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Allgemeine Psychologie (Subject) / Sprache (Lesson)
Sprache
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- Psycholinguistik (Definition) Teildisziplin der Psychologie, befasst sich mit der Erforschung des Erlernens von Sprache und ihrer Kompetenten Nutzung Vorgänge im Gehirn beim Sprechen oder Zuhören
- Sprache (Definition) Fähigkeit, abstrakte Ideen durch komplexe Abfolge von Zeichen und Signalen zu kommunizieren Unterscheidung in gesprochene Sprache (bestehend aus Lauten), geschriebener Sprache (bestehend aus Buchstaben) und Gebärdensprache (bestehend aus Gestik und Mimik) beruht auf verschiedenen Fähigkeiten wie Denken, Wissen, Kategorisieren, Gedächtnis und Lernen Sprache ist genuin menschich und in allen Kuluren zu finden folgt universellen Regeln , die in der Grammatik einer Sprache festgelegt sind tritt bei Kindern spontan auf ist gesellschaftlich normiert und historisch veränderlich
- Gebärdensprache (Definition) eigenständige Sprache, vornehmlich von gehörlosen oder schwerhörigen Menschen zur Kommunikation genutzt besteht aus visuell wahrnehmbaren Zeichen, die mit Händen durch deren Orientierung, Bewegung und Haltung gebildet werden zur Differenzierung tragen auch Arm- und Körperhaltung, sowie Mimik, Mundhaltung und Zungenstellung bei folgt ebenso grammatikalischen Regeln wie gesprochene Sprache es gibt mehr als 100 Gebärdensprachen, regional unterschiedlich, gibt auch Dialekte Kinder erwerben Gebärdensprache ähnlich wie gesprochene Sprache, zeigen eine Präferenz für Gebärdensprache gegenüber nicht-sprachlicher Pantomime
- Phonem kleinste Lautliche Einheit der gesprochenen Sprache trägt in sich keine Bedeutung, dient aber der Unterscheidung von Bedeutungen (bedeutungsunterscheidend / distinktiv), werden erst in ihrer Kombination zu größeren Einheiten Bedeutungstragend Aussprache von Wörtern in Lexika in internationaler phonetischer Sprache in Klammern hinter Wörtern in Lexika notiert in Lautschrift-Symbolen kann mit Buchstaben übereinstimmen, muss aber nicht (z.B. scharfes und weiches s, gerolltes und nicht gerolltes r) im Englichen besonders geringe Übereinstimmung zwischen Phonem und Graphem (Phonem-Graphem-Korrespondenz) (z.B. tough - though - dough - plough); ein Graphem steht für mehrere Phoneme Untersuchungsgegenstand der Phonologie, abzugrenzen von der Phonetk (Phone - klangeinheiten)
- Graphem kleinste graphische Einheit der geschriebenen Sprache, bedeutungsunterscheidend / Distinktiv aber nicht bedeutungstragend meist aber nicht immer deckungsgleich mit Phonemen (beispiel Schrift und Sprache / Vogel und Flug am Anfang gleiches Phonem, nicht gleiches Graphem) entsprechen nicht notwendigerweise einem einzigen Buchstaben (z.B. SCH) Verschiedene Graphe, die entweder frei ausgetauscht werden können oder nach deterministischen Regeln komplementär verteilt sind, nennt man Allographe. Ein Graphem besteht aus solchen Allographen. Graphemik untersucht Strukturen und Zusammenhänge von Graphemen,
- Morphem kleinste bedeutungstragende Einheit der gesprochenen Sprache, hat konstante Bedeutung oder grammatikalische Funktion kann, muss aber nicht deckungsgleich mit einer Silbe sein, Bsp: Hunde, Morphem Hund-e (begriffliche Bedeutung und Plural als grammatikalische Kategorie, Silben Hun-de unzerlegbare Wörter = Morpheme Morphologie = linguistische Teildisziplin, deren Untersuchungsobjekt das Wort als größte und das Morphem als kleinste Einheit ist. Sie untersucht die Struktur von Wörtern, deren Aufbau und Regularitäten des Aufbaus
- Grammatik (Definition) Regelwerk einer Sprache legt fest, wie Wörter, Phrasen und Sätze gebildet werden Komponenten Phonologie, Morphologie und Syntax Phonologie = Regeln zur Lautbildung und Prosodie (= Muster der Betonung und Intonation sowie Sprachrhythmus) Morphologie = Regeln zur Wortbildung, z.B. Regeln zur Flexion (Beugung, also Konjugation und Deklination), Präfixe und Suffixe + Wortstamm Syntax = Regeln der Bildung von Phrasen und Sätzen aus Wörtern nach Phrasenstrukturregeln, bestimmt den Zusammenhang zwischen Wörtern In der Sprachwissenschaft umfasst dieser Begriff alle Bereiche, in denen die Gliederung sprachlicher Einheiten untersucht wird, also die Formenlehre von Wörtern (d. h. die Morphologie), den Bau von Sätzen (Syntax), die Lautlehre (Phonologie), sowie die Bedeutungslehre (Semantik), soweit sie sich auf Regeln zum Aufbau von sprachlicher Bedeutung bezieht.
- Wort (Definition) Zuordnung eines Sprachlautes oder einer Buchstabenfolge zu einer Bedeutung einem Wort können mehrere Bedeutungen zugeordnet sein (Homonym), auch können einer Bedeutung mehrere Wörter zugeordnet sein (Synonym - Bedeutungsgleichheit)
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- Wortwahrnehmung Grundvoraussetzung für Produktion und Verstehen größerer Sprachlicher Einheiten ist das Wort im Text durch Leerzeichen getrennt, in gesprochener Sprache nicht so eindeutig Wort = Zuordnung eines Sprachlautes oder einer Buchstabenfolge zu einer BedeutungHomonym = ein Wort hat mehrere BedeutungenSynonym = mehrere Wörter haben dieselbe Bedeutung Frage nach der Abgrenzung des Wortes mit 2 Kernproblemen versehen:Segmentierungsproblem (gesprochene Sprache ist fließend, einzelne Wörter müssen daraus erkannt werden, der Lautstrom muss segmentiert werden, und das bei hoher Geschwindigkeit da 2 bis 4 Wörter pro Sekunde produziert werden können und 7 Wörter im Arbeitsgedächtnis bleiben )Variabilitätsproblem (unterschiedliche phonetische Realisierungen, Aussprache je Sprecher und Kontext sehr unterschiedlich, es muss immer dasselbe Wort erkannt werden, egal ob Dialekt, Mann oder Frau, Computer oder Person, Phoneme verschluckt oder verändert werden)
- McGurk Effekt visuelle und akustische Signale wirken bei der Sprachwahrehmung zusammen, können sogar eine völlig neue Lautwahrnehmung erzeugen Studie von McGurk und MacDonald (1976) VP verschiedener Altersgruppen wurde per Filmausschnitt akustisch [ba] und visuell mit Mundebewegung [ga] dargeboten, 98% der Erwachsenen berichteten eine fehlerhafte neue Silbe [da], bei Kindern nur 64%, der rest berichtete korrekt [ba]Schlussfolgerungen: bei der intermodalen Wahrnehmung spielen sensorische Informationen verschiedenen Modalitäten eine Rolle, zudem domiert visuelle Information bei Erwachsenen stärker als bei Kindern, deren Phonemwahrnehmung eher von akustischer Information beeinflusst wird visuelle Information kann natürlich nicht nur störend wirken wie o.g., sondern auch bei der Wahrnehmung unterstützenzudem helfen Akzentuierung (Prosodie, Intonation) bei der Wharnehmung
- Wortproduktion: Schritte Konzeptualisierung (was soll gesagt werden)Formulierung (wie soll es gesagt werden, schrittweise wird das sprachliche Konzept zusammengengebaut / in richtige Reihenfolge gebracht z.B:)Artikulation (äußerung) Prozess läuft beim Wortverstehen umgekehrt (akustisches Signal erst dekodieren, dann in Bedeutung überführen) KonzeptualisierungEntscheidung, was gesagt werden sollAbruf des lexikalischen Konzeptes (Antwort), d.h. von LZG zu KZGdurch Verbindung der lexikalen Konzept im Gedächtnis werden auch weitere aktiviert (LZG)überführung ins KZG zur Erstellung lexikalischer Konzeptelexikalische Konzepte werden auf sprachlicher Ebene in Wörter überführteher verwandte lexikalische Konzepte mit aktiviert, darum manchmal falsche Wörter verwendet Formulierunggrammatischer Plan erstellt (Zugriff auf das Mentale Lexikon: Wörter und Phrasen werden ausgewählt und angeordnet, die phonologische Form der Wörter wird aktiviert), Artikulation unterschiedliche Phonemkategorien je nachdem, wie diese produziert werdenAusstoß von Luft und Veränderung des Luftstroms im Nasen-, Mund- und RachenraumRäume bei der Produktion von Vokalen unterschiedlich weit offenbei der Produktion von Konsonanten wird Luftstrom unterschiedlich behindertUnterteilung der Konsonanten nach Stimmhaftigkeit (Stimmlos durch verzögertes Öffnen der Lippen nach Vibrieren der Stimmbänder, stimmhaft bei simultaner Öffnung), Artikulationsort (wo wird der Luftstrom behindert, labial, aveolar, velar) und Artikulationsart (wie wird der Luftstrom behindert, kurzzeitig vollständig = plosive, teilweise Blockade = frikative, nasal und liquide) Selbst-Überwachungteilweise schnelle Korrektur von versprechern
- Versprecher erlauben Rückschlüsse über zugrunde liegende Verarbeitungsprozesse bei der Sprachproduktiongenerell ist Sprachproduktion schwer experimentell zugänglich, introspektiv, Mitteilungsabsicht kann nicht manipuliert werden(im Gegensatz zur Sprachwahrehmung, hier kann der sprachliche Input experimentell manipuliert werden)Versprecher als kurzzeitiger Zusammenbruch des Sprachproduktionssystems erlauben Einsichten Fehlertypen:Reiteration (Gewissensgebisse, Elemente werden wiederholt)Vertauschungen (Taffeekasse, Elemente also Wörter oder Phoneme wechseln die Position, Hinweis, dass Sprachproduktion auf Phonemebene erfolgt, Phoneme ans Artikulationssystem weitergegeben werden)Vorwegnahme / Antizipation (Sappelschlepper, Elemente werden vorgezogen)Substitution: semantisch oder formal ähnliche Wörter werden eingesetzt (das haben wir aus dem Urwald statt Urlaub)Kontamination (konkurreirende, semantisch ähnliche Elemente verschmelden, z.B. Aufstuhl, beistimmen) gibt es auch in der Gebärdensprache = Vergebärdler
- Wortverstehen Prozess: Dekodierung -> in Bedeutung überführen bei Dekodierung sehr wahrscheinlich segemtierung des Sprachsignals in kleinere Einheiten wie Silben, diese werden mit dem mentalen Lexikon abgeglichen Problematisch bei der Dekodierung: Segmentierungsproblem: kontinuierlich gehörtes Sprachsignal muss segmentiert werden variabilitätsproblem: unterschiedliche Aussprache Wort muss von ähnlich klingenden Wörtern durch Phonemstruktur unterschieden werden Hilfreich sind: visuelle Informationen Betonung (Prosodie = betonung des Wortes, Intonation = Sprachmelodie) Kontext / Bedeutungszusammenhang (Satz oder Gesprächskontext, semantischer Zusammenhang) Modell der Worterkennung Wortbeginn ruft eine Kaskade von Erwartungen hervor, wie das Wort weitergehen könnte; potentielle Wortfortsetzungen werden aktiviert, phonologisch unähnliche Wörter werden über Hemmungsprozesse unterdrückt; je phonologisch Ähnlicher Sprachsignal der Repräsentation, desto stärker wird es aktiviert Konnektionistische Modelle / Netzwerkmodelledrücken Vorgänge formal in Computersprache ausGrundannahme: Hierarchieebenen der Worterkennung (z.B. akustisch, Phonemebene, Wortebene, Bedeutungsebene / semantische Ebene)Ebenen sind exzitatorisch miteinander verbunden, d.h. duch fördernde / erregende Verbindungeninnerhalb einer Ebene bestehen inhibitorische / hemmende VerbindungenWechselspiel von Erregung und Hemmung, bis korrekter Eintrag übrig bleibtwurde zur Spracherkennung auf Computern installiert, funktioniert jedoch bedingt; zeigt die Komplexität des Sprachverstehens
- mentales Lexikon Art zentrale Speichereinheit im LZG, in der alle verfügbaren Informationen über ein Wort abgebildet sind: Phonologie (Lautbildung), Morphologie (Wortbildung), Syntax (Satzbildung), Orthografie ( Rechtschreibung) geballtes Wortwissen = lexikalisches Wissen 30.000 - 100.000 Einträge bei Erwachseen im aktiven Speicher, bis 200.000 im passiven Speicher repräsentiert gute Organisation notwendig, Abruf muss schnell erfolgen (2-4 Wörter pro Sekunde produziert)Schnelligkeit von Häufigkeit des Auftretens und Wortlänge abhängig Abruf auditivseriell (nur ein Eintrag im mentalen Lexikon wird mit dem Sprachsignal pro Zeiteinheit verglichen, kaum haltbar bei Sprachgeschwindigkeit) oder parallel (empirische Belege sprechen dafür, dass gleichzeitg mehrere Einträge abgerufen werden, Studien mit mehrdeutigen Wörten / lexikalische Mehrdeutigkeit belegen dies) Mehrdeutigkeit: z.B. für Bank wird das geldinstitut und die Sitzgelegenheit aktiviert, Auswahl hängt vom Bedeutungskontext ab (schneller Erkannt wenn in semantischen Kontext eingebettet) Abruf visuelldirekter Weg: orthographische Repräsentation im mentale Lexikonindirekter Weg: Übersetzung von Graphemen in Phoneme, anschließend Zugriff aufs mentale Lexikon(Beleg für indirekte Pfad durch phonologische Dyslexie, häufige Wörter können normal ausgesprochen werden, Pseudowörter jedoch nicht) nicht geklärt: Repräsentation von komplexen Wörtern (2 Elemente bei zusammegesetzten Wörtern oder einzelne Repräsentation? Zugriff wahrscheinlich direkt und über Morpheme); Anordnung der Wörter im mentalen Lexikon (alphabetisch, Bedeutungszusammenhang, Häufigkeit der Nutzung nicht alle Forme des Wortes, sondern nur Grundform und unregelmäßige Formen gespeichert, nicht repräsentierte Wortformen werden nach morphologischen Regeln gebildet
- Parsing Teilprozess des Sprachverstehens, bei dem Gehörtes oder Gelesenes in Wörter, Satzteile und Sätze zerlegt wirdWörter werden auf ihre Rolle im Satz hin syntaktisch analysiertautomatischer, unbewusster Ablauf
- Satzverarbeitung notwendig sind:Wörter im Kontext anderer Wörter interpretierendazu Strukturwissen vn Sätzen (Anordnung der Wörter im Satz) nötigBedeutung von Wörtern und deren Rolle im Satz (Parsing) nötigStrukturelles WissenGrundelemente des Satzen = Phrasen, nach Phrasenstrukturregeln geordnete korrekte grammatikalische Abfolge von Wörtern im SatzBsp .Wortstellung S - V - O gebräuchlichPhrasenstrukturbaum (bestimmt, aus welchen Elementen eine Phrase zusammengesetzt ist)S = bestehend aus Nominalphrase (NP = Det+N) und Verbalphrase (VP = V + NP (Det-N) + NP (Det+N)) -> Der Kellner brachte dem Gast ein BierSatz besteht immer aus Nominal- und Verbalphrase, wobei Verbalphrasen wiederum aus Verb und einem bzw. mehreren Argumenten (z.B. Nominalphrasen) bestehenmanche Verben benötigen immer nur eine NP, machen (Bringen) benötigen 2 NP EKP im EEGEreigniskorrelierte Potentiale sind elektrokortikale Potentiane vor, während und nach einem sensorische, motorischen oder mentalen Ereignis im EEGBei syntaktischer oder semantischer Regelverletzung oder Pseudowörtern zeigen sich EKP in EEG, Bezeichnung enthält Dauer bis Beginn des Potentials nach Darbietung eines StiumuluswortesN400 - negativer Ausschlag sehr früh, Höhepunkt 400 ms nach Darbietung, semantsicher Integrationsprozess, Wort passt nicht in Bedeutungszusammenhang, zeigt sich bereits nach 120 ms (Beginn)P600 - positiver Ausschlag mit Höhepunkt 600ms nach Beginn der Darbietung, ebenfalls syntaktischer Verarbeitungsprozess, Reanalysedient Sprachverstehen als -produktion, letzteres jedoch Schwierig da Muskelbewegungen ebenfalls Signale erzeugen und als Artefakte nur schwer von gesuchten Signalen zu unterscheiden sind auch verwendet: Blickbewegungen, Reaktionszeitanalysen Modelle der SatzverarbeitungNeurokognitives Modell der SatzverarbeitungEEG Befunde zeigen Satzverstehen als Abfolge von Phasen, zum Verstehen ist mentales Abbild seiner Struktur und Bedeutung erzeugt werdenParsingfrüher Verarbeitungsschritt zur Analyse der syntaktischen Information / Entschlüsselung der Struktur des Satzesbottom-up (Datengesteuert Wort zu Satz, z.B. Kategoriezugehörigkeit) bzw. top-down (Erwartungsgesteuert Phrase zu Wort, Erwartung zu Beginn des Satzes hervorgerufen)passt das Wort nicht zum Satz, keine frühe Negativierung im EEDPrüfungnach Analyse der Struktur des Satzes: Bedeutung der Wörter aus dem mentalen Lexikon abgerufen und Wort in Satzkontext integriert2 sätze können syntaktische identische sein (Phransenstruktur), aber einer semantisch inkorrekt; parsing wäre gleich aber EEG als N400Reanalysenach Parsing und Prüfung nochmals Reanalyse der Syntax, bei Verletzung späte positivierung im EEGsehr effiziente Abfolge von Schritten, ermöglicht weitere Tätigkeit nebe dem Sprechenprobleme bei komplexen, langen Sätzen, und mehrdeutigen Äußerungen Holzweg-Modell / garden-pathFrazier und Rayner 1982erst verarbeitung syntaktisch, dann semantisch Serielle Verarbeitung vorausgesetzt: immer nur eine Bedeutungsalternative erwogenEntscheidung fällt auf Basis struktureller Eigenschaftenzunächst einfach Variante mit weniger Knoten (syntaktische Verzweigungen) im PSB (Prinzp der minimalen Angliederung, minimal-attachment-Prinzip)instrumentelle Lesart kommt mit weniger Knoten aus als die attributive nach erster syntaktische Analyse des mehrdeutige Satzes: Bewertung der Plausibilität, Entscheidung nach semantischen und pragmatischen Kriterienkontext, schließlich Wahl einer DeutungsalternativePrinzip der späten Schließung (Late Closure): einem analysierten Satzteil werden solang neue Wörter zugeordnet, wie eingegliedert werden können, Ende erst wenn nicht mehr möglich Einschränkungsmodelle (constraint-satisfaktion Modelle)Befunde, die das Holzweg-Modell nicht erklären kannThe horse raced past the barn fell.Mehrdeutigkeit, kann nicht allein auf Basis syntaktsicher Analyse (grammatikalischer Kategorie einzelner Wörter) aufgelöst werdenstärkerer Einfluss z.B. der lexikalischen Semantikeinstufige Modelle, verfügbare syntaktische und semantische Informationen werden parallel verarbeitetje plausibler die Lesart, desto stärker wird sie aktiviertUnterscheidung zum Holzweg Modell im Einfluss der Syntaktik gegenüber anderen EinflüssenUnterscheidung in der ein- bzw. Mehrstufigkeitempirische Befunde für beide Strategien vorhandenjeweils nicht universell, sondern immer durch Erfahrungen und Vorwissen der Menschen beeinflusst, z.B. wie Ambiguitäten aufgelöst werden Semantisches WissenWortbedeutung und Zusammenhänge werden mental Repräsentiert, z.B. Propositionales Netzwerkmehrdeutigkeit gibt es auch im semantischen ZusammenhangzB. schweri d R keine Probleme, da Bedeutung mental abgespeichert ist, selbst wenn beide Varianten plausibel und gleich leicht zu verarbeiten sindKontext spielt eine wichtige Rolle (Vorwissen und Häufigkeit verwendeter Äußerungen)
- Textverarbeitung aktiver Prozess, der Leser oder Hörer (Rezipient) interagiert mit dem Text Verarbeitungsrichtungen:Textgesteuert (bottom up, von Merkmalen des Textes gesteuerte Verarbeitung)rezipientengesteuert (top down, von Erwartungen und Wissen des Rezipienten gesteuerte Verarbeitung) Merkmale, welche Textverständnis beeinflussen:Textoberfläche (grammatikalische Struktur, formale Merkmale wie Textlänge)Textbasis (tatsächlicher Inhalt & Bedeutung) mentale Modellespielen auf Seite des Rezipienten eine große Rolle beim TexterständnisBildhafte Vorstellung, z.B. räumlicher Beziehungen zwischen beschriebenen Objekten (Rosen-Beispiel), mentale Szenenwechsel behindern die Bildhafte Vorstellungrelevantes Hintergrundwissen zu den Textinhalten wird in mentales Modell aufgenommen,t rägt zum TExtverständnis bei
- Sprachentwicklung Sprache wird sehr früh in der kognitiven Entwicklung spontan und schnell gelernt sprachrelevante Erwerbsfähigkeiten bereits wenige Tage nach Geburt, z.B. sensitives Wahrnehmungssystem, Phoneme und Phonemkategorien werden unterscheidenzunächst nicht auf Muttersprache beschränkt, Präferenz bildet sich in den ersten 6 Monaten aus (Sensitivität erhöht sich für diese Laute, durch erhöhte Konfrontation damit)Fähigkeit zur Diskrimination nicht-muttersprachlicher Phoneme während der ersten 6 Monate auch Unterscheidung zwischen sprachlichen und nicht sprachlichen Lauten schon bei Säuglingen vorhanden (wenige Tage alt)einsilbige Pseudowörter und in Dauer, Frequez und Tonhöhe entsprechende Geräsche präsentierthigh-amplitude sucking (HAS) Saugrate am Schnuller (Druckmessgerät)Annahme: Interesse geht mit stärkerem Saugen (Höhe und Rate) einherHabituation: HAS sinktAnstieg im Vgl. zur Grundsaugrate bei Sprachreizen signifikant höher als bei nicht-sprachlichen Reizen (erst in 2. Versuchshälfte (2. Block)Schlussfolgerung: Menschen auf Sprache als Kommunikationsmittel voreingestellt Voraussetzung für schnellen und mühelosen Spracherwerbbei autistischen Kindern eher nicht-sprachliche Reize präferiertzudem wird Gebärdensprache auch nicht-sprachlichen Pantomimen vorgezogenSpracherwerb genetisch veranlagt, wird durch Sprachkontext beeinflusstUniversalgrammatik, substantielles grammatikalisches Wissen ausgestattet, aber Enfluss sozialer und sprachlicher Umwelt gleich bedeutsam (Grundlage wird durch Interaktion ausgebaut)
- Noam Chomskys Theorie der Universalgrammatik (um 1950) Theorie besagt gleiche grammatikalische Prinzipien für allle Sprachen Wissen um diese Prinzipien ist angeborenGrund für Annahme ist schneller und spontaner Spracherwerb be Kindern, ohne spezifisches Training oder FeedbackAusnahme: Kinder in sprachdeprivierter Umgebung - Prozesse des Spracherwerbs sind universell und relativ unabhängig von der erlernten Sprache- universale grammatikalische Prinzipien sind angeboren und ermöglichen Erwerb von sprachspezifischen Mustern- zur Sprachproduktion müssen nur Wörter und einige sprachspezifische Besonderheiten gelernt werden (z.B. wortstellung in Sätzen); aus angeborener Grammatik und durch Erfahrung erworbenes Lexikalisches Wissenkann unbegrenze Zahl von Phrasen und SÄtzen gebildet werden- Spracherwerb besteht also insbesondere im Aufbau des mentalen Lexikons Kritik: -genetische Veranlagung von Grammatik: Sprache verändert sich schneller als genetische Ausstattung des Menschen, kann der nicht als Umweltgegebenheit angenommen werden, an die sich Genetik des Menschen anpasst- schwer falsifizierbar
- Stufen des Spracherwerbs Erwerb prosodisch-phonologsichen Wissens(1) > 2 Monate erste Lallphaselaute entstehen durch zufällige Muskelbewegungen in Mund, Hals und Kehlkopf(2) >6 Monate zweite LallphaseSilbenketten wie "dada" "gaga" "jaja" reduplizierendes Lallenin Rhythmus und Tonfall (Prosodie) bereits der Muttersprache Ähnlich(3) > 9 Monate bewusste Steuerung der Mundbewegungengleichzeitig Entwicklung der Präferenz für die Muttersprachegezielt sinnvolle Doppelsilben wie "mama" geformtUnterstützung in dieser Sprachefördert Spracherwerb & Fähigkeit, sinnvolle von sinnlosen Silbenkombinationen zu unterscheidenErwerb lexikalischen Wissens(1) 8-9 Monate Wortrezeptionkontextgebundenes Wortverständnis wird erworben, Muttersprache von Fremsprachlichen Wörtern unterschieden(2) >10 Monate Wortproduktionselbst Wörter produzieren, zunächst "Protowörter" (wauwau etc.)rezeptiver Wortschatz ca. 60 Wörter(3) >18 Monate Wortschatzexplosionrezeptiver Wortschatz ca. 200 Wörter, produktiv 75 Wörter (20 Monate: 150, 22:200, 24:300)Lernmechanismen erlauben schnelles Lernen von WortbedeutungenKommunikative Situation unterstützt Worterwerb (Blickrichtung, emotionaler Ausdruck) Erwerb grammatikalischen Wissens(1) > 18 Monate Wortkombinationenz.B. zwei-Wort udn FragesätzeVerben werden gebeugtPlural wird gebildetSätze werden längerzunächst nur Inhaltswörter verwendet, Funktionswörter weggelassen (Artikel, Hilfsverben, Präpositionen)beschränkt auf Aspekte des Alltagslebens, kognitiv begreifbar z.B. Papa Schläft (handelnder / Handlung) mein Ball (besitzer / Besitz)(2) > 18 Monate Stützende SpracheEinstieg in produktiven Erwerb von Wortbedeutung und Grammatik durch sprachliches Umfeld erheblich begünstigt, Anregng im Dialog Quantifizierung anhand MLU (mean length of utterance (durchschnittliche Länge der Äußerung) -> Sprachproduktion, liegt in diesem Alter bei ca. 4,5 Morphemen(3) >4 Jahre Lehrende Sprachegrammatikalische Grundlagen werden beherrschtWortschatz wächst parallel dazu ständigkomplexe Satzkonstruktionen wie Relativ- und Temporalsätzedurch lehrende Sprache unterstützt, z.B. durch wiederholung kindlicher äußerungen und erweiterung / Korrektur(4) > 6 Jahre AbstraktionWörter in Silben zerlegen Reime bildenlängere Geschichten (nach)erzählenabstrakte Vorstellungsformen durch beherrschung der GrammatikGrundsteine für Erlernen von Lesen und Schreiben gelegt(5) 6-10 Jahrekomplexe grammatikalische Strukturen im Grundschulaltersicheres Verstehen und Unterscheiden grammatikalischer Fälle, insbes. Dativ/Akkusativ/Genitiv, häufig erst mit 11-12
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- Kritische Periode / sensible Periode Kritische Periode =Phase im leben eines Organismus, währned der eine adäquate Stimulation (evolutionsbilogisch überlebensrelevant) eine normale Entwicklung erlaubtFähigkiet muss während der kritischen Phase erworben werden, wenn sie perfekt beherrsch werden sollsensible Periode = abgeschwächte Varinate der kritischen periodeOrganismus besonders empfänglich für adäquate StiumalationSprache kann außerhalb der sensiblen Periode noch erworben werden, Erfolg ist aber geringerSprachentwicklung muss spätestens zum Zeitpunkt der Pubertät begonnen haben, sonst kein Spracherwerb mehr später möglich (Kritsche Phase 1,5-12 Jahre)zeigen bsp. von WolfskindernKinder lernen auch 2. Fremdsprache viel schneller als Erwachsene Könnte auch andere Gründe geben z.B. Intensität der Lernerfahrung, höhere Anforderung an spraachlichen Diskurs, altersbedingte kognitive Vorteile, ...wenn nicht kritisch, dann zumindest sensible Periofde für phonologische Entwicklung Bsp. Genie, die nciht mehr als grammatikfreie Wortreihen nach dem 13. LJ lernte, obwohl Denken, Problemlösen und Kategorisieren normal ausgeprägt waren und Vokabular und einfache syntaktische Regeln schnell erworben wurdenProbleme mit komplexen Regeln wie Passivsätzen und mit Prosodie
- Bilingualismus ersten beiden Lebensjahre 2 Sprachen gleichberechtigtWird zweite sprche erst deutlich späte rund explizit erworben ist dies Fremd- oder Zweitsprachenerwerbgleich gut beherrscht doer Dominanz einer Sprache abhängig von Erwerbskontext, Lehrvoraussetzungen, kulturelle und gesellschaftliche UmständeBilingualismus = Fähigkeit, 2 Sprachen so gut zu beherrschan, dass in jeder mit anderen Muttersprachlern fließend auf deren Niveau kommuniziert werden kann, ab 3 Sprachen MultilingualismusErwerb gleichzeitig (gleichzeitiger BL) oder nacheinander (sequenzieller BL)Stufen des Spracherwerbs für beide in etwa gleich ausgeprägtBesonderheitenSpracherwerb verzögert (Wortschatz), aber flüssigere Sprache und flexiblerer Einsatzwie viele mentale Lexika? bei sequentiell 2, bei parallel 1? oder im verlauf der Sprachentwicklung zunehmend 2 differenzierte Sprachsysteme(ersten jahren des Spracherwerbs häufig vermischung beider Sprachen, Morpheme Brokenander oder Syntax das ist nicht for real, ,oder Lexikon 1 Sprache, Syntax der anderen) - oder ist dies nur Beweis für flexiblen und strategischen Einsatz? Unterscheid oft ja durchaus bewusst (Meta-Linguistik) (Bewusstsein für Sprache)dafür spricht auch, dass bilinguale Geschrächsinhalte mühelos übersetzen und von Sprache zu sprache wechseln könnenweitere Sprache später erleichtert eerworbenkuturelle BereicherungNeurobiologiebilingual gleiche Gehirnareale verarbeitetZweitsprache unterschiedliche Aktivitätsmuster bei Sprachwahrnehmung zwischen Muttersprache und Zweitsprache (betrifft nicht Sprachproduktion)Je höher Kompetenzniveau in Zweitsprache, desto gleicher die Hirnareale der Verarbeitungkortikale Repräsentationen aber auch einfach nur Erfahrungsabhängig (nicht Kompetenzabhängig), z.B. stärkere Aktivität von Fingerrepräsentation im Gehrin von Musikernbessere Problemlöser?60 Vorschulkinder Mono- und Bilingual mit vergleichbarer Intelligenz, Merkfähigkeit und Sprachfähigkeit in 1 Sprache erhielten Bildkarten, mussten nach Farben und Formen geordnet werden; Pre-Switch-Phase alle fehlerfrei, Post-Switch-Phase (Anleitung in Farbe / Form umgekehrt), sortierten Bilinguale siginifikant mehr karten richtigÄltere Kinder erfolgreicher als jüngre Fazit: ignorieren irrelevanter Informationen fällt bilingualen leichter, vorherige Regeln können überwunden und ignoriert werdenselektive Aufmerksamkeit und Kontroll- und Inhibitionsprozesse ausgeprägtersprachliche Inhalte allgemein besser kontrollieren
- Störungen in der Sprachentwicklung 6-8% aller KinderStörungen der SpracheSpezifische Sprachentwicklungsstörungen. generelle Probleme mit Wortschatz, Grammatik, Aussprache ohne Anzeichen für Hör- oder Hirnschäden, oder emotionale Störungen; Sprachtherapie meist hilfreichAusgewählte Störungen des Sprechens bzw. Lesens und SchreibensSprechstörungenDyslalie, Schwierigkeiten Laute korrekt auszusprechen, durch logopädische Behandlung meist BehebungDyslexieBeeinträchtigung bei Erlernen des Lesenszieht häufig Probleme beim Schreiben nach sich (Dysgraphie)auf fehlendes Wissen über phonologische Struktur von Wörtern zurückgeführtes fehlt Bewusstsein, dass Wörter = Kombination einzelnen Phoneme = verbundenen mit Buchstabenfolgekeine Einschränkung der allgemeinen IntelligenzLegasthenieLRS (Lese Rechtschreib Schwäche) oft genetisch veranlagtdurch fehlendes Training verstärktProbleme bei der Ausführung phonologischer Aufgaben (Reimen oder nicht, zählen von Lauten in 1 Wort) => Ansatz bei Behandlungfangen später an zu sprechen, holen Rückstand schnell auf oder haben dauerhafte Sprachstörung (grammatische Probleme, Textverständnis, Lesen, ...)Folge meist kognitive, soziale und emotionale Probleme (viele weitere Entwicklungsprobleme folgenwesentliches Symptom autistischer Entwicklungsstörungen (hälfte entwickelt gar keine Sprache , soziale Defizite, fehlender Aufmerksamkeitsfokus, ritualisierte Verhaltensweisen)
- neurologisch bedingte Sprachstörungen Sprachstörungen in folge von Verletzungen des Gehirns (Tumor, Schlaganfall, Schädelhirntrauma, ...) insbesondere der linken hemisphäreBroca-Aphasie (nicht-flüssige Aphasie)Verletzung im links-anterioren Bereich / Broca-Areal (Brodmann 44/45)Störungen der Sprachproduktion (mühevoll oder gänzlich gestört)Sprachverständnis weitestgehend erhalten (grammatikalisch einfache Sätze)Wernicke-Aphasie (flüssige Aphasie)Verletzung im links-posterioren Bereich (Brodmann 22, 42, 40)Sprechverständnis beeinträchtigt Sprachproduktion ini Sprachflüssigkeit und Artikulationsfähigkeit erhaltenführte zur Lokalisation der beiden Funktionen, was so klar jedoch nicht haltbar ist
- Wernicke-Geschwind-Modell um 1970aus Patientenstudienabgeleitete Lokalisation der an Verarbeitung von Sprache beteiligten Gebiete im Gehirn (Broca, Wernicke Areal, Fasciculus arcuatus - Verbindung-, Tele des auditorischen und motorischen Kortex)Sprachprozesse nach diesem Modell beim Nacsprechen eines gehörten Wortes(1) auditorisches Sprachsignal wird im primären auditorischen Kortex verarbeitet (A1)(2) ... Wird im Wernicke-Areal entschlüsselt / Wort zugeordnet(3) Information gelangt über Fasciculus arcuatus ins Broca-Areal (reziproker Informationsaustausch)(4) motorischer Plan zum Aussprechen des Wortes gefasst & an motorischen Kortex gesendet(5) dieser generiert Signal, das an den Vokaltrakt weitergeleitet wird, Wort wird ausgesprochenein gelesenes Wort wird aus V1 über den Gyrus Angularis ins Wernicke-Areal transportiertAphasietypenBroca- und Wernicke-AphasieLeitungsaphasie (Fasciculus Arcuatus), symptom hauptsächlich Beeinträchtigung des Nachsprechens, sonst unbeeinträchtigtes Verstehen ud flüssige SprachproduktionGlobale Aphasie (alle bereiche beeinträchtigt), kein Sprachverständnis oder -produktionKritikTrennung in produktive und rezeptive Störung zu einfachbei Broca-Aphasie nach neuen Erkenntnissen automatische, schnelle Prozesse beeinträchtigt , die zur syntaktisch korrekten Sprache nöti sindbei Wernicke-Aphasie kontrollierte Verarbeitung undVerfügbarkeit semantischen Wissens eingesschränkt - erhebliche interindividuelle Variabilität in Ausdehnung kortikaler Sprachareale - Funktionen Broca / Wernicke sind nicht streng getrennt- fMRT zeigt, dass Broca-Aphasie nicht zwingend Läsion des Broca-Areals vorausetzut- auch Läsionen in anderen Hirnbereichen können Broca-Aphasie hervorrufen- Broca und Wernicke Areale nicht ausschließlich Sprachverarbeitung, auch z.B. Hemmung nicht aufgabenrelevanter Informationen in Broca
- sensorisch bedingte Sprachstörungen Hörstorung häufige Ursache von Sprachentwicklungsstörungen bei KindernEin Dritte aller kinder mit verzögerter Sprachentwicklung hat HörproblemeGehrlose beginnen erst später mit LautbildungErwerb gebärdensprache ähnlich in Ablauf und Geschwindigkeit wie gesprochene SpracheBlinde ebenso verzögerter Spracherwerb, da Gestik und mimik nicht nutzbarintensive Förderung ermöglicht Aufholen
- Sprache und Denken Unterschiedliche Sichtweisen, umstrittenBenjamin Lee Whorf: Linguistische RelativitätsprinzipNutzer unterschiedlicher Sprachen und Grammatiken gelangen zu unterschiedlichen Weltansichten und Wahrnehmungen grammatikalisches Geschlecht wirkt sich auf die Wahrnehmung der bezeichneten Objekte aus (z.B. männliche EIgenschaften zugesprochen), beeinflusst also wohl unser Denkengenerisches Maskulinum berücksichtigt Frauen weniger explizitNameszuordnung bei generischem Maskulinum eher Männlich, bei Binnen-I eher weiblich, bei Schrägstrich-Variante ausgewogengrammatikalisches Geschlecht beinhaltet Informaionen über das netürliche Geschlecht der Referenzpersonmaskulines Geschlecht wird geschlechtsneutraler wahrgenommen als feminines grammatikalisches Geschlecht geschwidigkeit eines gezeigten Autounfalls wird unterschiedlich beuteilt je nach Wortwahl (weniger heftig bis heftig)
- Tiere und Sprach Tiere können nicht sprechen, Anatormie des Kehlkopfer erlaubt keine Produktion von Sprachlauten (Primaten) KOmmunikation natürlich dennoch möglich, Symbole werden verwendetSchimpansen können Gebärdensprache erlernenWort- und Symbolbedeutungen und Syntaxregelungen erlernbar, aber nur bezogen auf einfache Frage-Antwort Spiele, z.B. räuliche Relationen und Verhältnisse zwischen Objekten erlernbarjedoch kein flexibler Einsatz von Sprache, der über Diskriminieren und Kombinieren von Sprache hinausgehtQualitätsunterschiede und Quantität (Wortschatz Schimpansen nur einige hundert)Grammatik nicht lernbar
- Sprachstörungen bei mentaler Retardation z.B. Down SyndromSprachentwicklung stark verzögert, beginnt ein bis 2 Jahre späterWortschatz steigt nur langsam anmit 10 ungefähr Niveau eines 2,5 Jährigen Kindesinterindividuelle Varianz jedoch großkommunikatiove Gehalt der Sprachäußerungen behinderter Kinder ist hoch
- Lateralisierung von Sprache im Gehirn 2 Gehirnhäflten mit unterschiedlichen Spezialisierungenlinks: Sprache verstehen und produzieren (alle rechtshänder, 75% Linkshänder); dominant für Verarbeitung der Sprache, Wada-TestWada-Testhäufig vor operativem Eingriff ins Gehirn, um Funktionsdominanz zu bestimmenNarkosemittel Natriumamytal in linke oder rechte Halsschlagader, Funktion Hirnhälfte blockiertAlphabet wird aufgesagt, bei Beeinträchtigung diese Hirnhäfte für SprachproduktionSplit-Brain-Patienten2 Hälften über Corpus callosum verbunden, bei Epilepsie oft durchtrennt (wenig erfolgreich)Leistungseinbußen bei visueller Wahrnehmung, Motorik und Sprache, auf Spezialisierung der Areale für bestimmte Aufgaben zurückzuführenrechten Gesichtsfeld dargebotener Gegenstand problemlos bennannt, im linken nicht (sehen nichts oder umschreiben), können aber mit rechter Hand ertastenlinks präsentiert, gelangt über chiasma opticum in rechte Hemisphäre, wird dort erkannt, Inofrmation steht aber nicht fürs sprachzentrum in linker Hemisphäre zur Verfügung durch Trennung des Corpus callosumgenerell kann auch rechte nicht-dominante Hemisphäre einfach Worter und Sätze versethen, aber Sprachverarbeitung ist langsamer und auf einfache Wortverstehensaufgaben beschränkt, Sprachproduktion meist komplett in dominanter Hemisphäre verankert
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