Klinische Psychologie (Subject) / Klausurfragen (Lesson)

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Klausurfragen

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  • 47. Was versteht man unter einer körperdysmorphen Störung? Patienten mit dieser Störung beschäftigen sich ständig mit einem eingebildeten oder überbewertetem körperlichen Mangel.   An erster Stelle stehen Schönheitsfehler im Gesicht (z.b. zu große Nase) und das Aussehen von anderen Körperteilen. Gelegentlich können sich auch tatsächliche kleinere Körperanomalien zeigen, die jedoch von der Person stark übertrieben werden. Häufig wird mit Hilfe von plastischer Chirurgie oder eines Hautarztes versucht den anscheinenden Mangel auszugleichen. Die Beschäftigung mit den Mangel kann zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Alltags kommen und / oder es kommt zu erheblichen Aufwendungen, den Mangel zu beseitigen.  Es kann schließlich zu Isolation, weniger Sozialkontakte und wenigen äußerhäuslichen Aktivitäten führen. Der Beginn liegt häufig in der Adoleszens, Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen.  
  • 48. Welcher Störung ähnelt die körperdysmorphe Störung am ehesten? Zwangsstörung
  • 50. Wie kann man Koversionsstörungen erklären? Primär durch emotionale Konflikte, Angst, traumatische Erlebnisse; man kann unerwünschte Dinge vermeiden, Vermeidungslernen, unbewusste Verschiebung Sekundärer Krankheitsgewinn: Aufmerksamkeit, Zuwendung, Möglichkeit Unannehmlichkeiten zu entgehen.
  • 51. Welche dissoziative Störungen werden unterschieden? - Was ist ihr Hauptmerkmal? - Was haben sie gemeinsam? Unterschieden wird in:   Dissoziative Amnesie Dissoziative Fugue Depersonalisationsstörung Dissoziative Identitätsstörung   Alle dissoziativen Störungen gemeinsam ist eine Veränderung oder ein Bruch des Bewusstseinszusammenhangs von Gedächtnis, Identität und Wahrnehmung. Abgeklärt werden muss, dass wenn ein Gedächtnisverlust besteht, dieser nicht organisch erklärt werden kann (z.B. organische Amnesie oder Demenz) oder durch Substanzmissbrauch bedingte Störunge.
  • 52. Worin stimmen Verhaltenstherapeuten und Psychoanalytiker hinsichtlich der Ätiologie bei dissoziativen Identitätsstörungen überein? Beide nehmen traumatische Erfahrungen als Auslöser an und sehen im Vergessen bzw. in der Verdrängung eine Reduktion der Angst, die durch die Erinnerung an das Ereignis hervorgerufen wurde. 
  • 55. Was sind psychologische / psychosoziale Risikofaktoren für koronare Herzkrankheiten? hohes Alter männliches Geschlecht Raucher erhöhter Cholesterinspiegel Adipositat übermäßiger Alkoholkonsum ethnische Zugehörigkeit Diabetis mellitus
  • 56. Was geht Asthma-Anfällen häufig voraus? (Alle Asthma-Patienten sind sich einig...) dass Asthma-Anfälle nach größerer Angst / staren Emotionen auftretren
  • 57. Wodurch zeichnen sich unipolare affektive Störungen aus?   Lediglich depressive Episoden  Bei der unipolaren Depression sind die Betroffenen von tiefer Traurigkeit erfüllt und leiden an Symptome wie Schlaf- und Appetitstörungen, Energieverlust und Verlust des Selbstwertgefühls  
  • 58. Grenzen Sie die unipolare von der biploaren affektiven Stimmung ab. Nennen Sie jeweils die Hauptmerkmale Bei der unipolaren affektiven Störung haben die Betroffenen nur depressive Phasen, Patienten mit einer bipolaren Störung haben dagegeben nur manische, sowohl manische als auch depressive oder gemischte Phasen. Unipolare Depression Die beiden Hauptsymptome nach DSM-IV sind eine depressive Stimmung und der Verlsut von Interesse und Freude. Dazu kommt im ICD-10 verminderter Antrieb oder erhöhte Ermüdbarkeit Nebenkriterien: Schlafstörungen, Appetitstörungen, Gewichtsänderungen, Energieverleust, ein negatives Selbstbild Bipolare Störung Die Bipolare Störung zeichnet sich durch manschisce und depressive Episoden aus, die in unterschiedlichen Phasen oder umittelbar nacheinander auftreten können. Im DSM IV gehört hier auch nur die Manie dazu, da diese so selten ist, oder auch gemischte Episoden. Im Unterschied dazu haben Patienten mit einer Bipolar-II-Störung (nach DSM IV) nur hypomane (statt manische) jedoch ausgeprägte depressive Episoden.
  • 59. Was sind Merkmale von Manie und Hypomanie? In einer manischen Phase ist der Betroffene in einer euphorischen oder reizbaren Stimmung. Desweiteren treten Symptome wie Ablenkbarkeit, verringerter Schlafbedarf und ein übertriebenes Selbstwertgefühl auf. Auch bei der Hypomanie kommt es zu Veränderung des Verhaltens und des Bewusstseins, jedoch nicht so stark ausgeprägt wie bei der Manie. Zur Diganose der Hypomanie, werden die selben Symptome wie bei der Manie hinzugezogen, nur dass es zu einer nicht so starken Beeinträchtigung kommt. Manie Emotionaler Zustand von intensiver, extrem gehobener Stimmung ohne ersichtlichen Grund. Es treten Ideenflucht, ziellose Hyperaktivität, Ablenkbareit und Gefühle der Großartieit auf, übersteigertes Selbswertgefühlt Oft werden Pläne geschmiedet und beginen, die nicht durchführbar sidn Patienten brauch auffällig wenigere Schlaf. Sind ungeheuer witzig und gesellig / gesprächig, sodass sie ihrer Umwelt auf die Nerven geheb. Insgesamt: Das Aktivitätsniveau ist gesteigert, es werden od Tätigkeiten bevorzug, die langfristig eine negative Asuwerkng haben, zudem Reizbarkeit. Euphorische Stimmung plus 3 weitere Symptome müssen erfüllt sein. Hypomanie Abgschwächte Form von Mane mit einer leicht gehobenen Grundstimmung und gesteigertem Antrieb. Sie kann gleichzeittig mit Veränderungen im Denken im Sinne eines sprunghafteren, assoziativeren Denken und Veränderung der Psychomotork, des Schlafbedürfnisses und des Appetits verbunden sein.
  • 60. Wodurch wird die Major Depression mit Melancholie definiert? Melancholische Depression bedeuet eine schwere Ausprägung der Depression bzw. des Kernsymptoms der Stimmungsstörung. Die Betroffenen beklagen, dass sie nichts mehr fühlen können, keinerlei Lust mehr empfinden können. Bei vielen Depressiven ist dagegen die Stimmung ncoh anregbar (nicht-melancholische Depression)  
  • 61. Welche Merkmale kennzeichnen eine somatische Depression? Bei der sogenannten somatisierten Depression stehen verschiedenen, uncharakterisierte körperliche Beschwerden und Misempfindungen wie Kopfdruck, Schwindel, Herzrasen, Verdauungsstörungen und andere körperliche Organbeschwerden im Vordergrund.
  • 62. Wie unterscheiden sich Dysthymie und Major Depression Episoden (MDE) ? Dysthimie -> zwischen den depressiven Phasen wird nicht immer das frühere Funktionsniveau erreicht Depression: emotionaler Zustand; gekennzeichnet durch starke Trautigkeit und Niedergeschlagenheit, Gefühle der Wertlosigkeit und Schuld, sozialer Rückzug, Schlafstörungen, Verlust von Appetit und sexuellem Verlangen sowie Verlust von Interesse und Freude an alltäglichen Aktivitäten -> WICHTIG, auch wenn depressive Episoden wiederkehren können, gehen sie jedoch mit der Zeit vorüber Dysthimie: Symptome bestehen seit Jahren (mind. 2) sind jedoch nicht stark genug um die Kriterien einer Episode zu erfüllen -> Symptome Depression  
  • 63. Epidemiologie von Depression Am meistverbreitetesten affektive Störung -> Lebenszeitprävalenz zwischen 5.2 und 17.1% bei Frauen höher als bei Männern häufiger in sozialen Unterschichten kulturelle Unterschiede Anstieg der Prävalenz in den letzten 50 Jahren und Rückgang des Alters, wenn die Störung einsetzt Rezidivierende Störung
  • 66. Warum sind Frauen eher von Depressionen betroffen? Die Selbsticherheit von Mädchen ist geringer ausgeprägt als die von Jungen. Mädchen neigen eher dazu, über Probleme zu grübeln, was depressive Symptome nach sich ziehen kann. Mädchen sind weniger aggressiv und und dominant Kommen zu diesen Faktoren die Belastungen der Pubertät hinzu, kann die Entwicklung von Depressionen begüngstig werden.  Dies ist einer der Gründe, warum Frauen etwa zweimal (bis dreimal) häufiger an Depressionen leiden als Männer.
  • 67. Ein Vater hat eine bipolare Störung. Für was ist sein Sohn am meisten prädisponiert? - uniploare Störung / Depression
  • 68. Wer erkrankt am ehesten an einer unipolaren Störung?   Adoptionsstudien konnten zeigen, dass die bipolare Störung eine genetische Komponente hat, während die Informationslage zur unipolraden Depression auf eine geringere Bedeutung der genetischen Komponente hinweißt. --> So erkranktt am ehesten ein Kind von bipolaren Eltern an einere unipolaren Störung. Zusätzliche Risikonfaktoren sind weibliches Geschlecht und niedriger Sozioökönomischer Status. Ein Kind bipolarer Eletern Frau, Mitte/Ende 20 Jahre bereits bestehende Major Depression Keine Unterstützung (oder wenig) von Familie / Freunden nach einem Trauma viel Stress Trennung vom Partner    
  • 69. Beschreiben Sie kurz die existierenden kognitiven Theorien der Depression Das sind  Depressionsmodell nach Beck (kognitive Triade)Kernannahme: Mennschen werden depressiv, weil sie ein grundlegend negatives Bild von sich und der Welt haben. Sie haben fehlangepasste Einstellungen und begehen chrackteristische fundamentale logische Denkfehler.  Seligmans Modell der erlernten Hilflosigkeit
  • 70. Was steht im Mittelpunkt der kognitiven Theorie zur Entstehung von Depressionen nach Beck? Die Ursache der Depression ist eine negative und verzerrte Beurteilung des Selbst, der Umwelt und der Zukunft= kognitive Triade Depressive Menschen unterleigen systematischen Denkfehlern, jedoch bleibt unklar, ob es sich dabei um Ursache oder Folge der Depression handelt.
  • 72. Welche Neurotransmitter spielen eine Rolle bei affektiven Störungen? In früheren neurochemischen Theorien wurden Depressionen mit einem niedrigen Serontoninspiegel und bipolare Störungen mit dem Noradrenalinspiegel (hoch bei Manie, niedrig bei Depression) in Zusammenhang gebracht Die neuere Forschung befasst sich mehr mit den postsynapischen Rezeptoren als mit der Menge der verschiedenen Neurotransmitter. Bei Depressiven findet sich eine Überreaktion der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse. Patienten mit bipolaren Störungen leiden häufig an Erkrankungen der Schilddrüse.
  • 71. Was sind die jeweiligen Merkmale der drei Hilfosigkeitstheorien der Depression? Gelernte HilflosigeitUnkontrollierte aversive Ereignisse führen zu einem Gefühl der Hilflosigkeit welches wiederum zur Depression führt UmattribuierungAversive Ereignisse führen zur Attribution auf globale und stabile Ereignisse und diese wiederum zum Gefühl der Hilflosigkeit; es gibt keine Möglichkeit die Situation zu verändern. Es kommt zur Depression. HoffnungslosigkeitAversive Ereignisse führen zur Attribution auf globale und stablie Ereignisse oder einen anderem kogniviten Faktor, es kommt zum Gefühl der Hilflosigkeit; es gibt keine Möglichkeit die Situation zu verändern und eine Erwartung, dass ein wünschenswertes Ereignis nicht eintreten wird, es kommt zur Depression
  • 74.Therapien der affektiven Störungen Kognitiv-verhaltenstherapeutische InterventionEs wird sich auf dysfunktionale Gedanken und Verhaltensweisen konzentriert, das wirkt sich positiv auf das Stressniveau des Patienten aus, so dass es selter zu Stimmungsumschwüngen kommt. PsychoedukationPsychoedukation kann auch günstige Folgen für die Disziplin bei der Medikamenteneinnahme und die Krankheitsbewältigung haben.Es is wichtig die ganze Familie über die Krankheit aufzuklären und in die Therapie mit einzubeziehen, so können stabile Besserungen erreicht werden.
  • 75. Was steht bei der Erforschung der kognitiven Verhaltenstherapie bei Depressionen noch aus? a. die Frage ob negative Affekte, Depressionen beeinflussen oder negative Kognitionen die Depression b. eine biologische Erklärung der Depression c. War a) die Frage ob negative Affekte Depressionen beeinflussen oder negative Kognitionen die Depression
  • 76. Was sind Risikofaktoren für Suizid? Bei der Untersuchung des Suizids wird deutlich, dass die Neigung zur Selbstvernichtung nicht auf depressive Menschen beschränkt ist. Auch Menschen mit einer Borderline-Persöbnlichkeitsstörung, Schizophrenie und männliche Alkoholiker scheinen besonders gefährdet zu sein.   Es muss jedoch keine psychische Störung vorliegen; oft versuchen die Betroffenen durch den Suizi, ein für sie unerträglich gewordenes Dasein zu beenden. Es hhandelt sich also in der Regel um eine Verzweiflungstat, die von Menschen aus allen Schichten und Kulturen begangen wird. 
  • 77. Was ist der Hauptprädiktor für Suizid? Hoffnungslosigkeit
  • 78. Welche falschen Annahmen über Suizid gibt es? Wer darüber redet, tut es nicht. Es gibt keine Vorwarnung. Nur Angehörige bestimmter Klassen begehen Selbstmord. Religionszugehörgkeit verringert die Suizidwahrscheinlichkeit. Die Ursachen sind leicht zu finden. Wer sich umbringt ist depressiv. Unheilbare Menschen begehen keinen Selbstmord. Wer Selbstmord begeht, ist verrückt. Suizid wird durch kosmische Fakten beeinflusst. Selbstmord ist eine einsame Angelegenheit Gedanken an Selbstmord sind selten Durch das Fragen danach bringt man jemanden erst auf die Idee einen Suizid zu begehen.
  • 79. Welche Annahmen von Suizid sind richtig? Depressive, die sich umbringen, zeigen oft eine Verbesserung des Antriebes (Suizid = Antrieb = Tat) Suizid tritt meist auf, wenn sich die depressive Stimmung gebessert hat (Antrieb = Tat = Suizid)
  • 80. Was sind allgemeine Merkmale von Persönlichkeitsstörungen? Die Persönlichkeitsstörungen werden im DSM-IV auf Achse II und im ICD-10 unter F60 als überdauernde Muster von innerem Erleben und Verhalten kodiert, das die soziale und berufliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt.   sie werden in der Regel zusammen mit anderen Störungen wie Depressionen und Angststörungen diagnostiziert Die Diagnose ist in den letzten Jahren reliabler geworden, aber es gibt immer noch zahlreiche Überschneidungen üblicherweise erfüllt jemand die Kriterien von mehr als einer Störung -> hohe Komorbidität Abweichungen in Kognitionen, Affekt, Gestaltung der Beziehung und Impulskontrolle, von dem was von dem Menschen erwartet wird. Zentrales Merkmal: Ich - Syntonie, das eigene Verhalten wird nicht als störend empfunden  
  • 82. Warum kommt es zur Überschneidungen bei der Diagnose von Persönlichkeitsstörungen? Warum ist die die Diagnose schwierig? Komorbität mehrerer Persönlichkeitsstörungen: viele gestörte Menschen weisen eine ganze Reihe von Persönlichkeitsmerkmalen auf, die mehrere Diagnosen zu lassen Persönlichkeitsmerkmale die als Grundlage für die Klassifikation dienen, liegen auf einem Kontinuum -> Persönlichkeitsstörung als Extremformen von Merkmalen, die alle anderen auch besitzen; dimensionale statt kategoriale Diagnostik
  • 83. Nennen sie die Hauptgruppen der Persönlichkeitsstörungen. Ordnen Sie die bekannten Persönlichkeitsstörungen ein. Die Persönlichkeitsstörugen lassen sich in drei Cluster untergliedern.   Cluster A: Persönlichkeitsstörungen mit absonderlichem oder exzentrischem Verhalten. z.B. paranoide, die schizoide und die schizotypische Persönlichkeitsstörung Cluster B: umfasst das dramatische, emotionale oder launenhafte Verhalten. z.B. die Borderline-, die histrionische, die narzisstische und die antisoziale/dissoziale Persönlichkeitsstörung Cluster C: Störungen mit furchtsamem oder ängstlichem Verhalten, z.B. vermeidend-selbstunsichere, die dependente/abhängige und die zwanghafte Persönlichkeitsstörung  
  • 84. Wo wird die schizotype Persönlichkeitsstörung im ICD-10 augeführt Die schizotype Persönlichkeitststörung wird im ICD-10 nicht als Persönlichkeitsstörung, sondern als schizophrene und paranoide Störung (F21) kategorisiert. F20-29 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen. Im DSM-IV ist sie im Cluster A der Persönlichkeitsstörungen zu finden.
  • 85. Was gehört im ICD-10 nicht zu den Persönlichkeitsstörungen? Schizotype   (richtig: Borderline, Schizoide, Histrionische)
  • 86. Was ist der Unterschied zwischen schizoider und schizotyper Persönlichkeitsstörung?   Gemeinsamkeit: Angst in sozialen Beziehungen. Der Unterschied daran: Schizotypische leiden under der Isoliertheit, wohin Schizoide keinen Wert auf zwischenmenschliche Kontakte legen. Schizoide zeigen außerdem keine anderen Auffälligkeiten wie magisches Denken, seltsame Sprache und Erscheinungen. Unterschied: Schizophrenie-ähnliche kognitive und perzeptuelle Verzerrungen und exentrisches Verhalten bei Schizotypischen Personen  
  • 87. Was unterscheidet die antisoziale/dissoziale Persönlichkeit von anderen Menschen? Ein Hauptmermal ist die durchgehende Missachtung und Verletzung der Rechte anderer.   DSM-IV Kriterien:   Antisoziales und deviantes Verhalten vor Vollendung des 15. Lebensjahrs (z.B. Schule schwänzen) Fortsetzung dieses Verhaltensmusters im Erwachsenenalterverantwortungsloses und antisoziales  Verhalten, impulsiv, plant nicht voraus, kein Respekt vor der Wahrheit, keine Reue *deviantes = abweichendes Verhalten   
  • 88. Was ist Psychopathie? Wie lässt es sich von antisozialem/ dissozialem Verhalten unterscheiden? Über die antisoziale / dissoziale Persönlichkeitsstöung und die Psychopathie weiß man mehr als über die anderen Störungen des ClustersB. Zwar bestehen viele Überschneidungen, doch entsprechen sich die beiden Diagnosen nicht vollständig. z.B. ist die fehlende Reue nur eins von sieben Kriterien der dissozialen Persönlichkeitsstörung, von denen drei erfüllt sein müssen, MUSS aber bei der Psychopathie gegeben sein bei der dissozialen Persönlichkeit liegt der Schwerpunkt auf antisozialem Verhalten, bder Psychopathie emotionale Defizitie wie mangelden Angst, Reue oder Scham im Vordergrund stehen. Man nimmt an, dass Psychopathen nicht fähig sind aus Erfahrungen zu lernen, kein Verantwortungsbewusstsein besitzen und nicht in der Lage sind, mit anderen Menschen echte emotionale Beziehungen einzugehen. Dies sind nur einige riterien die bei der antisozialen Persönlichkeitstörung vorhanden sein können, aber nicht müssen!
  • 89. Definieren Sie Substanzabhängigkeit und Substanzmissbrauch Menschen konsumieren Substanzen, um mit ihrer Hilfe Stimmung und Bewusstsein zu verändern. Wir unterscheiden dabei zwischen Substanzmissbrauch (bzw. schädlichem Gebrauch) und Substanzabhängigkeit SubstanzmissbrauchNach DSM-IV führt der Konsum zur Nichteinhaltung von Verpflichtungen oder zu zwischenmenschlichen Problemen oder Konflikten mit dem Gesetz. Nach ICD-10 kommt es beim schädlichen Gebrauch zu psychischen oder körperlichen Schädigungen SubstanszabhägigkeitDer Konsum nimmt einen zwanghaften Charackter an und daraus folgen schwerwiegende Beeinträchtigungen. Dabei kann eine körperliche Abhängigkeit (Sucht) mit Toleranzentwicklung und Entzugserscheinungen auftreten.
  • 90. Welche ätiologischen Faktoren erklären die Entstehung von Substanzabhängigkeit? Soziokulturelle Faktoren   leichte Zugänglichkeit familäre Verhältnisse spielen eine wichtige Rolle: wenn die Eltern rauchen oder trinken, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind dies tut. Das Fehlen von emotionaler Unterstützung und elterlicher Überwachung kann zu verstärktem Konsum legaler und illegaler Drogen führen. Gruppendruck, Darstellung der Substanz in den Medien    Psychologische Faktoren   Viele Substanzen werden konsumiert um die Stimmung zu verändern: z.B. Spannungsabbau, positive Affekte verstären Die Erwartung, dass die Droge eine positive Wirkung hat spielt wichtige Rolle persönliche Überzeugung bzgl. der Schädlicheit und der Häufigkeit des Drogenkonsums bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, z.B. stark negativer Affekt, antisoziale / dissoziale Persönlichkeitsstörung   
  • 91. Welche Neurotransmitter und Gehirnstrukturen spielen eine Rolle bei der Substanzabhängigkeit / Suchterkrankung? v.a. das mesokortikolimbische Belohnungs- und Verstärkersystemes besteht aus dem medialen Voderhirnbündel mit seinen dopaminergen Fasern, die ihren Ursprung in der Area tegmentalis ventralis haben und zum Großteil zum Nucleus accumbens und zum präfrontalen Kortex projizieren. Auf Suchtmittel reagiert das mesokortikolimbische Dopaminsystem jedoch nicht isoliert, sondern als Teil einer im basalen Vorderhin lokalisierten Makrostruktur, die auch als erweiterte Amygdala bezeichnet wird.
  • 92. Beschreiben Sie die Rolle genetischer Faktoren für Alkoholismus. Was spricht für eine genetische Disposition bei Alkoholismus? Welche genetischen Belege für Substanzabhängigkeit gibt es?   Alkoholismus tritt gehäuft familiär auf. Bei eineiigen Zwillingen findet man eine höhere Konkordanzrate als  bei zweieiigen. Bei Adoptionsstudien kristallisieren sich zwei unterschiedliche Subtypen mit unterschiedlicher gentischer Grundlage heraus Typ 1: Problemtrinken Typ 2: Alkoholmissbrauch oder -abhängigeit mit frühem Beginn und in Verbindung mit antisozialem Verhalten. --> Wurde nur bei Männern gefunden Vermutlich wird die Anlage zur Alkoholtoleranz vererbt. Diejenigen, bei denen Alkohol weniger Wirkung hat, trinken mehr.  Söhne von Alkoholikern berichten in der ersten Phase (Blutalkoholspiegel steigt) eine stärkere Wirkung und der in der zweiten (Blutalkoholspiegel sinkt) eine niedrigere Wirkung Das spricht dafür, dass sie mehr Verstärkung und weniger Bestrragung erhalten.  
  • 94. Wodurch lassen sich Fetischismus, Transvestitismus und Transsexualismus unterscheiden? Fetischismus Erreichung sexueller Erregung mit Hilfe von unbelebten Objekten Transsexualismus Geschlechtsidentitätsstörung Tiefe Überzeugung des Betroffenen, dass ihre anatomische Ausstattung ihrem Selbstgefühl als Frau/Mann bzw. Mädchen(Jungen widerspricht. Ein transsexueller Mann besitzt ein maskulines Äußeres, betrachtet sich jedoch als Frau und möchte als Frau leben. Transvestitischer Fetischismus Das Tragen von Kleidung des anderen Geschlechts, in der Regel zur sexuellen Erregung. ann jedoch ohne eine Störung der Geschlechtsindentität auftreten. Transvestitismus unter Beibehaltung beider Geschlechtsrollen Trragen gegengeschlechtlicher Kleidung, um die zeitweilige Erfahrung der Zugehörigkeit zum anderen Geschlecht zu erleben. Der Kleiderwechsel ist nicht von sexueller Erregung begleitet. Der Wunsch nach dauerhafter Geschlechtsumwandlung oder chirurgischer Korrektur besteht nicht.
  • 95. Was sind Paraphilen? Was hat diese Gruppe von Störung gemeinsam? Nennen Sie Beispiele! Bei den Paraphilen sind ungewöhnliche Phantasien oder Handlungen notwendig, um zu sexueller Erregung oder Befriedigung zu gelangen. Paraphilie bedeutet, dass eine Abweichung im Objekt vorliegt, von dem die Betroffenen angezogen werden. Dazu zählen unter anderem: Fetischismus - das Erreichen sexueller Errregung mit Hilfe von unbelebten Objekten transvestitischer Fetischismus - das Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung führt zu sexueller Erregung. Eine Geschlechtsidentitätsstörung liegt nicht vor. Pädophilie und Inzest - ausgeprägte Vorliebe für sexuelle Kontakte mit Minderjährigen bzw. Mitgliedern der Famlie Voyeurismus Exhibitonismus Frotteurismus sexueller Sadismus und sexueller Masochismus
  • 96. Worin liegt der wesentliche Unterschied zwischen Pädophilie und Inzest? Pädophilie bezieht sich per Definition nur auf außerfamliläre Kontakte. Daneben sind die Opfer der Begierde von Pädophilen wesentlich jünger, d.h. die sekundären Geschlechtsorgane sind noch nicht ausgeprägt. Inzest: Interesse an Familienmitgliedern, z.B. des Vaters an der Tochen. Erwacht jedoch zumeist erst mit einsetzender Geschlechtsreife.
  • 97. Was versteht man unter sexuellen Funktionsstörungen und welche Gruppen gibt es? Die sexuellen Funktionsstörungen sind Störungen des normalen sexuellen Reaktionszyklus, die vielen Menschen ihrer sexuellen Genussfähigkeit berauben.  Sie werden in vier Gruppen unterteilt:   Störung der sexuellen Appetanz Störung der sexuellen Erregung Orgasmusstörung Störung mit sexuell bedingten Schmerzen (z.B. Vagnismus)  
  • 98. Was muss bei sexuellen Funktionsstörungen bei Frauen beachtet werden? sexueller Missbrauch sexuelle Trraumata Gewalterfahrungen
  • 99. Beschreiben Sie das Modell von Masters und Johnson zu sexuellen Funktionsstörungen. Von Masters und Johnson stammt ein Zwei-Schichten-Modell zur Ätiologie von sexuellen Dysfunktionen. Sie nehmen an, dass lebensgeschichtliche Faktoren mit gegenwärtigen Ursachen in einer Wechselwirkung die sexuellen Dysfunktionen verursachen. Lebensgeschichtliche Faktorenz.B. Religiosität, Psychosexuelles Trauma, Homosexuelle Neigung, falsche Informationen, übermäßiger Alkoholkonsum... Gegenwärtige Bedingungenz.B. Leistungsangst, Übernahme der Zuschauerrolle. In beiden Fällen verhindert die Konzentration auf anderes die eigene natürliche sexuelle Reaktion.
  • 100. Welche Bedeutung haben Negativsymptome für Therapie, Prognose und Verlauf der Schizophrenie? Therapie stellen die eigentlichen Porbleme der Behandlung da, sie können dazu führen, dass Patienten langfristig hospitalisiert werden müssen oder die angestreben Berufs- und Lebensziele nicht erreichen Prognose starker Prädiktor für schlechte Lebensqualität Verlauf eher ungünstig, das Negativsymptome länger persistieren als die positiven Symptome
  • 101. Welche Auffälligkeiten / Kategorien schizophrener Symptome werden unterschieden? Welche Symptomgruppen kennzeichnen Schizophrenie? positive Symptome- exzessive Verhaltensweisen -> Wahnvorstellungen, Halluzinationen, desorganisierte Sprache oder formale Denkstörungen. negative Symptome- Verhaltensdefizite ->Alogie, Anhedonie, Apathie, Ungeselligkeit und flacher Affekt. Sonstige- Katatonie, inadäquater Affekt und bizarre Verhaltensweisen neuere Analysenhaben eine 3. Symptomgruppe: Desorganisation hinzugefügt- desorganisierte Sprache, desorganisiertem oder bizarren Verhaltensweisen
  • 102. Welche Kategorien / Subtypen schizophrener Störungen unterscheidet man Heute? Die drei wichtigsten Subtxpen der Schizophrenie sind der paranoide TypusHauptmerkmal: ausgeprägte Wahnvorstellungen der desorganisierte oder hebephrene Typuscharakterisiert durch desorganisierte Sprache und Verhaltensweisen der katatone Typushier finden sich va. motorische Störungen.
  • 103. Welche Halluzinationen kommen bei Schizophrenie am häufigsten vor? Akustische
  • 104. Wieso ist die Diagnose der Schizophrenie bis Heute immer noch schwierig? Geringe Reliabilitäten der Subtypen - zwischen diesen bestehen erhebliche Überschneidungen. Außerdem lassen sich aus den Subtypen keine differentiellen Behandlungs- oder Prognoseaussagen ableiten.--> schlecht strukturiertes Diagnosesystem