Sozialpsychologie (Subject) / VL 7 (Lesson)

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Einstellungen und Werbung

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  • Einstellungen Bewertungen von Menschen, Gegenständen und Vorstellungen (ideen)
  • 3 Komponenten der Einstellung Affektive Komponente Kognitive Komponente Verhaltenskomponente
  • affektive Komponente emotionale Reaktion auf das Einstellungsobjekt
  • Kognitive Komponente besteht aus den Gedanken und Überzeugungen über das Einstellungsobjekt
  • Verhaltenskomponente besteht aus den Handlungen oder dem beobachtbaren Verhalten im Hinblick auf das Einstellungsobjekt
  • Woher kommen Einstellungen? genetische Komponente soziale erfahrung Bildung durch unterschiedliche Erfahrungsarten ( kognitiv, affektiv, verhaltensbasiert)
  • Explizite Einstellung Einstellungen, die bewusst sind und leicht benannt werden können 
  • Implizite Einstellungen Einstellungen, die unwillkürlich, unkontrollierbar und mitunter unbewusst sind
  • 3 Bedingungen unter denen sich Einstellungen am wahrscheinlichsten ändern durch Verhaltensänderung Persuasive Kommunikation Emotionen
  • einstellungskonträre Argumentation rauchenden Freund eine Nichtraucher-Rede halten lassen (unter Bedingungen geringer externer Rechtfertigung)
  • Persuasive Kommunikation eine Mitteilung (etwa eine Rede oder ein Werbespot), die von einer bestimmten Meinung zu einem Thema überzeugen soll Yale-Attitude-Change Approach beschreibt, wie man solch eine Botschaft einbaut
  • Yale Attitude Change Approach erfoscht die Bedingungen unter denen Menschen am wahrscheinlichsten ihre Einstellung unter Anwendung von persuasiven Botschaften ändern Experimente zu Bedingungen der Beeinflussbarkeit Wer (Quelle der Botschschaft) Was (Merkmale der Botschaft) Zu Wem (Merkmale der Rezipienten)
  • Das Elaborations-W´keits-Modell eine Erklärung der zwei Wege, auf denen persuasive Kommunikation eine Einstellungsänderung bewirken kann zentral peripher
  • zentrale Route zur Überzeugung Menschen sind motiviert sich mit den Argumenten der Botschaft auseinanderzusetzen -> hierbei auch längerfristige Änderung
  • periphere Route zur Überzeugung Menschen folgen nicht den Argumenten, sondern werden stattdessen von oberflächlichen Faktoren beeinflusst (z.B. davon wer die Rede hält)
  • Was entscheidet darüber, ob Menschen die zentrale oder periphere Route zur Überzeugung einschlagen? sie müssen sowohl motiviert als auch fähig sein auf die Fakten zu achten -> wenn beides gegeben ist folgen sie wahrscheinlich der zentralen Route
  • Wie ändern sich Einstellungen? man muss auf Emotionen appellieren Bsp: Zigarettenwerbung -> zu viel Furcht einflößen ist kontraproduktiv, da Menschen dann defensiv und unfähig nachzudenken werden - abhängig von der Art der Einstellung (kognitiv oder affektiv)
  • kognitiv basierte Einstellungen basieren mehr auf Annahmen über das Einstellungsobjekt
  • affektiv basierte Einstellungen basieren mehr auf Emotionen und Grundwerten
  • Einstellungsimpfung meint die Immunisierung von Menschen gegen Versuche, ihre einstellung zu ändern, indem man sie in kleinen Dosen Argumenten gegen ihre Position aussetzt Argumente gegen die Einstellung durchdenken, bevor man angegriffen wird (d.h. im Voraus Pro- und Contra-Argumente durchdenken)
  • Product PLacement Firmen bezahlen dafür, dass ihr Produkt in der Serie vorkommt erfolgreich, da Zuschauer sich der Werbung nicht bewusst sind und nicht mit Ablehnung reagieren
  • Wie kann man Gruppenzwang (peer pressure) widerstehen? zusätzlich zu logischen Argumenten noch Beispiele mit emotionalen Appellen: "ich wäre noch ein größerer Feigling, wenn ich rauchen würde, nur um dich zu beeindrucken" -> Rollenspielmethode bei Siebtklässlern
  • Reaktanztheorie meint das Konzept, dass bei Menschen, die ihre Freiheit, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten, bedroht sehen, ein aversiver Zustand der Reaktanz (komplexe Abwehrreaktion) entsteht, der durch Ausführung des verbotenen Verhaltens reduziert werden kann Untersuchung von Pennebaker & Sanders (1976) an zwei Toilettenwänden in einem College wurden Schilder angebracht - „Beschriften der Wände strengstens verboten!“ - „Bitte nicht die Wände beschriften!“
  • Einstellungszugänglichkeit Stärke der Assoziation zwischen dem Objekt einer Einstellung und der Bewertung dieses Objekts durch eine Person gemessen an der Geschwindigkeit, mit der man angeben kann, wie man dieses Objekt beurteilt
  • Theorie des geplanten Verhaltens der beste Prädiktor für geplantes, überlegtes Verhaltens eines Menschens ist seine Verhaltensabsicht -> diese wird von den Einstellungen zum spezifischen Verhalten, der subjektiven Norm und der wahrgenommenen Verhaltenskontrolle bestimmt
  • Spezifische Einstellungen die Theorie des geplanten Verhaltens besagt, dass nur spezifische Einstellungen zu einem bestimmten Verhalten dieses Vorhersagen können
  • Subliminale Botschaften Worte oder Bilder, die nicht bewusst wahrgenommen werden, aber trotzdem die Urteile, Einstellungen und Verhaltensweisen der Menschen beeinflussen können können auch auditiv vermittelt werden
  • Operante Konditionierung Lernvorgang bei dem ein Verhalten durch Belohnung oder Bestrafung beeinflusst wird
  • klassische Konditionierung Lernvorgang bei dem ein Stimulus, der eine bestimmte Reaktion auslöst, wiederholt mit einem neutralen Stimulus verbunden wird, der zunächst keine bestimmte Reaktion auslöst, bis er schließlich allein die Wirkung des ersten Stimulus übernimmt
  • Heuristisch-systematisches Modell Eine Erklärung der beiden Wege, auf denen persuasive Botschaften Einstellungsänderungen bewirken können, 2) entweder systematisches Abwägen der Elemente 1) oder mentale Abkürzungen (heuristiken) wie "Experten haben immer recht" 1) Bei geringer Motivation oder Verarbeitungskapazität kommt die wenig aufwendige heuristische Verarbeitung zum Einsatz; hierbei werden augenfällige Hinweisreize (cue) zu leicht abrufbaren Heuristiken (Heuristik, z. B. «die Mehrheit hat meistens Recht») in Beziehung gesetzt. 2) Bei hoher Motivation und Kapazität findet zusätzlich systematische Verarbeitung statt; hierbei werden alle relevanten Informationen, darunter v. a. die Argumente einer Botschaft, kritisch geprüft und zum eigenen Vorwissen in Beziehung gesetzt (Cognitive Response Approach)
  • Kognitionsbedürfmis Ein Persönlichkeitsmerkmal, das wiedergibt in welchem Maß Menschen anstrengende kognitive Tätigkeiten betreiben und genießen