EBV
Synonym
Übertragunsweg
Klinik
Ebstein-Barr-Virus infektiöse Mononukleose Tröpfchen oder Kontaktinfektion schleichender katarrhalischer Beginn, generalisierte druckdolente LK, Angina lakunaris, Hepatosplenomegalie CAVE: Gabe von Ampicillin → Arzneimittelexanthem
Masern
Virus
Klinik
Paramyxovirus Beginn mit katarrhalischen Prodromi → Koplik-Flecken an der Wangenschleimhaut nach Fieberabfall zweiter Fieberanstieg mit makulopapulösem konfluierendem Exanthem
Röteln
Virus
Bedeutung bei Infektion in der SS
Rubivirus, aus der Gruppe der Togaviren Rötelnembryopathie bei Ansteckung vor der 17.SSW Organschäden: Auge → Retinopathie, Katarakt Ohr → Taubheit Herz → offener Duktus botalli, Septumdefekte, Pulmonalstenose ZNS → geistige Retardierung vermindertes Geburtsgewicht, Wachstumsretardierung
Influenzaviren
Gruppen und Bedeutung
Influenzeviren A, B, C Bedeutung: Influenza-A-Viren: Einteilung anhand der Oberflächenproteine H(Hämagglutinin) und N(Neuraminidase. Humanpathogen sind H1N1, H2N2, H3N2, epidemisches Auftreten in Herbst und Winder Influenza-B-Viren: wiederkehrende Epidemien im Herbst u Winter Influenza-C-Viren: treten nur sporadisch auf
Klinik Infuenza
Labor
Meldepflicht
Therape
kurze IKZ von 1-5d plötzlich hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen Schnupfen, schmerzhaft unproduktiver Husten ggf Tracheitis mit substernalem Schmerz 3-6 Tage akute Symptomatik, dann 1-2 Wochen hinfällig primäre Pneumonie oder sekundäre Pneumonie mit H. influenzae, Staphylokokken, Pneumokokken Labor: BSG↑ Leukos↓ Rachenabstrich - PCR Therapie: Symptomatisch: Bettruhe, Flüssigkeit, Fiebersenkung Influenza-A-Virus: Amantadin, Rimantadin spezifisch Oseltamivir/Tamiflu® verkürzt die Erkranungsdauer wenn es 48h nach Beginn der Erkranung eingesetz wurde Der Tod ist meldepflichtig
Prophylaxe Influenza
Gefährdeten Personen sowie besonders exponierten Personen ist die Impfung mit Totimpfstoff zur aktiven Immunisierung zu empfehlen (angepasst an den vorherrschenden Ag-Typ) Kardiopulmonal Vorerkrankte Diabetiker Nierenkranke Immunsupprimierte Kinder medizinisches Personal
Grippaler Infekt
Definition
Ursache
Sammelbezeichnung für fieberhafte Infektion der oberen Luftwege, deren Symptome denen eines leichten Verlauf einer Grippe ähneln. Viren Adenoviren ECHO-Viren RS-Viren Coxsackie
Rotavirus
Klinik
Diagnostik
→ Hauptverursacher von Enteritiden, besonders bei Säuglingen Klinik: beginnend mit plötzlich übelriechendem Stuhl, häufig mit Blutbeimengungen Diagnostik: → Erregernachweis aus dem Stuhl durch Ag-Nachweis mittels ELISA
Poliomyelitis
Klinik
verläuft meist asymptomatisch, kann in folgenden drei Formen in Erscheinung treten: abortive Poliomyelitis, grippeähnliche Symptomatik = Minor illness meningitische Polimyelitis, präparalytische Form: Virämie mit RM-Absiedelung, Fieber, Latenz, erneutes Fieber mit Meningitis paralytische Poliomyelitis: 0,1-1%; Lähmung durch den Zerfall der motorischen Vorderhornzellen, ggf. Hirnnervenlähmungen, Krämpfe, Bewusstseinsstörungen, Befall des Kreislaufzentrums → Tod durch Kreislaufversagen Meldepflicht: Verdacht, Erkrankung und Tod sind meldepflichtig
Tollwut
Inkubationszeit
Inkubationszeit stark variabel, meist 3 Wochen bis 3 Monate, aber auch Wochen bis Jahre.
Tollwut
Synonym
Klinik
Rabies, Lyssa Klinik: Prodromalphase: subklinische oder grippale Infektion mit Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, schmerzende Bisswunde Erregungsstadium: Tobsuchtanfällen, Hallozinationen, Krämpfe, kann durch den Anblick von Wasser provoziert werden (Hydrophobie) Ohne Postexpositionsprophylaxe kommt es 50% der Fälle zur manifesten Tollwut, die IMMER tödlich endet. Nach 4-20Tagen Tod durch Lähmung des Atem- und Kreislaufzentrums
Postexpositionsbehandlung Tollwut
Prophylaxe Tollwut
Postexpostitionsprophylaxe: Hautreinigung/Desinfektion/ggf. ausschneiden bei unprovozierten Bissen in Endemiegebieten: Totimpfstoff (HDCS) an sechs Tagen, am ersten Tag zusätzlich homologes Tollwut-Hyperimmunglobulin in Wundbereich und M.guteus Prophylaxe bei Risikopersonen (Förster, Jäger, Tierärzte): Nach Grundimmunisierung erst Auffrischimpfung nach einem Jahr, alle weiteren alle 2-5 Jahre je nach Titer
AIDS
Definition
Subtypen
Erworbenes Immundefektsyndrom als Folge einer Infektion mit HIV (humanes Immundefizienzvirus, einsträngiges RNS Virus), gekennzeichnet durch schwere Funktionsstörungen des Immunsystems mit opportunistischen Infektionen und Tumorerkrankungen. Subtypen HIV 1, mit 10 Subtypen (in Europa am häufigsten Typ B) HIV 2, v.a. in Westafrika Weltweit sind 34. Millionen Menschen mit HIV infiziert
Klinik der HIV-Infektion
Einteilung nach CDC-Klassifikation (Center for Disease Controll) Kategorie A: asymptomatische HIV-Infektion persistierende generalisierte Lymphadenopathie akute, symptomatische (prim) HIV-Infektion Kategorie B KH-Symptome, die nicht in die AIDS-definierenden KH fallen, dennoch HIV Infektionen ursächlich zuzuordnen sind oder auf eine Störung der zellulären immunabwehr hinweisen Kategorie C AIDS-definierende Erkrankungen
AIDS-definierende Erkrankungen
Pneumozystis-carinii-Pneumonie Toxoplasmose-Encephalitis Candida-Infektion der Speiseröhre, Bronchien, Luftröhre CMV-Retinitis generalisierte CMV rezidivierende Pneumonien innerhalb eines Jahres Kaposi-Sarkom maligne Lymphome PML - progressive maligne Leukencephalopathie Wasting-Syndrom/HIV-Kachexie Tuberkulose uvm.
Pneumocystis carinii infektion
häufigste oppuronistische Krankheitsdefininierende Erkrankung bei AIDS Klink: Fieber trockener Husten Belastungsdyspnoe Therapie: Trimethoprim-Sulfamethoxazol Pentamidindiisethionat Dapson + Trimethoprim Atovaquon + Calciumfolinat Primärprophylaxe: bei einer CD4+Zellzahl < 200/μl Trimethoprim + Sulfamethoxzol oder Pentamidininhalation
Infektion mit Mykobakterium avium complex (MAC)
atypische Mykobakteriose, bei fortgeschrittenem Immundefekt bei AIDS - CD4+ <50/μl Klinik: Fieber Diarrhoe Gewichtsabnahme Hepatosplenomegalie Vergrößerung der abdominalen LK
Kaposi-Sarkom
Definition
Ätiologie
...ein angioproliferativer Tumor, der bei Immunsuppression oder im Rahmen einer HIV-Infektion auftreten kann Zweithäufigste AIDS-definierende Erkrankung nach PcP. At: Zusammenhang mit HHV8
Maligne Lymphome bei AIDS
B-Zell-Lymphome, hochmaligne, insbesondere das NHL Manifestiert sich häufig als primär intrazerebrales NHL, virale Genese (EBV)
Wodurch wird die PML bei AIDS verursacht?
Was ist die PML
Progressive multifokale Leukenzephalopathie Verusacht durch JC-Virus, ein Papovavirus
Serologische Diagnostik HIV
Such und Screening-Test: ELISA-Antikörpertest (HIV1 und HIV2) nach ausführlichem Beratungsgespräch bei positivem Suchtest Bestätigungstest: Western-Blot (gel. Immunofloureszenz)
Antivirale Therapie zur Behandlung der HIV-Infektion
Reverse-Transkriptase-Inhibitoren Nucleosidanaloga, z.B. Lamivudin Nucleotidanaloga, z.B. Tenofovir Nicht-Nucleosidanaloga, z.B. Efavirenz Protease-Inhibitoren, z.B. Indinavir Fusionsinhibitoren, z.B. Enfurvitid CCR5-Blocker, z.B. Maraviroc Integraseinhibitoren, z.B. Raltegravir
Postinfektionsprophylaxe bei akutem Risiko einer HIV-Infektion
Dreifachkombi aus: 2 Nukleosidanaloga 1 Proteaseinhibitor / ggf. NNRTI
Malaria Symptome
hohes Fieber 40-41°, Schüttelfrost nach 34h rache Entfieberung mit profusem Schweissausbruch gefolgt von Mattigkeit und Schlafbedürfnis regelmäßiger Fieberrhythmus bei M. tertiana, quartana Komplikationen: akutes NV und zentrales Koma bei M. tropica!!! perniziöser Verlauf mit NI und DIC zentrale Manifestation: Nackensteifigkeit, Krämpfe, delirante Erregungszustände bis Koma GI: blutiges Erbrechen, choleraartige Diarrhoe, Zeichen des akuten Abdomens kardiale Form: Kreislaufschock, Myokarditis
Diagnostik der Malaria
mikroskopischer Parasitennachweis im Dicken Tropfen oder im Blutausstrich
Erreger, Fieberrhythmus und Prognose der unterschiedlichen Malaria-Formen
Malaria tropica - Plasmodium falciparum: unregelmäßiger Fieberrhythmus gefährlichste Form, Letalität 25%, häufigste eingeschleppte Art Malaria tertiane - Plasmodium vivax: Fieberrhythmus 48h Malariarückfälle und Spontanheilung möglich Malaria quartana - Plasmodium malariae Fieberrhythmus 72h keine Spontanheilung
Therapie und Prophylaxe der Malaria
Therpie: Choroquin Chinin bei Malaria tropica: Mefloquin oder Malarone Prophylaxe: Expositionsprophylaxe (Insektenschutz) Chemoprophylaxe
CMV-Reaktivierung in der Frühschwangerschaft
Schwere Fehlbildungen des Kindes Intrauteriner Tod
Folgen einer Tonsillitis mit β-hämolysierenden Streptokokken der Gruppe A
Karditis (Peri-, Myo-, Endokarditis) Polyarthritis Chorea minor subkutane Knötchen Erythema anulare =Hauptkriterien der Jones-Kriterien zur Diagnostik des rheumatischen Fiebers
AUfbau der Orthomyxoviren
segmentierte, einzelsträngige RNA Genom Hülle mit viralen Proteinen Neuraminidase und Hämagglutinin permanenter Antigendrift führt zu Punktmutationen Antigenshift = Austausch von Genabschnitten zwischen Viren, führt zu Pandemien
Aufbau der Orthomyxoviren
segmentierte, einzelsträngige RNA Genom Hülle mit viralen Proteinen Neuraminidase und Hämagglutinin permanenter Antigen drift führt zu Punktmutationen -> sainsonale Grippewellen Antigen shift = Austausch von Genabschnitten zwischen Viren, führt zu Pandemien