Nennen Sie klinische Zeichen der Nierenarterienstenose
Schwerer arterieller Hypertonus (>3 antihpertensive Medikamente) Akute Verschlechterung eines vor bestehenden Hypertonus Retinale Hämorrhagien, Papillenödem Alter <30 Jahre oder >50 Jahre Raucheranamnese Systolisch-diastolisches periumbilikales Strömungsgeräusch Sonographische Differenz der Nierengröße Akuter Kreatininanstieg, insb. nach ACE-Hemmer-Gabe
Nennen Sie die Maßnahmen, die sie zur Abklärung einer Nierenarterienstenose durchführen würden.
Doppler-Sonographie (1. Wahl) Überweisung Nephrologe/Hypertensiologe MR-Angiographie (Goldstandard) Konventionelle Angiographie: Gefahr von Atheroembolie und Kontrasmittelnephropathie.
Welches Erkrankungsrisiko steigt durch erhöhte Blutdruckwerte?
Ischämischer oder hämorrhagischer Schlaganfall KHK Herzinsuffizienz Niereninsuffizienz
Nennen Sie die Zielblutdruckwerte für:
1) Alle Patienten (ohne Risikofaktoren)
2) Diabetiker
3) Niereninsuffiziente Patienten mit Prodteinurie
1) 140/190 mmHg 2) 130/80 mmHg 3) 125/75 mmHg
Was sind die beiden häufigsten Ursachen für eine chronische Niereninsuffizienz?
1) Diabetes mellitus 2) AHT
Wie verläuft die diabetische Nephropathie?
1) Nach 5-15 Jahren Diabetes: fortgeschrittene Schäden, Mikroalbuminurie, diast. Hyertonie, <300 mg Albumin/d) 2) Anschließend, nach 10-25 Jahren, Glomerulosklerose mit Proteinurie und erhötem Blutdruck (>300 mg Albumin/d)
Welche Effekte haben ACE-Hemmer und AT1-Blocker auf Diabetes mellitus und Arterielle Hypertonie?
1) Hämodynamische Effekte: Dilatation der Vas efferens 2) Nicht-hämodynamische Effekte: Inhibition der mes. Zellproliferaiton und der glom. Wachstums Wirken nicht bei Salzüberladung, da Salz eine Überexpression von AT1-Rezeptoren bewirkt... Immer diätetische Kochsalzbeschränkung + Diuretika
Nephrotisches Syndrom: Therapie
Behandlung der Grunderkrankung Physiotherapie Antikoagulation (AT-III-Mangel) Salz- und Wasserrestriktion Diuretika Kardiaka
Bence-Jones-Proteinurie
Ausccheidung freier Immunglobulinleichtketten Vorkommen bei verschiedenen hämatol. Erkrankungen, ist ein Zeichen der Nierenbeteiligung Hiweis: Diskrepanz Urinstix - 24 Stunden Sammelurin Nachweis: Immunelektrophorese im Urin
Absolute Kontraindikaitonen zur Nierenersatzherapie
Extreme Hyper- oder Hyponatriämie (Differenz S-Natrium zu Dialysat Natrium > (8-) 10 mmol(L) Hirnödem Extreme Kreislaufinstabilität
Komplikationen der Nierenersatztherapie
Disäquilibirumsyndrom mit Hirnödem (zu schnelle Natrium-/Harnstoffelimination) Pontine Myelinose (zu schnelle Anhebung des S-Natrium) Kreislaufinstabilität Hämolyse (z.B. durch Abknicken des Schlauchsystems) Blutung durch Antikoagulation Anaphylaktoide Reaktion Blutleck des Schlauchsystems