28

Zoologie (Subject) / Zoologie Vorlesung Teil 2.2 (Lesson)

Mittwoch

This lesson was created by vivlavie.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Arthropoda Autapomorrphien : Plattenskelett Cephalon aus Acron und mind. 5 Segmenten Gliederextremitäten ein Paar lateraler Facettenaugen und primär vier Medianaugen
  • Arthropoda Plattenskelett: Cuticula gleichförmiges Exoskelett => heterogenes Plattenskelett pro Segment: 1 dorsale Platte (Tergum), 2 laterale Platten (Pleurae) und 1 ventrale Platte (Sternum); Beweglichkeit durch Interesegmentalhäute Extremitäten mit Gelenken, an sehr beweglichen Stellen: Resilin Segmente zu funktionellen Einheiten zusammen gefasst => Tagma z.B. Prosoma, Arthropoda Kopf, Thorax
  • Arthropoda Gliederextremitäten: Extremitäten (Arthropodien): Lauf-, Grab-, Sprung-, Kletter- und Schwimmbeine etc. ; Glieder aus festen Röhren gebildet; Verbindung zum Körper über Hüftglied (Coxa) Ausgangspunkt in der Evolution möglicherweise ein "Spaltbein" mit einem zunächst ungegliederten, einästigen Protopoditen; serielle Homologie der Glieder nicht gesichert
  • Arthropoda Facettenaugen: Facettenaugen aus Einzelaugen (Ommatidien) zusammengesetzt, bei Libellen ca. 30.000; für Crustacea und Insecta charakteristisch und in allen Einzelheiten grundsätzlich gleich aufgebaut; bei Arachnida und Myriapoda zu Gruppen modifizierter Ommatidien aufgelöst Ommatidien: Cornea, Kristallkegel, Photorezeptorzellen
  • Arthropoda Bau der Facettenaugen: Lichtsammel- und Brechapparat der Facettenaugen: a) cuticuläre Limnse (Cornea) wird von zwei Zellen sezerniert : Corneagenzellen (Crustacea), primäre Pigmentzellen (Insecta) b) Kristallkegel, von 5 Semperzellen gebildet lichtsensitiver Apparat: Kranz von 8 Photorezeptorzellen; Mikrovillisäume (Rhabdomere) zum Zentrum; stabförmige Lichtleiter (Rhabdom); Pigmentzellen isolieren optisch
  • Chelicerata Körper gegliedert in Vorderkörper (Prosoma) und Hinterkörper (Opisthosoma); Cheliceraten generell ohne Antennen und Mandibeln Gliedmaßen am Prosoma (aus 6 verschmolzenen Segmenten) 1) vorderste Gliedmaßenpaar = Kieferklauen (Cheliceren) Innervation durch Deutercerebrum 2) zweites Paar: Laufbeine (Xiphosura) oder Pedipalpen (=Kiefertaster), Innervation Tritocerebrum 3-6)Laufbeine Gliedmaßen am Opistosoma stark gewandelt: z.B. Genitalöffnungen, Atmungsorgane Spinnwarzen => Umwandlung der Extremitäten zu inneren Organen
  • Arachnida terrestrische Lebensweise=> tiefgreifender Umbau (Konvergenz); Umbau der Buchkiemen zu Fächerlungen (Buchungen); alternativ Ausbidung von Röhrentracheen; extraintestinale Verdauung; Malpighische Schläuche (entodermal); Verlust oder Umwandlung der Opistosomenextremitäten; Auflösung der Facettenaugen zu Einzelaugen;Ausbildung cuticularer Sinnesorgane; Entwicklung innerer Besamung; Larventyp: Praenymphe in Brutpflege, Nymphe als freies Stadium
  • Skorpiones Prosoma mit einheitlicher RÜckendecke; Opisthosoma aus Mesosoma und Metasoma, Giftdrüse und Stachel Pedipalpen mit mächtigen Scheren; Fächerlungen: 4 Paar (3.-6. Segment); Genital- und Kammabschnitt (2.); Pectines: kammartige Extremitätenreste => Sinnesorgan, Untergrundprüfung Gifte = komplexe Mischungen mit basischen Proteinen wirken als Neurotoxine
  • Advertisement
  • Araneae alle terrestrisch, bis auf Wasserspinne, Körperlängen von 0,5 mm bis 20 cm Körperbau relativ einheitlich, oft mit dichten Borsten besetzt; Prosoma und Opisthosoma durch Stielchen (Petiolus) verbunden
  • Araneae Giftdrüsen: wichtige Voraussetzung für evolutiven Erfolg (I): Giftdrüsen in Cheliceren; Beute durch Biss getötet Gift: neurotoxisch oder cytotoxisch und haemolytisch wirkende Substanzen
  • Araneae Spinndrüsen und Netze: eevolutiver Erfolg (II): Netzbau Spinndrüsen im Opisthosoma, münden in Spinnspulen; mehrere Spinnspulen bilden eine Spinnwarze; 4-8 versch. Drüsentypen => Spinnseide, Klebtropfen, Kokonseide u.a.; Spinnseide besteht aus Fibroinen Spinnwarzen: gehen aus Extremitätenanlagen des 4. u. 5. Opisthosomasegments hervor; frühe Teilung, posteriore Verlagerung => 4 vordere und 4 hintere Spinnwarzen Kein Netzbau z.B. Wolfsspinne, Krabbenspinne
  • Acari neue Körpergliederung a) Mundgebiet mit Anhängen verwächst zum Gnathosoma, Coxen der Pedipalpen => infracapitulum mit Rinne, Pharynx b) Rest des Körpers =Idiosoma 1. Beinpaar zum Tasten 3 Laufbeinpaare
  • Crustacea marin, limnisch, terrestrisch: sehr formenreiche Gruppe z.T. hohe Individuenzahl Segmente und ihre Anhänge zu Tagmata zusammengefasst: Cephalon: Acron + 5 Segmente: 1.+ 2. Antennen, Mandiblen, 1.+2. Maxillen Thorax: variierende Anzahl an Segmenten: Thoracopoden Abdomen(=Pleon): variierende Anzahl an Segmenten + Telson, Pleopoden, Uropoden, Anhänge am Telson = Furkaläste(Furka)
  • Crustacea Verschmelzung der Körpersegmente: Überformung der Grundgliederung: Cephalothorax: Verschmelzung von Thoracomeren mit Cephalon; Thoaxextremitäten => Maxillipeden; unverschmolzene Thoraxsegmente (=Peraeon) Petasma; Pleotelson: Verschmelzung des letzten Pleonsegments mit dem Telson Carapax(Rückenschild): Teil des Cephalothorax, Abfaltung vom Kopfhinterrand, die sich zum Segment der 2. Maxille nach hinten über den Thorax wölbt => im Extremfall bei Ostracoda (Muschelkrebse) als zweiklappige Schale um den ganzen Körper
  • Crustacea charakteristische Extremtitäten: Spaltbein: zweigliedriger basaler Protopodir (stamm) aus Coxopodit und Basipodit; Protopodit gabelt sich in Endopodit (innenast) und Exopodit (Außenast) Protopodit kann Anhänge tragen: nach außen (Exit, Epipodit) und nach innen (Endit)
  • Crustacea Körperbau: Exkretion: bei fast allen Crustaceen im 2. Antennen- und/oder 2. Maxillensegment => Antennen-, Maxillardrüse Respirationsorgane: dünnwandige Cuticularregionen: bei kleinen Formen => ganze Körperoberfläche, bei großen Formen => Extremitätenanlage, Carapax-Innenfläche Lichtsinnesorgane: 2 laterale Komplexaugen und 1 Medianauge Nauplusauge => einziges Sehorgan der Larven
  • Crustacea Fortpflanzung: Entwicklung: indirekt, mit Häutungen und Metamorphosen gekoppelt => artspezifische Segmentzahl Anamerie: mit Häutungen gekoppelte Entstehung von Segmenten, fast alle Crustacea in Entwicklung durch Nauplius-Phase Nauplius: nur 3 Extremitätenpaare, mit unpaarem Naupliusauge Zoea: (Larve der Decapoda), früh entwickelten Segementanlagen, Entwicklung im Ei
  • Crustacea Systematik: bisland ungeklärt, ob die Crustacea an sich monophyletisch sind; als monophyletische Merkmale zählen: einheitliches Naupliusauge, 2 Paar Nephridien Einteilung in 5 höhere Taxa Cephalocarida Branchiopoda Maxillopoda Malacostraca(höchste Organisationsstufe, monophyletisch; 2 Tagmata: Cephalothorax und Pleon; Rumpfsegmente konstant: 8 Thoracomere, 7 Pleomere) Remipeia
  • Deuterostomia After geht aus dem Blastoporus hervor, Mund bricht auf der Ventralseite sek. durch
  • Protostomia After geht aus deiner sek. Ektodermeinstülpung hervor
  • Advertisement
  • Konsequenzen aus der Dorsoventralumkehr für die Organtopographie Protostomia => Herz dorsal Deuterostomia => Herz ventral
  • Deuterostomia (Neumünder) zunehmende Abfaltung der ZNS => ursprüngliche Deuterostomier besieptheliale Lage => Einfaltung von Abschnitten und Verlagerung in die Tiefe => röhrenförmiges ZNS (Neuralrohr) weitere Merkmale: Kiemendarm = Teil des Darmkanals mit Kiemenspalten => Nahrungsfiltration, Respiration Endoskelette: Hemichordata: Verdichtung der basalen Matric mit Kollageneinlagerungen (Eichel- und Kiemenskelett) bei den Enteropneusta; Echinodermata: mesodermales Kalkskelett unterhalb der Epidermis; Craniota: Differenzierung von Knorpel und Knochen im mesodermalen Bindegewebe
  • Echinodermata ausschließlich marin, fünfstrahlige Symmetrie; Ambulacralplatten; Larvenbilateralsymmetrie => Metamorphose => Adulte: pentamere Symmetrie; Hauptachse: Oral- Aboral Protocoel=Axocoel, Mesocoel=Hydrocoel, Metocoel=Somatocoel Mesocoel: bildet Ambulacralsystem, Abzweigungen münden in Füßchen => Ambulacralfüßchen; Steinkanal : Verbindung zum Außenmilieu Skelett mesodermal => Kalkplatten, denen Stacheln aufsitzen
  • Echinodermata von Bindegewebszellen (Skleroblasten) un syncytialer Vakuole gebildet: Calcit- Platten mit Poren (Stereomstruktur); Platten können pber feste Nähte (starr) oder über Kollagene (beweglich) verbunden sein charakteristische Skelettelemente = Stacheln: von Epidermis überzogen, beweglich, sitzen auf Gelenkhöckern, mit Muskeln ausgestattet, bei manchen Arten mit Giftdrüsen
  • Echinodermata Pedicellarien: Greifzangen, sitzen zwischen Stacheln, mehrteilig einzigartig: verändertes Bindegewebe: Verlagerung von Ca2+Ionen => Versteifung, Erschlaffung Madreporenplatten: Kalkscheiben von zahlreichen bewimperten Kanälchen durchzogen => offene Verbindung von Protocoelampulle und Steinkanal mit Meerwasser
  • Echinodermata Blutgefäßsystem: Hämolymphsystem ohne eigenes Wandepithel; Bahnen zwischen der Basalmembran der Coelothelien; Kontraktile erweiterte Gefäße: Axialorgan, Dorsalblase, in Wanderung des Protocoels Atmungsorgane: Gasaustausch passiv an dünnwandigen Stellen: Epidermis, Füßchen;ansonsten: Kiemenbüschel bei Seeigeln, ausstülpbare Bläschen (Papulae) in der Rückenhaut von Seesternen, Kiementaschen bei Schlangensternen Darmkanal: verläuft von oral nach aboral; folgt nicht der pentameren Symmetrie; bei Seesternen Magen voluminös; blindsackartige Ausläufer ziehen in die Arme
  • Echinodermata kein spezielles Exkretionssystem: Podocyten im Coelothel des Axialorgans oder an anderen Stellen; Coelomocyten als zelluläre Exkretionsform Nervensystem: => kein ZNS, zeitlebens basiepitheliale Organisation; 3 Systeme ohne direkt Verbindung; ektoneurales System, in Epidermis, Mund und Darmbereich => sensorischer Teil; hyponeurales System, cholinerg, steuert die Motorik der Skelettmuskeln; aborales System im aborale Bereich => Gonaden => Sinnesorgane wenig entwickelt
  • Echinoidea Körper kugel-, ei- oder scheibenförmig; Platten (Hautskelett) miteinander verwachsen; Stacheln auf Höckern, beweglich; besiedeln Hartböden; Mund mit hochspezialisiertem Kauapparat; "Laterne des Aristoteles"; Madreporenplatte aboral; 5 einfache Gonaden, Larve : Echinopluteus sekundär bilaterale Formen: nahezu bilateral symmetrisch, Körper oval, Anus randständig, Weichböden
Advertisement