Sozialpsychologie (Subject) / Leitfragen (Lesson)

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Alle Leitfragen von Sozialpsychologie I und II von der MSH

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  • Definition der Sozialpsychologie Sozialpsychologie ist der Versuch zu erklären und zu verstehen, wie die Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen von Personen durch tatsächliche oder gedachte Anwesenheit von Personen beeinflusst wird.
  • Themen der Sozialpsychologie 1. Soziale Wahrnehmung 2. Soziale Kognition 3. Vorurteile und Stereotypen 4. Altruismus 5. Aggression
  • "Geburtsstunde" der Sozialpsychologie Der beginn der Psychologie lässt sich ca. mit dem Jahr 1879 betiteln. Im Jahre 1908 wird mit dem erscheinen zweier Bücher der Beginn der Sozialpsychologie gesehen
  • Ringelmann-Effekt Der Ringelmann-Effekt kennzeichnet den Sachverhalt, dass bei körperlichen Leistungen, bei einfachen Aufgaben, die durchschnittliche Leistung mit der Zahl der Gruppenmitglieder abnimmt. Jeder denkt, dass macht schon jemand anderes
  • Ergebnisse der Untersuchungen der Personenwahrnehmungsstudie von S. Ach Ach ließ Probanden die länge von sieben unterschiedlich langen Linien schätzen. Hierzu gab es eine Referenzlinie, welche mit drei Linine verglichen werden musste, jedoch stimmte nur eine der drei Linien mit der Referenzlinie überein. In 12 von 18 Durchgängen gaben Vertraute des VL gezielt falsche Angaben über die Länge ab. In genau diesen 12 Durchgängen, gaben 74% der Probanden mindestens eine falsche Beurteilung ab. Ansonsten wurde erkannt, dass 32% der 600 Beurteilungen der Probanden falsch waren. 
  • Was sind Kategorien Kategorien dienen als eine Art Raster/System, in welchem Menschen sowohl Beschreibungen als auch Bewertungen vornehmen. 
  • Prototyp EIn Prototyp ist ein idealer Repräsentant seiner Kategorie
  • Schemata 1. Personen-Schemata    -Es wird das individuelle Wissen über eine Person abgespeichert 2. Rollen-Schemata    -Rollenmuster und die damti verbundenen Erwartungen an das Verhalten werden repräsentiert 3. Skripts    -Sind Schemata von Ereignissen und Verhaltensabläufen in Situation wie z.B. von       Reaturantbesuchen etc.  4. Definition    - Im Prinzip sind Schemata automatisch aktivierte Kategorien, in denen Informationen gespeichert werden und aus welchen sie schnell abgerufen werden können
  • Attribution Attribution ist derjenige Interpretationsprozess unserer Erfahrungswelt, durch den der Einzelnen sozialen Ereignissen und Handlungen Gründe und Ursachen zuschreibt
  • Was ist der Versuchsleitererwartungseffekt Wenn man Versuchsleitern Informationen über ihre Versuchstiere zuspielt, dann lassen sich im Experiment gerade solche Effekte nachweisen. Die vorher suggeriert wurde
  • Nennen Sie eine Studie dazu und stellen Sie sie in den Grundzügen dar Rosenthal und Jacobson instruierten Lehrer einer Schule, dass einige ihrer Schüler (20%) eher leistungsschwache Schüler sind, die sich aber erst in den kommenden Monaten leistungsmäßig richtig entwickeln würden. Daraufhin wurde ein nicht unerheblicher Anstieg in ihrem IQ nachgewiesen. Eine Generalisierbarkeit der Ergebnisse ließ sich nicht Ableiten
  • Was sind implizite Theorien oder Laientheorien Alle impliziten Theorien verwenden ein Set von Merkmalen zur Beschreibung und Klassifikation anderer Persone oder Ereignisse. Aus den vorliegenden Merkmalen wird dann auf andere Merkmale geschlossen.
  • Skizzieren Sie das Modell der Eindrucksbildung von Fiske und Neuberg Das Modell unterteilt sich in zwei Bereiche, beim Top-Down Prozess wird der Prozess der Eindrucksbildung erst einmal über eine Kategorisierung der Person in die Wege geleitet und dann wenn nötig über einen Bottom-Up Prozess weitere spezifischere Analysen unterzogen 
  • Was sind Heuristiken und welche kennen Sie ? Heuristiken werden zugezogen, wenn Urteile unter Unsicherheit gefällt werden müssen 1. Verfügbarkeitsheuristik    - Die Abschätzung der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses hängt von der Zugänglichkeit der    Information im Gedächtnis ab. 2. Repräsentativitätsheuristik    - Wir halten solche Ereignisse für wahrscheinlicher, die wir für typisch einschätzen 3. Ankerheuristik    - Erstinformationen wird beträchtliche Aufmerksamkeit geschenkt und diese werden massiv in unser Urteil einbezogen 4. Framingeffekt    - Die Kontexte der Informationsdarbietung werden sehr stark zur Entscheidungsfindung herangezogen
  • Nenne Sie kernmotive nach Fiske 1. Understanding  Das bedürfnis das zu verstehen, was in der Welt passiert 2. Controlling   Das Bedürfnis nach effektiver Kontrolle des eigene Handelns und der entsprechenden Ergebnisse die man erreichen will 3. Trusting    Das Motiv vertrauen zu haben 4. Self-Enhancing    Positvies Selbstwer 5. Belonging    Dauerhafte und szabile Beziehungen einzugehen
  • Was sind Selbstschemata Selbstschemata sind Vorstellungen oder Inhalte, die sich als Verallgemeinerung über das eigene Selbst im Laufe der Zeit aus Erfahrungen gebildet haben. Jeder verfügt über eine Vielzahl dieser Selbstschemata
  • Nenne Sie positive und negative Formen der Selbstdarstellung Positive: 1. Self-Promotion    Auf eigene Vorzüge verzichten 2. Self-enhancement    Sich selbst als wertvoll darstellen 3. Self-Disclosure    Sich offen geben Negative: 1. Ingratiation    Sich einschmeicheln 2. Self-handicapping    Man stellt sich als beeinträchtigt dar 3. Intimidation    Man bedroht andere 4. Disclaimer    Sich vor dem Eintritt einer peinlichen Situation, durch dementieren, Leugnen, Abschwächen, seiner Verantwortung entledigen
  • Nenne Sie positive und negative Formen der Selbstdarstellung Positive: 1. Self-Promotion    Auf eigene Vorzüge verzichten 2. Self-enhancement    Sich selbst als wertvoll darstellen 3. Self-Disclosure    Sich offen geben Negative: 1. Ingratiation    Sich einschmeicheln 2. Self-handicapping    Man stellt sich als beeinträchtigt dar 3. Intimidation    Man bedroht andere 4. Disclaimer    Sich vor dem Eintritt einer peinlichen Situation, durch dementieren, Leugnen, Abschwächen, seiner Verantwortung entledigen
  • Was ist Self-Compassion ? Dient als eine Schutzfunktion für allzu negative Selbstbewertung. Umfasst folgende Teilkomponenten 1. Self-Kindndess    Einstellungen der eigenen Person gegenüber, wenn es einem Schlecht geht, dann eben verständnisvoll mit sich selbst umzugehen 2. Common humanity    Einsicht, dass Misserfolge und negative Erfahrungen insgesamt zur menschlichen Exizstenz gehören 3. Mindfulness    Akzeptanz der negativen Gefühle   
  • Theorien des Selbst Selbstwahrnehmungstheorie von Bem Theorie der Sozialen Identität von Tajfel
  • Was beinhaltet die TMT Traumata lassen Menschen realisieren, dass ihr Leben endlich ist, weshalb sie nach einem SInn suchen, der über ihre eigene Lebenszeit hinausgeht. Der Wunsch resultiert in einem gesteigertene Engagement innerhalb der eigenen Kultur, um zu sichern, dass man Teil eines größeren und überdauernden Wesens ist. 
  • Was ist eine Meta-Analyse, Ziel und Funktion Eine Metaanalyse bedient sich der statistischen Verrechnung und Auswertung von Ergebnissen, welche aus einzelnen Studien entnommen sind. Ein Ziel der Metaanalyse besteht in der Bereinigung der Ergebnisse einer Vielzahl von Studien. Die Funktion der Metaanalyse besteht vornehmlich in der Integration von Ergebnissen.
  • Was sind die Beiden wichtigsten Effektgrößen der Meta-Analyse Mittelwertsdifferenz (cohen) Korrelationskoeffizient (r)
  • Definition von Einstellung Einstellungen sind nichts anderes als eine positive und negative Bewertung eines Einstellungsgegenstands. Dieser Gegenstand kann eine Person, Gruppen, Ideen, Organisationen, Verhaltensweisen etc. sein
  • Merkmale und Arten von Einstellungen Einstellungen verändern das Verhalten von Personen, können aber auch über die Zeit verändert, angepasst und erlernt werden.
  • Funktionen von Einstellungen Anpassungsfunktion, Selbstbehauptunsfunktion, Selbstdarstellungsfunktion, Wissenfunktion
  • Was subliminales Priming ? Durch zuvor sublimal dargebotene Bilderm welche selber positve (Hochzeitspaar) oder negative (blutiger Hai) Inhalte hatten, veränder sich die Reaktion auf den eigentlichen Reiz insofern, dass ein Bild als positiver, wenn vorher positives Bild, oder negativer, wenn vorher negatives Bild, bewertet wurde.
  • Was ist mere exposure und welche Effekte hat es ? Es zeigt sich ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Darbietung von Reizen und deren positive Beurteilung. Diese Ergebnisse sind aber reizabhängig, dass heißt bei sinnlosen Silben, Schriftzeichen etc. funktioniert der Effekt besser als bei Musikstücken, abstrakten Mustern etc. 
  • Kernaussagen der Theorie der kognitiven Dissonanz DIe Inkonsistenz zwischen kognitiven Elementen kann eine motivationalen Durck in Richtung Konsistenz erzeugen dieser Druck kann abgebaut werden durch Reduktion der Bedeutsamkeit der dissonanten Elemente, hinzufügen konsonanter Elemente und Uminterpretation einer oder mehrerer dissonanter Elemente. 
  • Kurze Erklärung des Elaborations-Wahrscheinlichkeits-Modells Das Modell unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Verarbeitungsmotivationen, wenn diese Hoch ist, dann hängt es davon ab ob wir die INformation über die zentrale Route verarbeiteun oder ob wir eine systematische Verarbeitung haben. Bei der zentralen Route ist die Veränderung einer Einstellung hoch, bei der systematischen Verarbeitung eher Gering. Bei der geringen Verarbeitungskapazität, haben wir entweder eine perihpere Route oder eine heuristische Verarbeitung. Diese unterscheiden sich in der Wahrscheinlichkeit der Veränderung von EInstellungen.
  • Was sind generalisierte Einstellungen ? Generalisierte Einstellungen sind golbal und nicht gegenstandbezogen, beinhalten aber sehr wohl eine Bewertung. Hierzu zählen:  Autoritarisumus, Dogmatismus-Konzept, Machiavellismus-Konzept, Konservativ-Konzept
  • Definition von Autoritarismus Autoritarismus zeichnet sich durch Hierachien ab, wobei sich Menschen sowohl über- als auch unterordnen
  • Kernaussagen der Theorie der sozialen Dominanz Die SDT postuliert drei Ebenen, auf denen sich jeweils eine Gruppe innerhalb der Gesellschaft durchsetzt und Dominanz ausübt. I. Altersebene (Älter>Jünger) II. Geschlechtsebene (Männer>Frauen) III. Gesellschaftsspezifische Ebene (Menschen mit besonders hohem EInfluss)
  • Verfahren zur Erfassung von Einstellungen 1. Explizite Messungen von Einstellungen 2. Eigenschaftslistenverfahren   Die Befragten werden gebeten, den Nationen zugehörigen Mitgliedern eine bestimmte Anzahl von Eigenschaften zuzuordnen 3. Paarvergleichsverfahren    Experten müssen sich für eine von zwei Aussagen entscheiden welcher sie mehr zustimmen würden 4. Likert-VEerfahren    Ein Verfahren zur Erstellung einer Skala/Fragenbogen 5. Polaritätenprofil    Probanden müssen sich zwischen zwei gegensätzlichen Adjektiven für die Zuordnung eines Begriffes entscheiden
  • Was versteht man unter impliziten Assoziationstest bei der Messung von Einstellungen 1. Gehören zu den nicht-reaktiven Verfahren 2. Einstellungen hinterlassen Spuren im Gehirn 3. Ein Proband reagiert per Tastendruck auf männliche oder weibliche Namen und positive und neagtive Wörter, wobei jeweils in Phase drei und fünf die Kombinationen vertauscht werden. Die kürzere Reaktionszeit weist auf eine für die VPN kompativle Bedingung hin.
  • Wie hoch ist die nummerische Korrelation zwischen Einstellung und Verhalten nach neueren Meta-Analysen 0.3
  • Stellen Sie Theorien der Verhaltensvorhersage dar Theorien überlegten Handelns    eine Norm wird als Determinante verwendet    EInstellungskonzeption als Überzeugungs x Bewertungskonzept    Additive Verknüpfung der Variablen    Definition der Einstellung als Einstellung gegenüber dem Verhalten     Verhaltensintention als entscheidender Prädiktor des Verhaltens Theorie geplanten Verhaltens    Theorie wird um Kontrollvariable ergänzt
  • Was ist das MODE-Modell Annahme Einstellunge müssen Aktiviert werden    Kontrolliert/geplant:       Wenn genug Motivation und Kapazität vorhanden, dann werden Einstellungen aktiviert    Spontan:       Wenn gering/kein Kapazität und Motivation dann erfolgt eine autmatische Aktivierung, diese erfolgt bei starken und negativen Einstellungen 
  • Was sind Vorurteile Ein Vorurteil ist eine Antipathie, die sich auf eine fehlerhafte und starre Verallgemeinerung gründet. Sie kann ausgedrückt oder auch nur gefühlt werden
  • Was Versteht man unter Diskriminierung ? Diskriminierung meint primär die ungleiche Annerkennugn von z.B. dem Recht von Individuen und Gruppen in Bezug auf vielerlei Umständen
  • Was sind blatant bzw. subtle prejudices Hierbei handelt es sich um die offen oder verdeckte Darstellung von Vorurteilen bzw. Einstellungen 
  • Stellen Sie kurz die Untersuchung von Clark und Clark zur Entstehung von Vorurteilen. VPN waren farbige Kinder in verschiedene Altersklassen, welchen man vier Puppen (2W & 2S) vorlegte. Auf die folgenden acht Aussagen des Untersuchenden sollten die Kinder reagieren, indem sie auf die Puppen zeigten, die sie für am zutreffendsten halten
  • In der Untersuchung von Hamilton und Gifford werden illusorische Korrelationen untersucht. Was waren die zentralen Ergebnisse ? 1. Illusorische Korrelationen sind Zusammenhänge zwischen Variablen, die im Prinzip nicht existieren 2. Bei der Untersuchung ergab sich in Bezug auf die Angabe der Anzahl negativer Aspekte, dass die Minorität überschätzt und Majorität unterschätzt wurde. 
  • Was sind Stereotypen ? Ein Stereotsyp ist eine positive oder negative Menge von Überzeugungen, die jemand über die Merkmale einer Gruppe von Personen hat.
  • Was versteht man unter Stereotype Threat ? Die Gefahr ein bestehenes Stereotyp zu bestätigen
  • Wie hoch ist die nummerische Korrelation zwischen Vorurteilen und diskriminierendem Verhalten 0.29-0.62 (abhängig von Umständen und VPN)
  • Was sind generalisierte Einstellungen Beziehen sich im Unterschied zu klasssichen Einstellungen auf keinen unmittelbaren Gegenstand, sondern beinhalten progammatische oder ideologische Konzepte
  • Geben Sie eine differenzierte Definition von Autoritarismus Über viel Untersuchungen hinweg überschneiden sich die Merkmale in  1. Autoritäre Unterwürfigkeit 2. Autoritäre Aggression  3. Konventionalismus
  • Wie ist die Theorie der sozialen Dominanz aufgebaut ? Annahme, dass die Gesellschaft aus Gruppenbasierten sozialen Hierarchien besteht, welche sich in drei Schichtungssysteme unterteilt    Altersebene    Geschlechtsebene    Gesellschaftsspezifische Ebene Die individuelle, generalisierte Orientierung gegenüber diesen Hierarchien wird als soziale-dominanz-Orientierung (SDO) bezeichnet. Als lässt sich dei SDO als individuelle Tendenz charakterisieren, soziale Gruppen ausschließlich hinsichtlich ihrer Hierarchien zu betrachten und daraus Überzeugungen zu gewinne, dass einige Gruppen anderen Gruppen prinzipielle überlegen sind.  Menschen mit hohen Werten bei der SDO neigen dazu, negative Einstellungen gegenüber Minderheiten wie ethnischen Gruppen, Homosexuellen etc. zu haben
  • Welche Unterschiede gibt es zwischen Autoritarismus und sozialer Dominanz 1. Stereotypen haben im Autoritarismus eine andere Funktion als in der SDO. Während Stereotypen im Autoritarismus nur eine Form von Vorurteilen widerspieglen, dienen Stereotype Personen mit hoher SDO zur Legitmierung eigener negativer Einstellungen gegenüber Fremden 2. Beim Autoritarismus geht es um eine Unterordnung gegenüber einer Autoritätsfigur in der Eigenengruppe. Im Gegenzug dazu zielt die SDO auf die Überlegenheit gegenüber Fremdgruppen, hierbei sit die Sichtweise der eigene Autoritätsfigur unabhängug. Der Autoritarismus stellt somit eher ein Phänomen innerhalb einer Gruppe dar, währen SDO zwischen den Gruppen von bedeutung ist. 3. Menschen mit hoher SDO fordern Ungleichiet zwischen den Gruppen, um die eigene Gruppe den anderen Gruppen überlege zu macehn  4. Autoritarismsu ist demgegenüber durch die Übernahme der negatvien Einstellungen der relevanten Autoritätsfigur gegenüber MItgliedern von Fremdgruppen charakterisiert.