Auswählen eines Sündenbocks
  • wahr oder falsch: In der Evolutionstheorie wird behauptet, dass unterschiedliche menschliche Rassen unterschiedliche genetische Veranlagungen haben, die sie dazu veranlassen, unterschiedliches Sozialverhalten anzunehmen. falsch
  • wahr oder falsch: Menschen suchen oft nach Informationen, die es ihnen ermöglichen, sich selbst einzureden, dass es eine stichhaltige Rechtfertigung dafür gibt, eine negative Einstellung gegenüber einer bestimmten Gruppe zu haben. wahr
  • wahr oder falsch: Man hat herausgefunden, dass die Bedrohung durch Stereotype die Leistung von Afroamerikanern und von Frauen abnehmen lässt. wahr
  • wahr oder falsch: Wenn man Menschen kategorisiert, ist das eine bequeme Weise, etwas zu lernen und es zu erinnern. wahr
  • Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Stereotyp, Vorurteil und Diskriminierung? Gemeinsamkeiten: Generalisierung auf Gruppe, Vernachlässigung individueller Faktoren Unterschiede: Vorurteil (pos./neg. Evaluation), Stereotyp (Zuschreibung Eigenschaften), Diskriminierung (pos./neg. Handlung)
  • Was sind die Funktionen von sozialen Kategorien? Vereinfachung der Welt sinnvolle Einteilung der Welt erspart schmerzhafte Lernerfahrungen ("going beyond the information given") reduziert kognitive Belastung
  • Wie bilden Menschen Kategorien? Zuordnung aufgrund salienter Merkmale generell, z.B. Geschlecht ansonsten: kontextabhängig (BWLer)
  • Was ist Akzentuierung? Welche Konsequenzen hat es für die Bildung von Stereotypen und Vorurteilen? Nennen Sie 3 Beispiele aus ihrem täglichen Leben, in dem Akzentuierung sichtbar ist. Überbetonung, Hervorhebung Wenn ich für die Prüfung lernen will, entscheide ich welche Themen wichtig und welche weniger wichtig sind.
  • Was ist ein Stereotyp? Was sind Vor- und Nachteile? eine Reihe von Überzeugungen über die Merkmale der Mitglieder einer sozialen Gruppe Vorteil: Vielzahl von Infos kann schnell verarbeitet, gespeichert und abgerufen werden Nachteil: nur Verallgemeinerung der Realität, nicht immer zutreffend
  • Erklären Sie, wie Rollen und soziales Lernen als Basis für Stereotype fungieren können. Durch soziale, kulturelle, wirtschaftliche, politische und historische Faktoren wird eine Rolle erzeugt. dadurch, dass die zugesprochene Gruppe eben diese Rolle einnimmt und sich rollenkonform verhält, kommt es im nachhinein zu einer dispositionalen Attribution (Behauptung: Persönlichkeit sei schuld). Dies wird dann schließlich auf die Gruppe verallgemeinert. Sind keine eigenen Erfahrungen vorhanden, entstehen sozial vermittelte Stereotype. Besonders Kinder greifen diese schnell auf. Soziale Kommunikation kann Stereotype verstärken.
  • Überlegen Sie, in welchen Kontexten in ihrem Leben soziale Rollen die Ausbildung von Stereotypen beeinflusst haben könnten. soziale Rolle als Tochter, Enkelin, Schwester, Partnerin, Freundin, Studentin,...
  • Wie kann Werbung Stereotype bilden, verbreiten oder verhindern? indem sie sich an eine bestimmte Zielgruppe wendet ( Bedürfnissen, Interessen und Verhaltensweisen)
  • Positive Diskriminierung Bestimmte Personengruppen fördern und dadurch andere diskrimieneren, z.B. durch Quoten "Um den Ausländern Chancengleichheit zu verschaffen, muss jedoch für wenigstens zwei Generationen mehr für Ausländer getan werden als für Deutsche." http://de.wikimannia.org/Positive_Diskriminierung
  • Minimal Group Paradigm (Kriterien?) Automatismus, sich selbst bei unwichtigen Merkmalen einer sozialen Gruppe zuzuordnen keinerlei face-to-face-Interaktion Anonymität der Gruppenmitgliedschaft kein persönl. Nutzen d. geforderten Verhaltensweisen Verhaltensweisen für Vpn sind reale, bedeutsame Entscheidungen Fehlen jeglicher instrumentellen o. rationalen Verknüpfung zwischen Art der Gruppeneinteilung und Art des Verhaltens zw. den Gruppen
  • Merkmale eines Vorurteils - das Urteil ist falsch - voreilig - generalisierend - besitzt den stereotypen Charakter eines Klischees - enthält neben einer Beschreibung auch eine Bewertung - auch wenn es sich als falsch erweist, wird an ihm festgehalten
  • Kategorien - subjektiv wichtige werden von unwichtigen Infos getrennt - dadurch wird Infoflut verringert, Mensch bleibt handlungsfähig - sind durch Erziehung gelernt - enthalten Wertung, die auf kategorisierte Person übertragen wird
  • Was ist der wesentliche Unterschied zwischen der Theorie des realistischen Gruppenkonflikts und der Sozialen Identitätstheorie (SIT)? Bei der Theorie des realistischen Gruppenkonflikts wird der Wettbewerb um knappe Ressourcen als Ursache eines Konflikts angesehen. Bei der SIT wird die Gruppenangehörigkeit und er Selbstwert als Ursache angenommen.
  • Was ist minimal an minimalen Gruppen? Welche Implikationen haben die Studien zu minimalen Gruppen für den Alltag? Es reicht ein kleinstes Merkmal aus um eine Gruppe zu formen. Alltag: Gruppenbildung erhöht Produktivität etc.
  • Manche Wissenschaftler sagen, dass das Paradigma der minimalen Gruppen eigentlich Paradigma der maximalen Gruppen heißen sollte. Können Sie sich vorstellen warum? Für die Personen der sogenannten In-group maximiert sich der "Gewinn" sobald sich auch nur eine minimale Gruppe bildet.
  • Manchmal werden kleinere Eigengruppen als homogener empfunden als Fremdgruppen. Warum könnte das so sein? Weil es eine kleinere Gruppe ist, weil ich die anderen Mitglieder "meiner" Gruppe nicht kenne oder weil "meine" Gruppe gerade eben die Homogenität auszeichnet.
  • Was kann ein individuum gegen negative soziale Identität tun? Welche Ausprägungen können die drei grundlegenden Möglichkeiten annehmen? Wann kommt welche zum Einsatz? soziale Mobilität (Wechsel in status-höhere Gruppe)→ Gruppengrenzen durchlässig sozialer Wettbewerb→ Gruppengrenzen undurchlässig, instabile und nicht gerechtfertigte Statusbeziehung soziale Kreativität→ Gruppengrenzen undurchlässig, stabile und gerechtfertigte Statusbeziehung
  • Wenden Sie die soziale Identitätstheorie auf ein aktuelles Beispiel für Intergruppenkonflikte an. Welche Rollen könnten soziale Identitäten für die Entstehung und Aufrechterhaltung spielen? Welche Hinweise gibt die Theorie für psychologische Ansätze zur Konfliktreduktion? Zusammenlegung zweier Universitäten.
  • Welche Ansätze sehen Sie auf Basis der besprochenen und gelesenen Theorien, Intergruppenkonflikte zu reduzieren bzw. zu vermeiden? Welche Vor- und Nachteile haben die von Ihnen vorgeschlagenen Lösungen teilweise? wechselseitige Distinktheit (Anerkennen von Unterschieden ( wichtigste)!) Rekategorisierung Dekategorisierung (Betonung der personalen Identität) Kontakthypothese
  • Was sind die Bedingungen dafür, dass Kontakt Stereotype verändert? Wo sehen Sie dies in Ihrer sozialen Umgebung gut verwirklicht, wo nicht? Entwickeln Sie auf Basis dieser Forschung Interventionen, um Stereotype in einem konkreten Anwendungsbeispiel in Ihrer Umwelt zu reduzieren. gegenseitige Abhängigkeit gemeinsame Ziele kein Rollenverhalten (gleicher Status, informaler und persönlicher Kontakt) häufiger Kontakt mit vielen soziale Norm der Gleichberechtigung gut: Kommilitonen, Freundeskreis nicht gut: Familie
  • Was ist der Reboundeffekt? verstärktes Wiederaufleben eines abgesetzten Stereotyps (erst Abnahme, dann Zunahme)
  • Was sind Ziele der Jigsaw-Methode? Ziel der Jigsaw-Methode ist es Vorurteile abzubauen, Selbstbewusstsein, stärken Schul- und Lernklima verbessern, Schulschwänzen reduzieren, Verantwortung lernen usw. und verfolgt die Ziele des Kooperativen Lernens.
  • Was geschieht beim Pygmalion-Effekt? Wenn die (vorweggenommene) positive Einschätzung eines Schülers (etwa „der Schüler ist hochbegabt“) sich durch einen Lehrer im späteren Verlauf bestätigt, spricht man vom Pygmalion-Effekt. Dieses wird dadurch ermöglicht, dass der Lehrer seine Erwartungen in subtiler Weise den Schülern übermittelt, z. B. durch persönliche Zuwendung, die Wartezeit auf eine Schülerantwort, durch Häufigkeit und Stärke von Lob oder Tadel oder durch hohe Leistungsanforderungen.
  • Erkläre "wechselseitige Distinktheit"! Empfehlung, den Intergruppenkontakt herzustellen, während man gleichzeitig die Gruppenmitgliedschaften als salient aufrechterhält, um eine Verallgemeinerung der Kontakterfahrung auf die ganze Fremdgruppe zu fördern.
  • Erkläre "Dekategorisierung" und "Rekategorisierung"! Dekategorisierung: Sie hat zum Ziel, durch die Minimierung der Salienz der Gruppenmitgliedschaft die soziale Kategorisierung zu reduzieren. Die Fremdgruppenmitglieder sollen als Individuen wahrgenommen werden und nicht als Vertreter der Fremdgruppe. Rekategorisierung: zielt darauf ab, das Gemeinsame zwischen Eigen- und Fremdgruppe zu betonen, so dass eine übergeordnete Kategorie wichtig wird und die Unterschiede zwischen den Gruppen kleiner werden.
  • Wie ist eine Reduktion von Vorurteilen mittels Kontakthypothese möglich? Notwendigkeit (gegenseitige Abhängigkeit) Motivation (gemeinsame Ziele) kein Rollenverhalten (gleicher Status und iformaler, persönl. Kontakt) kein subtyping (häufiger Kontakt mit vielen) soziale Norm der Gleichberechtigung (Akzeptanz für nicht-stereotypisierendes Verhalten)