Sozialpsychologie (Fach) / Soziale Wahrnehmung (Lektion)

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  • Soziale Wahrnehmung meint die Prozesse, mit denen man Eindrücke von Menschen gewinnt und daraus Schlüsse zieht
  • Nonverbale Kommunikation ist die Art, wie Menschen absichtlich oder unabsichtlich ohne Worte miteinander kommunizieren aufgrund von Signalen wie Gesichtsausdruck, Tonfall, Gesten, Körperhaltung , Körperbewegung sowie durch   Einsatz von Berührungen und Blicken
  • Enkodieren nonverbales Verhalten zeigen oder aussenden, etwa   Lächeln oder Klopfen auf den Rücken
  • Dekodieren nichtverbales Verhalten anderer Menschen interpretieren, etwa die Entscheidung, dass ein Rückenklopfen Herablassung und nicht Freundlichkeit war
  • 6 Hauptformen des emotionalen Ausdrucks Wut Freude  Trauer Furcht Abscheu Überraschung  
  • Embleme sind nichtverbale Gesten, die innerhalb einer gegebenen Kultur eine wohlverstandene Bedeutung tragen; sie können gewöhnlich direkt in gesprochene Sprache übersetzt werden, wie etwa das „OK“-Zeichen
  • Nonverbale mehrkanalige Kommunikation Problematisch, wenn nicht alle zur Verfügung stehen Bsp. erkennen von Alltagsszenen Emailschreiben
  • Geschlechtsunterschiede in der bonverbalen Kommunikation Frauen besser beim Enkodieren und Dekodieren jedoch schlechter im Enttarnen von Lügen, da Frauen höflicher und anpassungsfähiger da sie der klassischen Frauenrolle nachkommen möchten
  • implizite Persönlichkeitstheorie eine Art von Schema, nach dem verschiedene Charakterzüge zusammengefasst werden; so glauben zum Beispiel viele Menschen, dass jemand, der freundlich ist, auch großzügig sei oder dass jemand, der geizig ist, auch leicht reizbar sei
  • Attributionstheorie befasst sich mit der Art und Weise, wie man sein eigenes Verhalten und das anderer Menschen   erklärt (d.h. die Ursachen des Verhaltens)
  • internale Attribution die Annahme, dass ein Mensch sich aufgrund seiner Einstellungen, seines Charakters oder seiner Persönlichkeit auf eine bestimmte Weise verhält
  • externale Attribution die Annahme, dass ein Mensch sich aufgrund der Situation, in der er sich befindet, auf eine bestimmte Weise verhält; dabei wird vermutet, dass die meisten Menschen sich in der gleichen Situation auf dieselbe Weise verhalten
  • Kovariationsmodell Eine Theorie, die besagt, dass wir für eine Attribution über das Verhalten eines Menschen systematisch das Muster der Präsenz oder Abwesenheit möglicher kausaler Faktoren und des Auftretens oder Fehlens der fraglichen Verhaltensweisen analysieren   3 Schlüsseltypen von Informationen
  • Kovariationsmodell 3 Schlüsseltypen Konsensinformation Distinktheitinformation Konsistenzinformation
  • Konsensinformation Verhalten sich andere Menschen in der gleichen Situation genauso? meint die Information über das Ausmaß, in dem sich andere Leute gegenüber demselben Stimulus genauso wie der Handelnde verhalten Information über “Regelmässigkeit” des Verhaltens anderer Personen gegenüberdemselben Stimulus.
  • Distinktheitsinformation meint die Information über das Ausmaß, in dem ein bestimmter Handelnder sich auf dieselbe Weise gegenüber verschiedenen Stimuli verhält Ist das Verhalten spezifisch für diese Situation?
  • Kosistenzinformation meint die Information über das Ausmaß, in dem das Verhalten eines Handelnden gegenüber einem Stimulus zeitlich und umstandsbedingt konsistent bleibt Tritt das Verhalten wiederholt als Reaktion auf diese Situation auf?
  • Korrespondenzverzerrung meint die Tendenz anzunehmen, dass das Verhalten eines Menschen mit seiner Persönlichkeit korrespondiert (das heißt zu ihr passt) auch fundamentaler Attributionsfehler genannt  Bsp. Studie in der Autoren Position frei wählen konnten und auferlegt wurden -> Leser dachten, dass dies wirklich die Meinung des Autors war (internale Attribution)
  • Zwei-Schritte-Attributionsprozess zunächst internale Attribution normalerweise anschließend externale Attribution, bei Ablenkung, geringer Motivation nur internale Attribution
  • Perzeptuelle Salienz die scheinbare Wichtigkeit von Informationen, die im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Beobachters stehen   (was wahrnehmbar ist, ist auch die vernünftige und logische Ursache des beobachtbaren Verhaltens/ unsichtbare Situation wird ignoriert) saliente, also auffällige Objekte haben einen großen Einfluss darauf, welche Ursachenzuschreibungen wir vornehmen
  • Akteur-Beobachter-Divergenz die Tendenz, das Verhalten anderer Leute als intern verursacht zu sehen, sich aber mehr auf externale Faktoren zu konzentrieren, wenn man das eigene Verhalten erklärt   Bsp. Frau in Laden schreit Kind an -> wir denken schlechte Mutter -> sie schreibt ihr Verhalten dem Stresszu den sie hat
  • Gründe für Akteur-Beobachter-Divergenz - Akteure wissen, wie sie sich gewöhnlich verhalten  - Akteure sind sich sehr viel stärker als der Beobachter der Ähnlichkeiten und Unterschiede in ihrem Verhalten im Laufe der Zeit und in verschiedenen Situationen bewusst  - Akteur hat mehr Konsistenz- und Distinktheitsinformation über sich zur Verfügung als Beobachter
  • Selbstwertdienliche Attribution 1. Erklärungen für eigene Erfolge: internale, persönlichkeitsbezogene Gründe   2. Erklärungen für eigene Misserfolge: externale, situationsbezogene Faktoren als Gründe
  • Deffensivattribution Erklärungen für Verhaltensweisen, die das Gefühl von Verwundbarkeit und Sterblichkeit vermeiden
  • Glaube an eine gerechte Welt eine Form der Defensivattribution, die in der Annahme besteht, dass schlechte Dinge nur schlechten Menschen und gute Dinge nur guten Menschen passieren (z.B. "blaming the victim")