Sozialpsychologie (Subject) / Gruppen (Lesson)
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Heft 3
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- abhängige und unabhängige Variable hypothesengeleitete systematische Variation: abhängige Variable bleibt gleichunabhängige Variable wird beeinfluss und untersucht
- Gruppe im engeren Sinn 2 oder mehr PersonenInteraktiongemeinsame ZieleWir-Gefühl (Kohäsion)zeitliche Stabilität 2 oder mehr Personenverbunden durch ein oder mehrere Merkmale
- Gruppenfunktionen Materieller Nutzen Psychologischer Nutzen
- Materieller Nutzen gemeinsame Ziele verwirklchen Sicherheit, Schutz, Macht
- psychologischer Nutzen Bedürfnis nach Kontakt befriedigen Selbstdefinition Selbstwert erhöhen
- Normen Rollen allgemeine Regeln individuelle Regeln
- Rollen dienen der Verteilung von Aufgaben Selbstdefinition Ordnung in der Gruppe bieten einen Verhaltensspielraum
- spezifische Statusmerkmale diffuse Statusmerkmale spezifische: Fähigkeiten diffuse: irrelevante Merkmale wie Alter Geschlecht Körperbau Attraktivität
- Kohäsion Gruppenzusammenhalt: Summe der Motivation der Gruppenmitglieder der Gruppe anzugehören
- Vor und Nachteile Kohäsion starke Bindungverbleiben und teilnehmenneue Mitglieder werben Normänderungsversuche werden schwerBsp Fraktionszwang im Bundestag
- wovon hängt die Kohäsion ab? Attraktivität der GruppezB steigerbar durch besonders schwierige Aufnahme Konkurrenzsituationerhöht Kohäsion auch bei Niederlage Loyalität zB Streik aus LoyalitätzB durch gemeinsame Rituale, Wertschätzung
- Gruppenauswahl 2 Gründe frühere Erfahrungen mit ähnlichen Gruppen Ähnlichkeit/Passung der eigenen Person zu den bestehenden Gruppenmitgliedern
- Gruppenbildung 3 Gründe Sympathie Ähnlichkeit/Passung der potenziellen Mitglieder räumlicher Nähe/Kontakthäufigkeit
- Entwicklung von Gruppen idealisiertes 5 Phasen Modell Forming - Orientierungsphase(Kennenlernen, grundlegende Abläufe klären) Storming - kritische PhaseKonkurrenz um Status, Feindlseeligkeiten, Formierung von Koalitionen Norming - Integrationsphaseentwicklung interner Normen und Werte, entstehen von Teamgeist Performing - Funktions und Leistungsphasezielorientierte Zusammenarbeit, Fokus auf Erfolg und Leistung Adjourning - AbschlussphaseAuflösen der Gruppe nachdem sie ihren Zweck erfüllt hat
- Bestimmung der Gruppenleistung ∑ potenzielle Produktivität + Prozessgewinne - Prozessverluste = Netto Gruppenleistung (Prozessbilanz)
- soziale Kompensation Leistungssteigerung von fähigen Mitgliedern um weniger gute Leistung von anderen auszugleichen Vorraussetzung ist die Nicht-Identifizierbarkeit der Einzelbeiträge
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- Köhler Effekt Unverzichtbarkeit Leistungssteigerung der schwächsten Mitglieder um die Gruppe nicht auszubremsen zB Bergsteigen
- soziale Kompensation und Köhler Effekt kann gleichzeitig auftreten soziale Kompensation und Köhler Effekt kann gleichzeitig auftreten
- soziale Kompensation und Köhler Effekt kann gleichzeitig auftreten zum Beispiel bei Studien zur Integration von Schülern mit Lernschwierigkeiten Vorraussetzung ist, dass der Erfolg für die Gruppe wichtig ist und man diesen durch die eigene Anstrengung beeinflussen kann außerdem: Attraktivität der Gruppe, Kohäsion und Sympathie
- soziales Faulenzen - 3 fördernde und hindernde Faktoren intrinsische oder extrinsische Motivation? Grad der Identifikation mit der Gruppe Schwierigkeit der Aufgabetotal leicht: wenig intrinsische Motivationtotal schwer: Gruppe kann befreiend wirken, weil die eigene Meinung untergeht
- soziales Faulenzen Studie - wer kann lauter schreien? alleine 100% 2er Gruppe 66% 6er Gruppe 36% Augen verbunden und mit Kopfhörern
- Brainstorming 3 Gründe für weniger Ideen soziales Faulenzen Bewertungsangst Blockierungseffekt durch Rücksichtnahme - besonders wichtig
- Varianten des sozialen Faulenzens Trittbrettfahren (free-rider-effect)persönlicher Beitrag wird für die Gruppe als nicht wichtig wahrgenommen Gimple Effekt (sucker-effect)Leistungsreduktion wenn man den Eindruck hat die Anderen strengen sich nicht so sehr an wie man selbst
- Illusion der Gruppenproduktivität Menschen neigen dazu sich selbst und auch ihre Gruppenleistung zu überschätzen "das wollte ich auch grade sagen" Gimple Effekt - ist oft falsch
- Aufgabenarten (3) additive disjunktive konjunktive
- Aufgabenarten (3) additive potenzielle Gruppenleistung = Summe der EinzelleistungenBsp. Tragen eines Gewichts disjunktive= Leistung des Fähigsten MitgliedsBsp. Problemlösen konjunktive= Leistung des schwächsten MitgliedsBsp. Bergsteigen, Fließband
- Effekt des gemeinsamen Wissens Studie hidden profile die Gruppe konzentriert sich auf Informationen die allen Bekannt sind nicht geteiltes Wissen kommt häufig nicht zur Sprache und bekommt weniger Aufmerksamkeit Bsp Studie Präsidentschaft einer Studentenaufgabe - Verteilung relevanter Infos
- Effekt des gemeinsamen Wissens warum?? 2 Erklärungen auch für Jurientscheidungen, Personalentscheidungen, med. Diagnosen, Produktentscheidungen 1. normativer Einflussgeteilte Infos - Status steigt - erreichen des individuellen Nutzensnicht geteilte Infos - gefärdet die Akzeptanz (weniger Gefahr bei hohem Status) 2. Statistisch: Höhere Wahrscheinlichleit das geteiltes Wissen zur Sprache kommt
- Effekt des gemeinsamen WIssens 5 Maßnahmen Zeitgenügend Zeit geben Expertenrollenklare Verantwortlichkeiten für bestimmte Informationen Advokatus diaboli bennen Normen vorgeben"kritisch denken statt Konsens" Aufgabenstellung anpassen"gemeinsame Lösung", "Rangreihe aller möglichen Entscheidungen"
- Gruppenpolarisierung Studie Staatspräsident Charles De Gaulle Gruppendiskussion kommt zu extremerem UrteilStudie: finden sie eine gemeinsame Position zu Charles De Gaulle risky-shift-Phänomen cautious-shift-Phänomen
- wie kommt es zur Gruppenpolarisierung 3 Mechanismen wiederholte Äußerungen informativer und normativer Einfluss sozialer VergleichDrang posititv abzuschneiden - "mutiger Vordenker" extremere Meinung steigert auch die Spendenbereitschaft
- fatale Folgen von Gruppendenken Schweinebucht - Invasion auf kubanische Küste mit 1400 Exilkubanernfatale Fehlentscheidung Start der Räumfähre Challenger Reaktorunglück Tschernobyl
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- step ladder Technik Brainstorming Technik in Gruppen
- Vor und Nachteile Gruppenarbeit Vorteile:Step ladder Technik - mehr Kreativitäterhöhte AkzeptanzSpezialistenwissen kann zusammengetragen werdenPsychologischer Nutzen - Sicherheit und Orientierung Nachteile:Mehraufwand, Zeit und KostenEffekt des gemeinsamen WissensGruppenpolarisierungGruppendenken
- Illusion der Unanfechtbarkeit Gruppendenken - überzogener Optimismus
- 2 Vorläuferbedingungen und Symptome des Gruppendenkens empirisch kaum belegt strukturelle Mängel (insbesondere Kohäsion) provokativer situativer Kontext
- Prävention von Gruppendenken (4) Verbesserung der Informationsverarbeitungaufgabenbezogene Merkmale in den Vordergrund, nicht die Identifikation Offenheit für andere Meinungen Rolle der Gruppenleitung Offenheit auch nach der Entscheidung
