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Allgemeine Psychologie (Fach) / Motivationspsychologie (Lektion)
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- Was besagt die erlernte Hilflosigkeit von Seligmann § Theorie: Informationen über Unkontrollierbarkeit werden kognitiv repräsentiert und führen zu (generalisierten) Erwartungen von Unkontrollierbarkeit (UK) -> hilfloses Verhalten, das durch drei Defizite gekennzeichnet isto Motivational: geringe Motivation, zukünftige Ereignisse zu kontrolliereno Kognitiv: Kontrollierbarkeit wird schlechter anerkannto Emotional: depressive Reaktion oder Furchtreaktion Erlernte Hilflosigkeit und Depression§ Reaktive Depression: pessimistischer Erklärungsstil als begünstigendes Persönlichkeitsmerkmal (Abramson et al, 1989)o Attribution negativer Ereignisse auf internale, stabile & globale Ursacheno Allerdings: Kausalbeziehung schwierig anhand der Daten zu überprüfen (da fast immer korrelative Designs)§ 4 von 8 Kriterien einer Depression sind motivational bedingt (z.B. Energieverlust)
- Erkläre was proximale und was ontogenetische Ursachen sind. § Proximale Ursachen: Nicht nur oberflächliche körperliche Merkmale (Flügelspannweite, Gehirnvolumen), sondern auch Verhaltensdisposition kann Gegenstand der Selektion sein (Spinnenphobie) - Wie immer im evolutionstheoretischen Kontext: schwer zu widerlegen…§ Ontogenetische Ursachen: Die Evolutionstheorie leugnet nicht die Rolle der Ontogenese (Entwicklung des Individuums, z. B. Lernerfahrungen),§ Fokus in der evolutionären Psychologie jedoch auf phylogenetischen Aspekten
- Erkläre die Theorie der inklusiven Fitness § Willam Hamilton, John Maynard Smith: Theorie der inklusiven Fitness– A. unter Verwandteno Kin Selection: Bevorzugung biologischer Verwandtero Fitness: Menge an künftige Generationen weitergegebene Geneo Altruistisches Handeln nur gegenüber Trägern des „Helfer-Gens“o Fitness wird umdefiniert und nicht an der Zahl der Nachkommen, sondern an der Zahl an künftige Generationen weitergegebener Gene festgemacht = selfish gene (Richard Dawkins) Beispiel Erdmännchen: Lohnt es sich Wache zu schieben? ->Wache schieben lohnt sich, falls C < r*B = Hamilton-RegelC= 5%r*B= 31% C (cost): Kosten des altruistischen VerhaltensR (relatedness): Anteil der mit den Empfängern geteilten GeneB (benefit): Vorteil des altruistischen Verhaltens für die Empfänger (Sterben|niemand warnt – sterben|warnen)§ Hoogland: Alarmrufe bei PräriehundenBei nahen Verwandten öfters Rufe, bei Jungtieren noch ausgeprägter
- Wie kommen wir vom Verhalten zur Motivation? § Kognitive Definition – vereinbar mit Hamilton?o Unbewusster Prozess: das Individuum ist nicht über die inklusive Fitness informierto Aber auch in anderen Motivationstheorien sind Gründe/ Ursachen nicht bewussto Verhalten ist im Sinne der Evolutionstheorie nicht teleologisch (=Handlungen laufen zielorientiert ab)Warner warnt nicht, damit er mehr Gene weitergeben kannÜber Generationen hinweg gibt es weniger Individuen, die Verhaltensweise mit geringerer inklusiver Fitness zeigen!§ „the selfish gene“, Dawkins: Weiterführung Idee Hamiltons:o Das Gen, das Verhalten fördert: was von außen betrachtet altruistisch wirkt, hat überlebt im Sinne der Spezies also nicht altruistisch, sondern egoistisch!
- Was besagt das Gefangenendilemma? § Flood, Tucker: 2 Tatverdächtige, Einzelverhöreo Wenn A gesteht und B leugnet, bekommt A 10 Jahreo Wenn beide gestehen (nicht kooperieren), jeweils 1 Jahro Wenn beide leugnen (kooperieren), 5 JahrePayoff-Matrix:§ Nicht kooperatives- Spiel (da unter Unkenntnis der Entscheidung des anderen Spielers)§ Intuitiv: Als Spieler A, hängt Entscheidung davon ab, wie man Spieler B einschätzt§ Aber nicht-kooperieren ist immer besser die bessere Wahl für Spieler A (s. Spalten)!§ Dilemma: Meistens wählen beide dominante Strategie (-5/-5), schlechter als beidseitige Kooperation (-1/-1) § Wenn beide Spieler die individuell optimale Wahl treffen, kommen sie zu einem schlechteren Ergebnis, als wenn jeder die individuell suboptimale Wahl treffen würde!
- Was besagt das wiederholte Gefangenendilemma? § Smith, Price: Strategie evolutionär stabil, wenn Bevölkerung nicht gestört werden kann von einem seltenen Mutanten, der eine andere Strategie anwendeto Einmaliges GD-Spiel: nicht-kooperieren ist evolutionär stabilo Wiederholte Spiele: kooperative Strategien können stabil seino Z.B. Tit-for-Tat-Strategie (Rapaport): beginnt mit Kooperation -> Kooperation des Spielpartners wird im nächsten Zug mit Kooperation beantwortet, Nicht-Kooperation mit Nicht-Kooperation (nicht nachtragend: Gedächtnisspanne nur einen Spielzug!)
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